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Wie in der Hölle
95.0/100

Wie in der Hölle

FILM • 2005 • 1 Std. 38 Min.


Regie: Danis Tanovic

Darsteller/-innen: Guillaume Canet, Jean Rochefort, Serge-Henri Valcke, Marie Gillain, Carole Bouquet, Emmanuelle Beart, Jacques Gamblin, Jacques Perrin, Georges Siatidis, Karin Viard, Predrag Manojlovic, Maryam d´Abo, Gaëlle Bona, Tiffany Tougard, Marie Loboda

Genre: Drama



Ein traumatisches Ereignis in der Kindheit der Schwestern Sophie, Céline und Anne wirft seine mächtigen Schatten voraus. Das Leben der drei erwachsenen Frauen ist geprägt von Misstrauen, Zweifel, Angst und Schmerz. Sophie hegt den dringenden Verdacht, ihr Ehemann könne sie betrügen. Anne hat eine unglückliche Affäre mit einem verheirateten Professor. Und Céline ist gar nicht erst fähig, eine Beziehung einzugehen. Stattdessen kümmert sie sich aufopfernd um die an den Rollstuhl gefesselte vergrämte Mutter. Als wie aus dem Nichts ein geheimnisvoller junger Mann auftaucht, werden die Schwester mit einer bitteren Wahrheit konfrontiert. Jetzt müssen sie sich ihrer Vergangenheit stellen...


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8martin

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21.11.13 - 18:31
Vier starke Frauen aus zwei Generationen werden verlassen bzw. verlassen ihren Partner selber oder trennen sich gewaltsam von ihm. Das Leben ist die Hölle für sie. Außerdem sind sie auch noch aus ihren Kindertagen traumatisiert. Ihre charakterliche Spannbreite reicht von selbstbewusst bis hörig.
Wie Vater (Miki Manojlovic) und Mutter (Carole Bouquet) ins Bild passen und welches Schicksal sie teilen wird intelligent und eindrucksvoll erzählt. Dabei gibt es mindestens drei herausragende Superszenen: eine, die mit Verwechslungsmechanismen aus Unkenntnis heraus spielt (hier ist Jacques Perrin und Marie Gillain beteiligt) und die andere, die den Zwiespalt zwischen höriger Liebe und Zurückweisung im Wechselspiel beinhaltet (das geschieht zwischen Emmanuelle Béart und Jacques Gamblin). Die dritte ist die Heimkehr des Vaters aus dem Gefängnis. Hier geht es recht handfest zu.
Wie durch das Drehen eines Kaleidoskops (das auch wirklich eingeblendet wird) taumeln die Ladys auf einander zu. Dabei werden immer weitere Details bekannt, wie die vier zusammenpassen. Symbolische Bilder wie die sich aus dem Wasserglas befreiende Biene oder der bedeutungsschwangere Inhalt der klassischen Medea sind hilfreich, tun der Spannung aber keinen Abbruch, denn es gibt neben überraschenden Wendungen auch noch nette Szenen. So z. B. der mehrfache Ansatz des Fahrkartenkontrolleurs, der im Zug nicht zum Zug kommt, weil die Reisende immer schläft.
Dabei bringt erst ein abschließendes Treffen die Auflösung. So bleibt es bis zum Ende spannend, was zuvor in stilvolle Bildkompositionen verpackt worden war.

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