3 Kommentare

Lucy

DEINE MEINUNG?


2014

Genre: Action, Sci-Fi

Spieldauer: ~ 89 Minuten

Regie: Luc Besson

Cast: Morgan J. Freeman, Scarlett Johansson, Min-sik Choi, Analeigh Tipton, Pilou Asbæk, Julian Rhind-Tutt, Amr Waked, Loic Brabant, Jan Oliver Schroeder, Nicolas Phongpheth, Bertrand Quoniam, Pierre Poirot, Pierre Grammont, Pascal Loison, Luca Angeletti

Kurzbeschreibung: Während eines Party-Urlaubs in Taipeh gerät US-Studentin Lucy (Scarlett Johansson) in die Fänge des mysteriösen Mr. Chang. Für ihn soll sie eine neuartige Droge nach Europa schmuggeln, die ihr gewaltsam in den Bauch implantiert wird. Als sie sich wehrt, gelangt die gefährliche Substanz in ihren Blutkreislauf und Lucy entwickelt übermenschliche Fähigkeiten. Mit Hilfe des renommierten Hirnforschers Professor Samuel Norman (Morgan Freeman) versucht sie herauszufinden, was mit ihr passiert. Unerbittlich von der Drogenmafia gejagt, mutiert Lucy zu einer Kämpferin jenseits menschlicher Vorstellungskraft.


Filmkommentare (3)


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kurenschaub
21.11.16 - 11:16
"Vor einer Milliarde Jahren wurde uns das Leben geschenkt - macht was draus"! Schlusssatz von Lucy und recht hat sie in diesem Fall. Überbordende Action, unfassbare Tricks und tolle Regie des grenzgenialen Luc Besson. Leider bleibt die Story völlig auf der Strecke - da ist keine Substanz vorhanden. Scarlett spielt klasse - abgeschminkt wäre sie allerdings kein heißer Feger - aber ihre grenzdebiler Gesichtsausdruck ist in vielen Einstellungen dieses fetzigen und optisch berauschenden Kinoabenteuers sehr hilfreich.
Der Film wurde, als er in die Kinos kam, massiv beworben und war wochenlang bei den Fans in aller Munde. Der absolute Hammer ist dieser allerdings nicht, dazu kann er mit seiner auf Schwachfüßen stehenden Handlung zu wenig punkten. Wer sich aber einfach nur unbeschwert und ohne Nachdenkpause unterhalten will - hat hier einen sensationellen Powermovie an Land gezogen.

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MarcosFilmblog
28.08.14 - 22:23
Lucy (Scarlett Johansson) ist eine feierwütige Studentin, die in der taiwanischen Stadt Taipei lebt. Bei einer wilden Clubnacht lernt sie den zwielichtigen Richard (Pilou Asbaek) kennen. Sein Geld verdient Richard mit fragwürdigen Botengängen. Für den neuesten Job soll Lucy einen Metallkoffer an den reichen Mr. Jang übergeben. Die Übergabe endet mit der Erschießung Richards und der Gefangennahme der verängstigten Lucy. Um am Leben zu bleiben, muss sie die neuartige chemische Droge CPH-4 aus dem Land schmuggeln. Ihr und drei weiteren glücklichen, unfreiwilligen Mitarbeitern wird jeweils ein Plastikbeutel, der mit den blauen Kristallen gefüllt ist, in die Bauchgegend operiert. Ein paar Mitarbeiter des Drogenbosses bevorzugen es aber Lucy noch ein bisschen für sich zu behalten. Sie wird aufgrund ihres Widerstandes von ihren Entführern verprügelt, wodurch ein großer Teil ihrer Fracht direkt in den Blutkreislauf der Kurierin gelangt. Die Wirkungen sind erstaunlich! Lucys Sinne werden auf das Extremste geschärft und ihre kognitiven Fähigkeiten gewinnen immer mehr an Qualität. Bald erkennt sie, dass sie anscheinend ein Beispiel für die Theorien des renommierten Wissenschaftlers Norman (Morgan Freeman) ist. Nach einem Rachefeldzug gegen ihre Peiniger nimmt sie Kontakt mit dem Professor auf, jedoch heftet sich Jang, der die Begegnung mit seiner abtrünnigen Botin überlebt hat, mit einem Großaufgebot an Männern an die Fersen von Lucy…

