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Schrei nach Freiheit

DEINE MEINUNG?


1987

Genre: Biographie, Drama, Geschichte

Spieldauer: ~ 157 Minuten

Regie: Richard Attenborough

Cast: Denzel Washington, Kevin Kline, Penelope Wilton, Andrew Whaley, John Matshikiza, Albert Ndinda, Kate Hardie, Shelley Borkum, James Coine, Josette Simon, Juanita Waterman, Wabei Siyolwe, Evelyn Sithole, Xoliswa Sithole

Kurzbeschreibung: Dieser einzigartige Film ist die Geschichte eines schwarzen Freiheitskämpfers in Südafrika: Steve Biko. Und es ist gleichfalls die Geschichte eines weißen Journalisten in Südafrika: Donald Woods. Sie lernen sich 1975 kennen und schließen schnell Freundschaft, die erst 1977 mit dem gewaltsamen Tod Bikos durch weiße Polizisten endet. Wood protestiert öffentlich und wird von diesem Moment an mit "Bann" belegt. Er darf nicht mehr schreiben, keine öffentlichen Gebäude betreten, keine Veranstaltungen besuchen und wird ständig von der Sicherheitspolizei überwacht. Mordanschläge auf seine Familie machen ihm bewußt, daß er keine Chance hat, in diesem Land zu überleben. Er beschließt zu fliehen. Am Silvesterabend 1977 macht er sich, als Priester verkleidet, das Manuskript zum Buch über seinen toten Freund in der Reisetasche, auf den gefährlichen Weg...


Filmkommentare (1)


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8martin
24.11.13 - 12:40
Nach seinem Film über Leben und Wirken von Gandhi hat sich Richard Attenborough nun den Fall des Steve Biko vorgenommen und dessen Kampf gegen die weiße Regierung von Südafrika in den 70er Jahren. Es gelingt nicht an die Wucht und Dynamik des ersten Films anzuknüpfen. Attenborough ist um Authentizität bemüht. Er beginnt mit einer Razzia voller brutaler Gewalt und endet mit einem Auflauf der Volksmassen. Eigentlich sind es zwei Filme: erst der Widerstand, die Verhaftung und der Tod des charismatischen Anführers Biko (Denzel Washington) und dann die Flucht seines Freundes Woods (Kevin Klein) und dessen Familie außer Landes. Weil es wichtig war, die Situation im Lande zu schildern und die Argumente der Gegner und Befürworter der Apartheit zur Sprache zu bringen, ist der Film arg dialoglastig. Dabei wird im Dreisprung vorgegangen: aufklären, überzeugen und dann erschütternd bewegen. Die Willkür des Polizeistaates mit allen Schikanen, der Zynismus der Weißen, ihre Drohungen bis hin zu Attacken auf Leib und Leben der Familie Woods werden mit verhaltenen Emotionen dargestellt und mit einem eindrucksvollem Soundtrack unterlegt.
Bei aller Objektivität stehen immer Einzelne im Vordergrund und betonen die subjektive Herkunft der Ereignisse, ohne einer Heroisierung das Wort zu reden. Die zweigeteilte Atmosphäre im Land voller widersprüchlicher Gegensätze wird stilsicher eingefangen durch Einblicke ins Privatleben. Informativ, empörend, hoffnungsvoll.

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