Montag, 18. Juni 2018
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4 Kommentare

Donnie Brasco

DEINE MEINUNG?


1997

Genre: Drama, Thriller, Krimi

Spieldauer: ~ 134 Minuten

Regie: Mike Newell

Cast: Johnny Depp, Al Pacino, Anne Heche, Michael Madsen, James Russo, Zach Grenier, Zeljko Ivanek, Robert Miano, Bruno Kirby, Gerry Becker, Terry Serpico, Brian Tarantina, Rocco Sisto, Ronnie Farer, Walt MacPherson

Kurzbeschreibung: FBI-Spitzenmann Joe Pistone schleust sich als Undercover-Agent Donnie Brasco in die Mafia ein. Vier Jahre liefert er - völlig auf sich und seine Fähigkeiten angewiesen und unter ständiger Lebensgefahr - dem FBI wichtige Informationen über den Gangster-Clan, um die Bande für immer zu zerschlagen. Immer tiefer und tiefer gerät Donnie in den Sog der Kriminalität. Schließlich wird er zur rechten Hand des berüchtigten Mafioso Lefty Ruggiero, dessen Vertrauen und Freundschaft er gewinnen kann. Als den Gangstern klar wird, dass in ihren Reihen ein Verräter sitzt, bleibt Donnie Brasco nur noch eine Chance. Auf der Flucht vor den skrupellosen Killern der Mafia muss er Lefty dem FBI ans Messer liefern, bevor es ihm selber an den Kragen geht...


Filmkommentare (4)


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8martin
03.11.13 - 17:58
Es ist nicht wie vom Verleiher angekündigt der beste Mafia-Film aller Zeiten, sondern dieser Film ist nur anders. Voraus schicken muss man noch, dass zwei Superdarsteller hier in Action sind: Al Pacino als Lefty, ein in die Jahre gekommener Mafiosi, dem die Zügel zu entgleiten drohen. Er muss ständig beweisen, dass er immer noch der große alte Mann ist, der den Überblick hat. Drum sagt er zu Donnie ‘Du pinkelst die falsche Laterne an.‘ Und der supercoole Titelheld (Johnny Depp). Der arbeitet Under Cover zusammen mit und gegen Lefty und ist aber auch noch Familienvater. Und diesen Spagat thematisiert Mike Newell eigentlich. Da ist Donnies Ehefrau Maggie (Anne Heche) durchaus überzeugend in ihrer Hassliebe zu ihrem Mann. Daneben entwickelt sich zwischen Donnie und Lefty fast ein Vater-Sohn Verhältnis. Doch Donnie kann jeder Zeit enttarnt werden. Blut fließt gelegentlich, für mafiöse Verhältnisse relativ wenig.
Bemerkenswert wie sich Lefty auf seinen vermeintlich letzten Gang vorbereitet. Genaueres sieht man nicht. Und Donnie zwar im Polizeidienst ausgezeichnet, aber letztlich doch allein gelassen. Eine wahre Geschichte. Mit einem edel-herben Ende. Toll! Mal was anderes.

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kurenschaub
03.11.13 - 10:55
Zwei Spezialisten unter sich - Under Cover Mann Donnie = Johnny Depp fühlt Freundschaft und Symphathie für den großen Mafia Killer Ruggiero = Al Pacino, welcher für Donnie ein wenig was in der Art eines Väterchens empfindet!
Eine geschliffene Gangsterdramatik mit darstellerischer Brillanz und einwandfreier Story.
Auf alle Fälle kein Langeweiler über fast 135 Minuten, immer mit psychologischen Untertönen, satter Atmosphäre und gepflegten Anspruch.

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AmanRu
15.06.09 - 07:26
Donnie Brasco oder - "Mann, piss die Wand an!"

Ich bin zur Zeit damit beschäftigt meine Johnny Depp-Reihe zu komplettieren und habe mir den noch fehlenden Part Donnie Brasco gekauft, ohne jegliche Vorahnungen zu dem Titel zu haben. Die Geschichte klang interessant und so legte ich die DVD auch mehr als schnell in den Player und legte mich auf die Couch, es kann losgehen!

Joe Pistone schleust sich als Undercover-Agent in die Mafiakreise ein, unter dem Namen Donnie Brasco versucht er an Informationen zu kommen und den Kreis der oberen Liga zu durchschauen. Er wird festes Inventar der Familie und hat so die Möglichkeiten, Fakten für spätere Verurteilungen zu sammeln. Nur Pech das bemerkt wurde, das ein Verräter in den eigenen Reihen sitzt; Jetzt muss er um sein Leben fürchten.

