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Zwei rechnen ab
85.5/100

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Zwei rechnen ab

FILM • 1957 • 2 Std. 2 Min.


Regie: John Sturges

Darsteller/-innen: Dennis Hopper, DeForest Kelley, John Hudson, Kirk Douglas, Whit Bissell, Ted de Corsia, Burt Lancaster, Earl Holliman, Jo Van Fleet, John Ireland, Frank Faylen, Lyle Bettger, George Mathews, Rhonda Fleming, Martin Milner

Genre: Western



Doc Holliday ist ein ehemaliger Zahnarzt, der vom Kartenspiel lebt. In Notwehr hat er beim Spielen einen Kontrahenten getötet. In letzter Minute rettet ihn Marshall Wyatt Earp vor der Lynchjustiz einer wütenden Meute. Als Docs Lebensretter Jahre später Hilfe im Kampf gegen die berüchtigte Clanton-Bande benötigt, ist Doc Holliday sofort dazu bereit, zumal er gerade schrecklichen Streit mit seiner Freundin hat. Im ganzen Land sind Überfälle und Mord an der Tagesordnung, so daß die beiden Männer nicht viel Zeit haben, um das Versteck der Clantons zu finden...


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8martin

8martin


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23.09.19 - 18:30
Der deutsche Titel trifft den Inhalt des Films wie offenes Feuer unter Wasser. Dabei hat John Sturges seinen typischen 50er Jahre Western doch Schießerei am OK Pferch genannt. Das wird wenigstens im Titelsong mehrmals lauthals erwähnt. Die historisch verbürgte Ballerei zeigen uns zwei Landwandikonen, die auch noch historisch belegte Figuren aus dem Wilden Westen darstellen: Burt Lancaster ist Wyatt Earp und Kirk Douglas Doc Holliday. Zwischen beiden steht Laura (Rhonda Fleming), die eigentlich mehr zu Wyatt gehört, aber wegen einer Familiengeschichte von ihm versetzt wird. So gibt es keine Happy End (möglicherweise eins in ferner Zukunft). Der Doc hat eine Beziehung zu Kate (Jo van Fleet, die schon in Jenseits von Eden ihren Einstand als böse Mutter von James Dean hatte).
Lange Zeit kommt der Plot etwas planlos und zäh daher, während Wyatt und Holliday sich umkreisen. Der gesetzestreue Wyatt und der kranke Säufer.
Am Ende kommt es dann doch zum versprochenen Showdown, wo die beiden Helden mit der Clayton Bande abrechnen. Dem geht eine lange wort- und sprachlose Stille voraus.
Der Vordergrund ist spannend und bedient alle Optionen eines Westerns, und der Hintergrund schildert die menschliche Tragik. (Liebe futsch, Gesundheit futsch, in Tombstone gehen die Lichter aus). Ein symbolisches Beispiel ist der kurze Auftritt von Dennis Hopper als Billy Clayton, der versucht ein echter Mann zu werden und tödliches Lehrgeld zahlen muss. Als Appetithäppchen zeigt uns Lee van Cleef am Anfang wie man einen Gegner kalt abserviert. Nur abgerechnet wird hier überhaupt nicht, in diesem spannenden Western Klassiker mit Tiefgang.

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kurenschaub

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27.02.14 - 09:27
Wenn "mein großer Freund Shane" der wichtigste mythologische Western der fünfziger Jahre ist und "High Noon" der große soziologische Western der Dekade, so ist " Gunfight at the OK Corral" der Superwestern des traditionellen Stils dieser Zeit. (Allen Elyes - Films & Filming).
Als Film, der mit mühelos beherrschter Kunst zur Perfektion der Tradition gelangt, hat er die seither verstrichenenen Zeiten besser überstanden als die Filme, welche forciert um Neuerungen bemüht waren.
Die Kamera behält den Überblick wenn die Cowboys zum OK Corral gehen. Ein so ein Gunfight ist alles andere als just Fun. Ike Clanton bekommt fast den halben Head wegpoliert.
Wir erleben hier eine große Geschichte in der Tradition einer großen Geschichte mit all diesen berühmt geworden Figuren wie Wyatt Earp (Burt Lancester) Doc Holliday (Kirk Douglas) und Laura Denbow( Rhonda Fleming ).
Von John Sturges glänzend inszeniert, und von wirklich allen Darstellern perfekt ausgeführt, ohne Realismus, Authentizität und Aussage, aber ein gewaltiger Westerner um eine berühmte Sache, dass ist "The Gunfight at the OK Corral" - und so messerscharf wie eine Rasierklinge.ist er auch.

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