1 Kommentar

The Invisible Woman

DEINE MEINUNG?


2013

Genre: Biographie, Drama, Romanze

Spieldauer: ~ 111 Minuten

Regie: Ralph Fiennes

Cast: Ralph Fiennes, Kristin Scott Thomas, Felicity Jones, Tom Burke, Perdita Weeks, Richard McCabe, Michael Marcus, John Kavanagh, Tom Attwood, Mark Dexter, David Collings, Susanna Hislop, Tommy Curson-Smith, Gabriel Vick, Joseph Paxton

Kurzbeschreibung: Nelly (Felicity Jones) wird von Erinnerungen aus der Vergangenheit heimgesucht. Sie entführen uns in die Zeit ihrer bewegten, stets gefährdeten Beziehung zu Charles Dickens (Ralph Fiennes). Dickens – berühmt, beherrschend und erfolgsverliebt – entwickelt leidenschaftliche Gefühle für seine neue Muse Nelly, doch der Preis ist hoch: die Geheimhaltung ihrer Beziehung und für Nelly ein Leben als „unsichtbare” Frau.


Filmkommentare (1)


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8martin
05.05.14 - 10:15
Die Atmosphäre stimmt, die Story ist recht wahrheitsgetreu verfilmt, nicht jeder wird sie mögen. Aber so war das damals im 19. Jahrhundert. Es wurde darüber getuschelt, dass der ‘Gott‘ unter den Romanciers, Charles Dickens, (Ralph Fiennes) eine Geliebte hatte, die seine Tochter hätte sein können. Nelly (Felicity Jones) fast noch ein Mädchen, ist keineswegs nach dem Geschmack der emanzipierten Frau von heute. Ihre Aufgabe war es den großen Dichter anzuhimmeln, bei Gefühlsausbrüchen ein Tränchen zu vergießen und ansonsten ein Schattendasein zu führen, unbemerkt von der gesellschaftlichen Umgebung. Und außerdem war Dickens ja auch noch verheiratet und mehrfacher Vater. Warum hat Fiennes das so gemacht? Er geht mit Inbrunst ans Werk. Lange, beunruhigende Einstellungen, teilweise wortlos und ohne Musik. Dann bricht plötzlich ein musikalischer Tornado los und erschlägt fast die Bilder. Und der Schnitt teilt das ganze so ein, das keine Larmoyanz aufkommen kann. Am Ende ist der große Dichter einfach weg, Nelly erzählt es dem Pfarrer. Schluss, Aus, Amen.
Fiennes bleibt konsequent altmodisch, dabei setzt er Nelly ausnehmend gut ins Bild. Die Kamera streichelt ihre Pfirsichhaut, verharrt immer wieder, man genießt den Anblick und vergisst die Problematik. Die gerät nur etwas weniger in den Fokus. Dickens war zerrissen zwischen persönlicher Zuneigung und öffentlichem Ruhm, zwischen Spontaneität und Pflichtgefühl. Er trank aus dem Jungbrunnen so lang es ging. Und es ist ihm wohlbekommen. Eine späte Aufklärung über das ‘unsichtbare‘ Privatleben des großen Engländers.

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