Al Pacino verkörpert einen Mafioso namens Lefty, der nicht viel in der Familie zu sagen haben scheint. Er beschwert sich, das er nach über 20 Jahren nicht mehr befördert wird und das selbst kleine Fische mittlerweile höher angesiedelt sind als er. Lefty nimmt Brasco in die Familie auf und bürgt für ihn. Ist dies ein schlimmer Fehler?

Die Darstellerleistungen von Pacino und Depp sind mehr als gelungen, ich sehe beide Darsteller unwahrscheinlich gerne und würde jeden ihrer Filme verschlingen. Beide haben einen guten innerlichen Charakter, der nach außen durchsickert. Depp, damals noch etwas jünger, hat genau durch diese Leistungen einen großen Karrieresprung erhaschen können.

Donnie Brasco ist für mich auf jedenfall Sehenswert, wenn nicht sogar noch mehr.

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Filmosoph
08.03.09 - 22:41
»Mann, piss die Wand an!« - Ein Satz, der wohl untrennbar mit diesem Film verbunden ist. Aber wie heißt es im Original? »Forget about it«. Ich behaupte mal, hier ist die Synchronisation um einiges witziger als die Originalfassung, zumindest was diesen Spruch angeht.
Um was geht’s? Um eine wahre Mafiageschichte. Wer könnte besser einen Mafiosi spielen als Al Pacino? De Niro vielleicht, vielleicht auch nicht. Jedenfalls ist Pacino als Lefty in diesem Film einfach die perfekte Wahl. Und es ist nicht der Stil eines Pate-Teils; nein, es ist wird ein sehr viel realistischeres Bild gezeichnet, was das organisierte Verbrechen um einiges weniger romantisch erscheinen lässt.
Pacino spielt hier einen abgewrackten Mafiosi, der bereits 26 Menschen auf dem Gewissen hat, ohne dass er es je zu etwas »gebracht« hat. Und wieder einmal wir Sonny (Michael Madsen) vorgezogen. Spricht man von einem ruhigen, ergänzenden Gegenpol, so war tatsächlich Johnny Depp als Hauptdarsteller die perfekte Wahl dafür. Auch wenn die Geschichte zunehmend hart und kompliziert wird (nicht von der Handlung, sondern in Bezug auf die Protagonisten), bleibt er ruhig und überlegt. Eigentlich unvorstellbar. Aber man sollte vielleicht tatsächlich die Vorlage im Hinterkopf behalten.
Donnie Brasco ist ob seiner fesselnden Story ein wirkliches Meisterwerk, für mich ohne Zweifel. Die Kamera ist ruhig, der Schnitt auch – vielleicht lässt gerade dies jene unvergleichliche Atmosphäre aufkommen. Man kann den Zwiespalt – der Auftrag, sowie Frau und Familie sehr gut nachvollziehen, auch die »Verwandlung« erscheint plausibel. Was haben wir also vor uns? Ein »realistisches« Bild der Mafia, wie es selten zu sehen war. Dies wird durch vielfältige Szenen offensichtlich. Man muss ja zugeben, dass dem Paten – trotz aller Schrecklichkeiten einiges »Glamour« anhängt. Dies wird bei Donnie Brasco völlig abgelegt. Die Mafia erscheint als brutale, egozentrische Organisation, welche nichts als persönlichen Gewinn und »persönliche Ehre« im Sinn hat. Donnie Brasco entpuppt dies als eine zunehmend abartige Welt voller Widersprüche; gerade dies ist ebenfalls ein Verdienst dieses Films. Ist es nicht gerade Al Pacino, der mit diesem Mythos aufräumt? Gerade dieser große Schauspieler spielte Lefty so überzeugend, wie man sich keinen anderen für denselben denken könnte.
Die Darsteller sind brillant – neben Pacino eben (einsame Klasse) und Depp ragt noch Michael Madsen hervor. Die Atmosphäre ist von Beginn weg fesselnd; der Film wird immerzu von einem tiefschwarz-humorigen Unterton begleitet, an dessen Spitze lediglich »Mann, piss die Wand an! « steht. Kurz: Wer auch nur etwas Interesse für einen Kriminalfilm aufbringen kann, sollte hier nicht zögern. Zwar nicht ganz auf Augenhöhe mit GoodFellas, aber fast. Und das sagt alles.

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