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DEINE MEINUNG?


2011

Genre: Horror, Thriller

Spieldauer: ~ 95 Minuten

Regie: Adam Wingard

Cast: Barbara Crampton, Larry Fessenden, AJ Bowen, Rob Moran, Sharni Vinson, Wendy Glenn, Ti West, Nicholas Tucci, Joe Swanberg, Amy Seimetz, Lane Hughes, Simon Barrett, Margaret Laney, L.C. Holt

Kurzbeschreibung: Um die Familie wieder enger zusammenzubringen, laden Aubrey und Paul Davison alle vier Kinder nebst Anhang zwecks Familienzusammenführung in ihren einsam gelegenen und etwas heruntergekommenen Wochenendlandsitz ein. Doch der traute Familienabend bekommt schnell eine blutige Wendung als eine Bande blutrünstiger Angreifer mit Tiermasken das einsame Haus der Davisons überfällt. Die Familie hat keine Ahnung, wer sie bedroht, warum die gnadenlosen Maskenmänner ausgerechnet sie ausgesucht haben und ob die Feinde sich innerhalb oder außerhalb des riesigen alten Hauses befinden. Sie wissen nur eins: Keiner von ihnen ist sicher.


Filmkommentare (1)


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MarcosFilmblog
08.04.14 - 20:32
Familientreffen verlaufen selten ohne Chaos, aber was die Davisons während ihres Zusammentreffen erleben, ist wahrlich der Albtraum eines jeden Organisators. Scheinbar hat es eine Gruppe von Killern auf die Familie abgesehen, die sowieso mit mangelnder Harmonie untereinander zu kämpfen hat. Als einzige Hoffnung stellt sich die Freundin des jüngsten Sohnes der Familie heraus. Erin (Sharni Vinson) ist nämlich durchaus in der Lage ,den Angreifern die Stirn zu bieten…

Das Slashergenre wurde im Laufe der Jahre von unzähligen Filmen, die keine hohe, filmische Qualität besitzen, überschwemmt. Es ist also durchaus verständlich, dass viele Kinobesucher einen großen Bogen um dieses Genre machen, da man ja nur sieht, wie ein stereotypisches Muster auf der Leinwand abgespult wird. Wes Craven hat in den 90ger-Jahren mit “Scream-Schrei!” eine Innovation abgeliefert, die einen regelrechten Boom dieser Filmgattung ausgelöst hat. Der Film mit dem “Ghostfacekiller” ist Mitglied einer elitären Gruppe von Horrorfilmen, die sich jetzt freuen darf, ein neues Mitglied willkommen zu heißen. Die Rede ist von der Erstarbeit des jungen Regisseurs Adam Wingard. “You` re Next” ist wohl das Highlight es Jahres für Genrefans. Unübersehbar sind die Parallelen zum Adrenalintrip, den Neve Campell einst über sich ergehen lassen musste. In einem kurzen und knackigen Intro wird schon mal deutlich, dass mit den “Tieren”, die hier auftauchen, ganz und gar nicht zu spaßen ist. Das erinnert natürlich an einen berühmten Prolog, der einer gewissen Drew Barrymore zurück ins Rampenlicht geholfen hat, auch wenn der erste Auftritt der Killer ohne Telefonat abläuft. Auch im weiteren Verlauf des Filmes bedient sich Wingard, der mit Sterotypen gekonnt spielt, dem Inszenierungsstil Wes Cravens, allerdings ohne wie ein billiger Abklatsch zu wirken. Die Spannung kann über die gesamte Laufzeit gehalten werden, was auch ein Verdienst der überragenden Kameraführung ist, die jederzeit ein Schockmoment erwarten lässt. Schockmomente gibt es natürlich mehr als genug und teilweise zuckt man auch als Genreerfahrener ein paar mal völlig überrascht in seinem Kinosessel zusammen. Aus der breiten Masse an Darstellern sticht natürlich Sharni Winson heraus, die den wohl anspruchsvollsten Part im Cast übernehmen musste, diese Herausforderung meistert sie allerdings mit vollem Körpereinsatz. Der Rest liefert das ab, was bei einem solchen Film erforderlich ist und schreit sich mehrmals, gekonnt die Seele aus dem Leib. Masken sind bei “Home-Invasion”-Filmen ja mittlerweile fester Bestandteil der Kostüme, also warum sollte man sich nicht mal Tiere, die den Spieß einfach mal umdrehen, genehmigen. Der Humor, der hier verwendet wird, ist rabenschwarz und versetzt das häufig zitierte Lachen, das einem im Halse steckenzubleiben scheint, auf ein ganz neues Level. Abgerundet wird die ohnehin schon erstklassige Generekost mit einigen Wendungen, die man so nicht vorhersehen kann und spätestens am Ende kann man nicht anders, als Beifall zu klatschen.

Fazit: Grandioser Slasherfilm, den sich Fans dieser Filmgattung auf keinen Fall entgehen lassen sollten. Brutal, spannend und humorvoll! Ihr werdet übrigens ein ganz bestimmtes Lied, nicht mehr aus dem Kopf bekommen

Bewertung: 9/10
Genre: Horror, Thriller
FSK: Keine Jugendfreigabe
Laufzeit: 95 Minuten

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