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The Lego Movie

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2014

Genre: Zeichentrick, Abenteuer, Komödie, Familie, Fantasy

Spieldauer: ~ 100 Minuten

Regie: Christopher Miller, Phil Lord

Cast: Will Ferrell, Jonah Hill, Anthony Daniels, Elizabeth Banks, Will Arnett, Dave Franco, Will Forte, Alison Brie, Charlie Day, Morgan J. Freeman, Craig Berry, David Burrows, Amanda Farinos, Keith Ferguson, Todd Hansen

Kurzbeschreibung: In der 3-D-Computeranimationsstory geht es um Emmet, eine ganz normale, völlig durchschnittliche LEGO-Figur, die stets alle Regeln befolgt. Durch ein Missverständnis wird Emmet jedoch für einen außergewöhnlichen Helden gehalten, der als Einziger die Welt retten kann. Deshalb begleitet er eine Gruppe von Fremden auf einer gewaltigen Mission, um dem bösen Tyrannen das Handwerk zu legen. Urkomisch wird es deshalb, weil der arme Emmet von dieser Aufgabe heillos überfordert ist.


Filmkommentare (2)


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kurenschaub
02.11.16 - 15:24
"Bau nach Anleitung" gegen "Bau was dir gefällt". Musste ja auch irgendwann mal kommen, so ein richtiger Lego Film und der da kam - ist richtig gut gelungen. Die Kritiken waren durchaus positiv, ein echter Spaß, der einen unglaublichen Charme hat und ein Meisterwerk in Sachen Animationskunst ist. Nicht umsonst Oscar und Globe nominiert - denn British Academy Film Awards hat er auch.

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MarcosFilmblog
08.04.14 - 19:44
Der Bauarbeiter Emmet (Chris Pratt) ist ein ganz normaler Typ, der in der breiten Masse überhaupt nicht hinaussticht. Er liebt es Instruktionen zu befolgen und wie all die Einwohner seiner Großstadt einem festen Tagesablauf zu folgen. Eines Tages wird er nach Feierabend aus seinem Trott gerissen, als er auf ein rotes Relikt stößt, das auf magische Weise mit seinem Rücken verbunden ist. Irgendetwas an dem roten Klotz scheint den aalglatten Präsident Business (Will Ferrell) derart in Aufregung zu versetzen, dass Emmet vom bedrohlichen Bad Cop (Liam Neeson), der scheinbar an Schizophrenie leidet, einem gnadenlosen Verhör unterzogen wird, das von der mysteriösen Wyldstyle, die unglaubliche Bautalente verfügt, unterbrochen wird. Emmet wird von Lucy über die wahre Situation in Kenntnis gesetzt. Präsident Business plant die Auslöschung der vielen Welten, die nebeneinander existieren und Emmet ist der Held, der von einer Prophezeiung, die der Zauberer Vitruvius (Morgan Freeman) in einer Vision mitgeteilt bekommen hat, versprochen wird und die Bedrohung abwenden wird. Zusammen mit Wyldstyle und Vitruvius macht sich Emmet auf die sogenannten “Masterbuilder” zu versammeln und Präsident Business das Handwerk zu legen. Unterstützt werden sie dabei von niemand Geringerem als Batman (Will Arnett), dem freund von Wyldstyle, höchstpersönlich. Doch Bad Cop ist ihnen bereits auf der Spur…

