2 Kommentare

Madame de... - Die Liebe ihres Lebens

DEINE MEINUNG?


1953

Genre: Drama, Romanze

Spieldauer: ~ 105 Minuten

Regie: Max Ophüls

Cast: Vittorio De Sica, Danielle Darrieux, Charles Boyer, Hubert Noël, Jean Debucourt, Mireille Perrey, Paul Azaïs, Lia Di Leo, Josselin, Jean Galland

Kurzbeschreibung: Um ihre Schulden zu begleichen, verkauft Madame de ... ihre wertvollen Ohrringe und behauptet, sie seien unauffindbar. Als ihr Gatte, ein französischer General, die Wahrheit erfährt, kauft er die Ohrringe heimlich zurück und schenkt sie seiner Mätresse. Als sie schließlich dem italienischen Baron Donati in die Hände fallen, der sich in Madame de ... verliebt, nimmt die Tragödie ihren Lauf ...


Filmkommentare (2)


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8martin
12.03.19 - 10:25
Ein Klassiker aus den 50er Jahren mit der Leinwanddiva Danielle Darrieux in der Titelrolle. Aus einer Novelle macht der legendäre Max Ophüls ein Gesellschaftsbild von Paris um 1900. Hier zählen Contenance und Ehre mehr als echte Gefühle. Louise lebt in einer abgekühlten, sterilen Ehe mit General André (Charles Boyer). Den Familiennamen der beiden werden wir nie erfahren. Da verliebt sich Louise in den Diplomaten Baron Donati (Victorio De Sica), den Charmeur vom Dienst.
Die Beziehungen werden anhand von ein Paar Diamantohrringen beleuchtet, die mehrfach den Besitzer wechseln. Klar, dass die gegnerischen Gockel sich duellieren müssen. Ein unbefriedigendes Ende erwartet den Zuschauer, unbefriedigend, weil ungewöhnlich. Es herrscht hier der Ton und nicht wie gewöhnlich das Bild. Wie schon in der Einleitung, in der man Madame lange nicht sieht, sondern nur hört, hören wir vom Duell nur einen Schuss. Nur einen, wohlgemerkt. Dass Louise an gebrochenem Herzen stirbt, während sie zum Duell eilt, ist zu erwarten. Neben der großartigen Kameraarbeit von Christian Matras, der schon mal zerrissene Papierschnipsel aus einem fahrenden Zug in Schneeflocken umleitet, bleiben die langen Tanzeinlagen mit sich drehenden Paaren ebenso im Gedächtnis, wie die Komik, die natürlich für die Domestiken reserviert ist. (Alte Shakespeare’sche Bühnenweisheit!). Buntes Kaleidoskop vom Fin de Siècle mit der für die Zeit typischen Kostüme. Guckkasten-Kino, das den Glanz einer untergegangenen Welt verewigt.

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kurenschaub
29.09.13 - 11:19
Die Liebe ihres Lebens wird sie in diesem Film dann doch nicht finden,aber es ist die pikante Geschichte zwei Männer um eine Frau, sie kommt hier geschliffen zur Austragung, der eine ein General mit Mätresse (Charles Boyer), die Gattin (Danielle Darrieux), ein wenig luxus verwöhnt -nicht wirklich verliebt und männerinteressiert und auch ein wenig verschuldet, als Nebenbuhler ist dazu noch ein italienischer Diplomat (Vittorio De Sica) im Einsatz.
Ein französisch italienisches Filmdrama von Max Ophüls, eine kluge, dialogreiche Dreieckskomödie aus dem fast krankhaften Aristokratenmileu der verblassenden Epoche der 19.Jahrhundertwende. Elegant, feudal, ironisch und psychologisch reizvoll. Gute Fotografie und in der Darstellung untadelig.
1955 gab es dafür eine Oscarnominierung für das beste Kostümdesign.

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