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The Saddest Music in the World

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kurenschaub
25.10.13 - 10:54
Wir haben die Zeit der Weltwirtschaftskrise 1933 und soeben wird Winnipeg/Kanada als traurigste Stadt des Planeten aus der Taufe gehoben.
Die lokale Chefbrauerin Mrs. Port Huntly (Isabella Rosselini)riecht den Braten und ruft einen weltweiten Wettbewerb für die traurigste Musik rund um den Globus aus.
Musiker aus aller Herren Länder sind angereist, so auch der pleite gegangene Broadway Producer Chester Kent. Hatte er doch mit der anziehenden Dame Lady Port Huntly mal eine wahre Liebesgeschichte, aber nun ist nur mehr ein zarter Cocktail aus körperlichen Begehr und einer Brise Hass vorhanden. Die Liebreizende wird erneut zum Objekt der Begierde, da sie nun in der Jury miturteilt...
Überaus gelungener Kunststreifen des verehrungswürdigen Regiemeister Guy Maddin, welcher immer seinen ureigenen, hochqualitativen Inszenierstil treugeblieben ist und wenig für konventionelle Filmpinselstriche der Geschäftemacherei übrig hat. Er wirkt in seinem ganz persönlichen Bild und Erzählästhetik Cosmos mit hohem Anspruch und dies im grenzgenialen Wechselspiel in der Tradition des klassischen Stummfilmes und mit gediegenen Anleihen aus den Zeiten des danach entstandenen Tonfilmes, wobei er auch vier - fünfmal kurze Farbsequenzen einstreut.
Hier ist auch in jeder Phase dieses surrealen Schwarz Weiß ART Work "das zurück zu den Anfängen" immer deutlich sichtbar, der Kanadier zeichnet in trüber Depression die ach so menschlichen Eigenschaften wie Liebe und Verrat, Lust, Leidenschaft und Trauer, gepaart mit tiefer seelischer Zerissenheit als Spiegelbild unserer Seelen. Die keine leichte Kost Handlung wird durch die überragende
Schauspielleistung der unnachahmlichen Isabella Rosselini fast in den Himmel getragen. SO GUT KANN FILM SEIN!

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