Der Pate
76.7/100

Der Pate

FILM • 1972 • 2 Std. 49 Min.


Regie: Francis Ford Coppola

Darsteller/-innen: Marlon Brando, Diane Keaton, Al Pacino, James Caan, Robert Duvall, Talia Shire, John Cazale, Alex Rocco, Sofia Coppola, Simonetta Stefanelli, John Marley

Genre: Drama, Krimi, Thriller



In Francis Ford Coppolas meisterhaften Epos spielt Marlon Brando den Patriarch der Corleone-Familie - und wurde dafür mit dem Oscar ausgezeichnet. Regisseur Coppola zeichnet ein abschreckendes Portrait über Aufstieg und Fall eines sizilianischen Clans in Amerika. Grandios balanciert die Handlung zwischen dem Familienleben der Corleones und den schmutzigen Mafia-Geschäften, in die sie verwickelt sind. Basierend auf Mario Puzos Bestseller und mit den herausragenden schauspielerischen Leistungen von Al Pacino, James Caan und Robert Duvall wurde dieser brillante Film für zehn Oscars nominiert und mit dreien ausgezeichnet, einschließlich der Kategorie Bester Film (1972).


Filmkommentare (5)


Beitrag schreiben


8martin
10.06.18 - 11:59
Die drei Teile sind schon jeweils ein eigenständiger Film, aber wenn man sie alle kennt, ist der Eindruck tiefer und die Einsichten lohnender. Es sind drei Teile, ein Thema, eine Familiengeschichte. Von Anfang an liegen Lust (Sex) und Geschäft dicht beieinander. Und immer ist auch Mord und Gewalt dabei. Letztlich geht es aber nur um die Macht, die des Geldes und die der Straße. Oberste moralische Institution ist die Familie. Und mehrere ‘Rote Fäden‘ ziehen sich durch die Handlung, die ihr abgesehen von den Personen zusätzlichen Zusammenhalt bieten und aus drei Teilen ein Ganzes machen.
Der Ur-Pate ist Don Corleone (Marlon Brando). Er kam aus Sizilien und kämpfte sich gegen die Tattaglias und die Barzinis nach oben.
Drei Schocker bestimmen die Spannung des Films: der Pferdekopf eines millionenschweren Rennpferdes im Bett eines Regisseurs, dann das Attentat auf Don Corleone und schließlich Sohn Michaels (Al Pacino) Hinrichtung des korrupten Polizeichefs McClusky (Altstar Sterling Hayden) zusammen mit Sollozzo (Al Lettieri) in einem Restaurant. Wenn Schwester Connie (Thalia-Rocky-Shire) von ihrem Mann grün und blau geschlagen wird, regelt das familienintern Bruder Sonny (James Caan).
Als Michael, der dekorierte Kriegsveteran, in Sizilien untertauchen muss, heiratet er dort Apollonia (Simonetta Stefanelli), eine Dorfschönheit. Ein kurzes Glück! Der Don will Frieden, stirbt aber, Michael will Rache. Während er bei seiner Nichte Pate ist, räumen seine Jungs alle Gegner aus dem Wege (parallel geschnitten). Ganz leise betont die Titelmelodie die Bedeutung der Bluttaten und pointiert die Dialoge. Das Hauptaugenmerk der Corleones gilt weiterhin dem Glücksspiel, d.h. Las Vegas. Und Michael entpuppt sich als echter Mafiosi: das bekommt sein Schwager Carlo Rizzi (Gianni Russo) zu spüren. (Ein Kuss vor dem Tode) Und als seine zweite Ehefrau Kay (Diane Keaton) ihn fragt, ob er es getan hat, lügt er. (eine Dienstlüge!?). eine Vorbereitung auf den zweiten Teil dieses großen Oeuvres.

