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Paranormal Activity: Die Gezeichneten

DEINE MEINUNG?


2014

Genre: Horror, Thriller

Spieldauer: ~ 81 Minuten

Regie: Christopher Landon

Cast: Katie Featherston, Brian Steele, Eddie J. Fernandez, Micah Sloat, Renee Victor, Jorge Diaz, Richard Cabral, Catherine Toribio, Noemi Gonzalez, Chloe Csengery, Andrew Jacobs, Molly Ephraim, Meredith Eaton, Karolin Luna, Gabrielle Walsh

Kurzbeschreibung: Jesse lebt mit seiner Familie in Oxnard, am nördlichen Ende des San Fernando Valley, 100 Kilometer von Los Angeles entfernt. Eines Morgens entdeckt er Bisswunden an seinem Arm, die er sich nicht erklären kann. Fortan geschieht Merkwürdiges: Als Gangmitglieder Jesse angreifen, schleudert dieser sie durch die Luft. Zunächst genießt Jesse diese Kräfte, doch entwickelt er sich zur Besorgnis seiner Clique langsam zum unkontrollierbaren Gewalttäter. Seine Freundin sieht im Suizid des Nachbarjungen eine Parallele. Bei beiden wirkt etwas Dämonisches.


Filmkommentare (1)


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MarcosFilmblog
08.04.14 - 20:19
Jesse (Andrew Jacobs) und sein bester Buddy Hector (Jorge Diaz) sind unzertrennlich. Nach der High-School ist für die beiden erst einmal eine menge Blödsinn und Party angesagt. Bei ihren Aktionen gerät die kauzige, alte Anna (Gloria Sandoval), die unter Jesse wohnt, in das Visier der Teenager. Anna hat kaum Bekannte und ist in der Nachbarschaft als Hexe, die sich der schwarzen Magie widmet, verschrien. Nachdem die zwei Chaoten ihren Schabernack mit der undurchsichtigen Zeitgenossen getrieben haben, wird sie ermordet aufgefunden. Jesse sieht Oscar ( Carlos Pratts), den er als Musterschüler aus seiner Schulzeit kennt, vom Tatort fliehen, allerdings verschweigt er der Polizei seine Beobachtung. Jesse und Arturo unternehmen einige Ausflüge an den Ort des Verbrechens und machen einige grausame Entdeckungen, die besonders an Jesse nicht spurlos vorbeizugehen scheinen. Er verändert sich…

“Paranormal Activity: Die Gezeichneten” ist in Anführungszeichen nur ein Nebenkapitel der Hauptstory, das uns die Wartezeit auf den fünften Teil des Erfolgshorrorfranchises, der im Herbst in Deutschland anläuft, verkürzen soll. So wundert es nicht, dass unzählige neue Fragen aufkommen, die unbeantwortet im Raum stehen bleiben. Wer also etwas gegen solch eine Art des Storytellings einzuwenden hat, sollte sich das Lösen eines Kinotickets sparen. Diese Einstellung sollte allerdings auf die wenigsten Fans der Reihe zutreffen, da dies ja nichts neues im Universum des Paranormalen ist, aber in diesem Ableger ist das Drehbuch vergleichbar mit einer Rechenaufgabe, bei der zwar die Lösung auf dem Papier steht, aber der Rechenweg einfach mal gekonnt ausgelassen wurde. Christopher B. Landon, der bereits für die anderen Fortsetzungen das Drehbuch verfasst hat, übernimmt hier die Regie und kann einige erfrischende Einfälle beisteuern. Mit seiner insgesamt sehr humorvollen Art, die selbst in den Schockszenen nicht verloren geht, kann seiner Arbeit super als Partyfilm zum Einsatz kommen, der beim gemeinsamen Betrachten für sehr viel Spaß sorgen kann. Diesmal werden auch keine Kameras auf dem Anwesen, die die Geschehnisse, die den Leidenden zu schaffen machen, aufzeichnen und authentisch an das Kinopublikum weitergeben, eingesetzt, sondern die Jugendlichen nutzen ausgiebig ein Geschenk, das Jesse für seinen bestandenen Abschluss erhalten hat. Die Videokamera scheint wie festgewachsen an den Händen der Protagonisten, weswegen man den Film in die Kategorie “Found-Footage” einordnen kann. Allerdings in dieser Aspekt nicht so ausgeprägt, wie es in früheren Ausgaben der Fall war. Überhaupt geht der Spuk eher von Jesse und Oscar aus, die eine Veränderung, deren Ursprünge von Anna, die in einen Hexenorden verwickelt zu sein scheint, ausgehen, durchmachen. Das geisterhafte ist begleitet Jesse hierbei bei seiner Evolution. Die Schocker sind nach altbekanntem Muster gestrickt, aber immer noch effektiv, da man wie gebannt die Leinwand nach einer Bewegung, die ein Dämon oder ein anderes Wesen verursacht haben könnte, absucht und förmlich auf den befreienden Moment wartet. Die Wartezeit ist durchaus lange, da Christopher Landon oft bis zum letzten Moment wartet, um sein Publikum ins Zucken und Aufschreien zu versetzten. Ein wenig Abwechslung wäre hier doch wünschenswert gewesen. Natürlich darf der Cameo von Stammikone Katie nicht fehlen und auch ein paar andere Figuren geben sich die Ehre. Das größte Problem des Horrortrips ist das Ende, das viel zu langestreckt daherkommt und deswegen einiges an Wirkung verliert. Christopher baut extrem viel auf und das Ergebnis verpufft einfach so im altbekannten Muster, ohne dem Zuschauer nachhaltig zu beschäftigen.

Fazit: “Paranormal Activity: Die Gezeichneten” ist ein solider Genrebeitrag mit sympathischen Figuren und ist vergnüglicher, als man im Voraus hätte erwarten können. Irgendwann sollte man aber doch einmal Klarheit in die Ereignisse bringen und da der Film nur ein Spinn-Off der Hauptstory ist, werden wir wohl nie über die Ereignisse aufgeklärt. Jesse und Arturo werden euch auf alle Fälle Spaß bereiten und gruseln kann man sich auch an einigen Passagen. Das Ergebnis ist aber doch deutlich zufriedenstellender, als man sich vorher hätte denken können.

Bewertung: 6/10
Genre: Horror
FSK: Ab 16 Jahren
Laufzeit: 84 Minuten

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