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1 Kommentar

Dom Hemingway

DEINE MEINUNG?


2013

Genre: Komödie, Krimi, Drama

Spieldauer: ~ 94 Minuten

Regie: Richard Shepard

Cast: Jude Law, Emilia Clarke, Richard E. Grant, Richard Graham, Mark Wingett, Madalina Diana Ghenea, Luca Franzoni, Nick Raggett, Brenda Palmer, Colette Morrow, George Sweeney, Simeon Moore, Philippe Pierrard, Glenn Hirst, Kaitana Taylor, Jeanie Gold, David Baukham


Trailer:

Kurzbeschreibung: Dom Hemingway (Jude Law) ist ein legendärer Tresorknacker -- lustig, profan, ein Durchschnittstyp mit einem ausgeprägten Alkoholproblem. Nach zwölf Jahren im Gefängnis will er mit seinem Komplizen Dickie (Richard E. Grant) das Geld eintreiben, das ihm zusteht. Denn Dom Hemingway hat all die Jahre den Mund gehalten und seinen Boss Mr. Fontaine (Demian Bichir) dadurch gedeckt. Eine Nahtoderfahrung bringt ihn seiner entfremdeten Tochter (Emilia Clarke) näher, aber schon bald wendet er sich trotzdem wieder der kriminellen Unterwelt zu - der einzigen Welt die er kennt - um sein Recht einzufordern.


Filmkommentare (1)


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MarcosFilmblog
21.04.14 - 20:57
12 lange Jahre musste der Kriminelle Dom Hemingway (Jude Law) hinter schwedischen Gardinen verbringen, nachdem er für seinen Boss Fontaine (Demián Bichir) den Kopf hingehalten hatte. Nun ist Dom wieder in Freiheit, die er nutzt, um einiges an Sex, Drogenkonsum und Partys nachzuholen. Begleiter bei diesem Projekt ist sein alter Freund Dickie (Richard E. Grant), der den Spezialisten für illegale Safeöffnung nach ersten Gehversuchen in den Straßen Großbritanniens zu Fontaine höchstpersönlich führt. Dom ist der Ansicht, dass der nicht ganz saubere Gentlemen ihm eine geringfügige Finanzspritze schuldet, da er ja schließlich nicht mit einem Wort den Schirmherrn der Verbrechen gegenüber der Polizei erwähnt hat. Nach einem nicht ganz so friedvollen Gespräch, zahlt Fontaine schließlich einen großzügigen Geldbetrag aus, der von dem Trio im Kollektiv zur exzessiven Freizeitgestaltung auch gleich eingesetzt wird. Bei der Feier kommt es zu einem Autounfall, den nur Dom, Dickie und die Geliebte des Gangsterbosses überleben. Letztere reißt sich auch Doms Taschengeld unter den Nagel, der nun zu seiner Tochter zurückkehren muss, die mittlerweile einen dunkelhäutigen Ehemann und einen Sohn als neue Familie in ihrem Leben hat. Neben dem neuen Leben hat Dom auch noch eine alte Rechnung mit einem Nachtclubbesitzer zu begleichen, aber irgendwann muss er sich für eine Welt entscheiden…

Was den Zuschauer hier erwartet, lässt sich schon nach dem Anfangsmonolog recht deutlich ausdrücken: Jude Law, Jude Law und zu guter Letzt Jude Law! Die Tragikomödie ist voll und ganz auf den englischen Mimen zugeschnitten, der in dieser Rolle völlig übertrieben spielt und ebenfalls Mut zu Hässlichkeit beweist. Sein Dom Hemingway ist eine Parodie auf all die prolligen Gangstertypen, die der Allgemeinheit bekannt sein sollte, und auch nur dieser Charakter zeichnet den neuesten Film von Richard Shepard aus. Die anderen Charaktere sind nur Beiwerk in der Erzählung um den exzentrischen, narzisstischen und nicht gerade attraktivsten Gauner, der sich selbst für einen Gott hält, aber den Faden verliert, wenn er mit seiner eigenen Familie in Kontakt tritt. Der Film besteht aus mehreren Kapiteln, die mit philosophisch angehauchten Sprüchen angekündigt werden. Mit jedem Kapitel bewegt sich der Film von überdrehter Komödie zu einem Drama, das einen starken Kontrast zur ersten Hälfte präsentiert. Gerade am Anfang feuert Dom Aktionen und Sprüche ab, die so herrlich überzogen sind, sodass man nicht anders kann, als mindestens in ein Schmunzeln zu verfallen. Im Originalton zeigt sich auch, dass Law mit einem unglaublich überspitzten Akzent seine Dialoge führt. Mit den Kumpanen Dickie und Fontaine bildet Dom auf dem prächtigen Domizil des Franzosen kurzerhand eine regelrechte Affenbande, was aber auch schon das stärkste Beispiel für Symbolik in den 93 Minuten ist. So wie die Figur Dom Hemingways mit zahlreichen Facetten ausgestattet ist, mangelt es dem tragischen Teil der Geschichte an interessanten Passsagen und auch an der Fähigkeit Mitgefühl für Dom zu entwickeln, da man nach der Achterbahnfahrt der ersten Minuten die ernsthaften Einschnitte in Doms Leben nicht als glaubhaft betrachten kann. Der Kontrast zwischen diesen beiden Handlungssträngen ist zu stark. Außerdem hat der Film keinen runden Abschluss, da das Ende doch sehr urplötzlich über die Bühne geht, allerdings blitzt hier noch einmal das Potential des Mannes auf, der sich Dom Hemingway nennt und mit seinem Geschlechtsteil so allerhand Wunder zu vollbringen mag.

Fazit: “Dom Hemingway” ist eine blitzblanke One-Man-Show von Jude Law, der Overacting aus dem Lehrbuch präsentiert. Wer Fan des charmanten Briten ist, der sich hier mal in einer ganz neuen Rolle präsentiert, kann mit einem Besuch des Filmes nichts verkehrt machen und schließlich ist Dom schon eine ganz coole Sau, die man so nicht alle Tage zu sehen bekommt. Wer etwas Ausgefallenes prinzipiell als mindestens passabel betrachtet, hat mit diesem “Gangsterepos” seinen Spaß.

Bewertung: 6/10
Genre: Tragikomödie
FSK: Ab 16 Jahren
Laufzeit: 93 Minuten

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