Antwort abgeben

wrachris
17.01.17 - 15:22
Auch für mich einer der besten Filme aller Zeiten- mehr gibt's dazu nicht zu sagen. Natürlich höchst anspruchsvoll aber schon alleine durch die Buchvorlage perfektest durchdacht.

Was ich nun nicht verstehe dass hier der Film an Platz 99 der Bestenliste ist. Wenn von allen Filmen einer in die TOP 10 gehört dann mit Sicherheit dieses Meisterwerk. Aber die Geschmäcker sind wohl verschieden. Ich gebe nur nicht 100 Punkte um noch Luft nach oben zu haben, falls in Zukunft noch ein Werk in dieser Pracht erscheint.

Und eine Bewertung mit 2% kann einfach nicht Objektiv getroffen worden sein

Antwort abgeben

Chev
100
Chev
06.01.11 - 03:14
Der Pate ist ein absolutes Meisterwerk und gehört für mich zu dem besten Film schlechthin.

Der Pate vereint alles das was vor Allem für Männer ansprechend ist. Ein Gangsterdrama mit viel Hintergrund. Macht, geschickte Menschenführung, Erfolgsorientiert, Familiär und zig Wortspiele die so oft zitiert wurden wie aus keinem mir bekannten anderen Film.

Natürlich gefällt der Pate nicht jedem, so kann ich auch einige Freunde aufzählen die das Ganze eher langatmig fanden. Da kann ich nur sagen: Die haben den Film nicht verstanden. Den Film schaut man eigentlich nicht einfach nur, sondern man muss ihn erleben. Marlon Brando als "Der Pate" hatte sich für diese Rolle richtig gequält. So geht das Gerücht herum, das er teilweise stundenlang mit Wattebäuschen im Mund am Set herumlief um genau diesen Gesichtsausdruck den er sich selbst auferlegt hatte widerspiegeln zu können. Ob es wahr ist konnte ich bisher noch nicht glaubhaft nachrecherchieren.
Vielen der Schauspieler in diesem Streifen gelang erst hiernach der große Durchbruch und auch heute sind sie noch dick im Geschäft, obwohl sie solch eine Rolle nie wieder bekamen.
Talia Shire beispielsweise kennt man noch aus den Rocky Filmen, aber dieser Film war ihr erster.
Diane Keaton drehte bereits einige Filme vorher die aber alle nicht wirklich bekannt wurden.
Marlon Brando war zwar schon bekannt, wurde aber für einen Oskar nominiert, welchen er auch gewann, aber ablehnte.
Und nicht zu vergessen Francis Ford Coppola, dem mit Der Pate erst der Durchbruch zum anerkannten Regisseur gelang.

Insgesamt also beeindruckende Geschichten im und um den Film.

Ein Film den jeder haben sollte und den man sich immer mal wieder anschauen kann. Ich schaue alle drei Teile nacheinander mindestens 1x pro Jahr an. Ich koche mir was leckeres zu essen, hole einen guten Wein oder Rum und schliesse mich für einen Tag von der Außenwelt aus um diesen Film in vollen Zügen genießen zu können.

Solch einen Film würde ich gerne heute mal produziert sehen mit den heutigen Möglichkeiten. Ein Traum.

Anschauen ist Pflicht !

Antwort abgeben

kurenschaub
29.04.10 - 09:27
Klassisches Meisterwerk aus dem Mafia Genre, hervorragend umgesetzt und mit Marlon Brando idealst besetzt.
Ich erinnere mich noch gut wie mir das nackte Grauen im Kino aufstieg, als das tote Pferd im Bett lag.
Kultstreifen und richtungsweisend.

Antwort abgeben

Arnoldl
03.05.09 - 10:48
Ja, Ja, der Pate!
Der erste Teil ist noch immer - und wie so oft - der Beste. Klassischer sizilianischer Flair, authentisch in Szene gesetzt. Wer schon mal in Süditalien war und dann den Film nochmal sieht, fühlt sich wie mitten im Geschehen.

Antwort abgeben