So ziemlich jeder von uns hat schon einmal mit den bunten Steinen gespielt oder ist ihnen in lokalen Supermärkten oder Spielzeuggeschäften über den Weg gelaufen. Die skandinavische Marke hat eine Erfolgsgeschichte, wie sie im Buche steht, hingelegt und so war es nur eine Frage der Zeit, bis die gelben Männchen mit ihren farbenfrohen Klötzchen, die nach dem Baukastenprinzip funktionieren, die große Leinwand erobern. Das Lego-Universum besitzt so viele Lizenzen, was man in der Vergangenheit bereits in verschiedenen Videospielen präsentiert bekam und auch hier ist dieser Trumpf eine Bereicherung für das Endprodukt. Neben zahlreichen fantastischen Kurzauftritten bekannter Figuren bietet “The Lego Movie” eine unterhaltsame Geschichte, Gesellschaftskritik und zahlreiche kreative Einfälle, was diesen Film zur perfekten Unterhaltung für die ganze Familie macht. Gerade am Anfang parodiert die Animationskomödie, die von dem Duo Chris Miller und Phil Lord, das sich bereits für den Überraschungshit “Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen” verantwortlich gezeigt hat, schafft es erneut eine hochwertige Animationskomödie abzuliefern. Die Einführung in die Story hält uns den Spiegel vor das eigene Gesicht, wie man es in so kurzer Zeit wohl nicht besser auf den Punkt hätte bringen können. Emmet hält sich für fit, weil er für ein paar Sekunden Sportübungen durchführt, ist bereit überteuerten Kaffee zu konsumieren und selbstverständlich ist die ganze Stadt für das lokale Sportteam. Die berühmten Reality-Shows dürfen selbstverständlich in diesem Kabinett der Absurditäten des täglichen Lebens nicht fehlen. Schon hier kann man erkennen, dass die Einzigartigkeit des Baukastenprinzips sehr innovativ auf das visuelle Medium Kino projiziert wurde. So wird Feuer z.B. durch die charakteristischen Feuerkristalle und Wasser durch blaue Perlen, die Bestandteil vieler Kinderzimmerinventare sind, deutlich gemacht. Das Legoprinzip ist so beeindruckend und vielseitig, dass man wohl bei jedem Anschauen etwas neues im Filmkosmos entdecken wird. Das verleiht auch den Actionsequenzen und Verfolgungsjagten das Prädikat innovativ und sorgt dafür, dass jede Hatz ein kleines bisschen anders verläuft, da die Charaktere auch unterschiedliche Welten bereisen. Es handelt sich aber auch um keine reine Glorifizierung der Marke, da teilweise auch eine gewisse Selbstironie an den Tag gelegt wird. Das bereits erwähnte Potential, das sich aus dem Umfang der Lizenzen ergibt, wird voll ausgeschöpft, so bekommen bekannte Superhelden, historische Figuren und andere Ikonen der Popkultur ein paar Sekunden Screentime. Im englischen Originalton gesellen sich zu dem erstklassigen Cast beispielsweise noch Charlie Day, Jonah Hill, Cobie Smulders und Channing Tatum dazu. Will Ferrel macht einen erstklassigen Job als arroganter und machthungriger Präsident Business, der das Potential zum Kultschurken hat. Bad Cop basiert übrigens auf eine Figur aus der griechischen Mythologie, was nur ein Beispiel dafür ist, dass sich dieser Animationsfilm auch an Erwachsene richtet, bzw. einige Überraschungen für Leute, die außerhalb der potentiellen Zielgruppe sind, parat hält. Freunde von Batman sind ebenfalls herzlich eingeladen sich dieses Spektakel im Kino zu gönnen, da allein diese Figur so toll gezeichnet und witzig ist. Kritisieren kann man nur, dass das Vergnügen droht, gegen Ende abzuflachen, aber die beiden Regisseure wissen genau, wann es wirklich an der Zeit ist, dem Treiben ein Ende zu setzen. Ein Storytwist droht anfangs die gesamte Geschichte zu zerstören, aber der Film bekommt glücklicherweise in letzter Sekunde die Kurve, bevor er droht in einen Abgrund zu stürzen. Die Kleinsten bekommen übrigens noch in Disneymanier eine schöne Nachhilfestunde in moralischen Werten, aber diese fällt glücklicherweise nicht zu aufdringlich aus. Ich rate denjenigen, die der englischen Sprache mächtig sind, eine Originalvorstellung zu besuchen, falls keine Weltreise nötig ist, um so eine Vorstellung zu finden, da ich den deutschen Trailer und den verwendeten Song im Vergleich zum Original ziemlich unterirdisch finde. Ein Mehrwert, der durch das 3D angeblich ensteht, bleibt aber weiterhin fraglich.

Fazit: Beim “Lego Movie” ist fast alles “awesome”! Wer mal wieder einen lustigen, intelligenten und innovativen Animationsfilm genießen möchte, ist hier bestens beraten. Es ist nicht verwunderlich, dass bereits ein zweiter Teil angekündigt wurde und wenn sich dieser nur annährend auf dem Niveau dieses Auftakts befindet, kann man dagegen auch nichts einwenden. Die Macher haben ja noch so viele Möglichkeiten, eine interessante Geschichte zu entwerfen. Viel Erfolg für dieses Unterfangen!

Bewertung: 8/10
Genre: Animationsfilm, Komödie
FSK: Noch unbekannt
Laufzeit: 100 Minuten

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