“Lucy” könnte man als das weibliche Gegenstück zu Jason Stathams adrenalingeladenen Odysee in “Crank” und dessen Nachfolger “Crank 2-High Voltage betrachten. Eine Protagonistin, die Stoff braucht, um am Leben zu bleiben, viele Asiaten, einen blutigen Abstecher in ein Krankenhaus und irgendwann kriegt man vor lauter Staunen den Mund nicht mehr zu. Häufig ist das aber nicht nur im positiven Sinne zu verstehen. Spätestens, wenn Lucy die magische hundert Prozentmarke erreicht, fragt man sich im Kinosessel, ob man das Gezeigte wirklich gerade mit eigenen Augen gesehen hat und ob Regisseur Luc Besson doch lieber mal ein bisschen auf dem Teppich geblieben wäre, um das interessante Grundkonzept seines Science-Fiction-Filmes mit mehr Substanz zu füllen. Wenn in die Übergabe des Metallkoffers eine Jagd von afrikanischen Raubkatzen auf Antilopen montiert ist, ist das mit Sicherheit ein interessanter Weg, um deutlich zu machen, dass Lucy geradewegs in eine Falle gerät, aber leider nimmt es der Szene auch deutlich an Rhythmus und sorgt bei weiten Teilen des Publikums für Irritation. Irgendwie ist es aber doch erfrischend zu sehen, dass hier Mut zu neuen Wegen der Spannungserzeugung betrieben wird. Loben muss man besonders in der ersten Hälfte die Kameraarbeit von Thierry Arbogast, der zusammen mit Regisseur Besson ein eingespieltes Team bildet. Jump Cuts und kreisende Kamerafahrten kommen übrigens zum Einsatz, was den Reigen an Seltenheiten, der Detailliebhaber der visuellen Gestaltung erfreuen sollte, weiter fortführt. Ein weiterer Aspekt, der dem Film zugutegehalten werden muss, ist seine Kurzweiligkeit. Das mag natürlich auch an der knackigen Laufzeit von 89 Minuten liegen, aber trotzdem wird der Plot geradlinig bis zum Ende vorangetrieben und es kommt selten Langeweile auf. Hauptdarstellerin Scarlett Johansson schafft es die verletzliche Seite ihrer Figur und die Entwicklung zur emotionslosen Allwissenden authentisch zu verkörpern und ist ein Grund zumindest bei der Veröffentlichung für den Heimkinomarkt einen Blick auf die Abenteuer ihrer Rolle zu werfen. Morgan Freeman darf mit seinem Charisma wissenschaftliche Vorträge halten, die sich in Banalitäten verlaufen, aber das liegt am oberflächlichen Drehbuch und nicht am routinierten Altmeister. Banal sind auch die Erklärungen, warum Lucy über diese Fähigkeiten verfügt, es liegt eben daran, dass sie auf viel mehr neuronale Areale zugreifen kann als der Rest der Weltbevölkerung und das nur, weil sie so high ist und deswegen die Gedanken und Handlungen andere Leute kontrollieren kann. Telekinetische Kräfte runden das Rauscherlebnis ab. So sieht Drogenprävention im 21. Jahrhundert aus. Nett anzusehen sind ohne Zweifel die Actionsequenzen, in denen Lucy ihre Kräfte an unterlegenen Gegnern auslassen kann, da verpufft das Argument der fehlenden Hintergründe im Nichts, sowie CPH-4 im Körper der Protagonistin, in der wir dank Animationen im CSI-Miami-Stil einen Blick werfen können. Welcher Mann wollte das bei dieser Hauptdarstellerin nicht?

Fazit: Kurzweiliges Science-Fiction-Experiment, das sich spätestens mit dem völlig überdrehten Abschluss letztendlich doch trotz einiger kreativen Einfälle, die der flapsige Umgang mit der Thematik ermöglicht, mit dem Durchschnitt zufriedengeben muss. Wer auf die Gesetze eines durchdachten Drehbuches hofft, spart sich den Film am besten komplett.

Bewertung: 6/10
Genre: Science-Fiction-Film
FSK: Ab 12 Jahren
Laufzeit: 89 Minuten

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8martin
18.08.14 - 12:00
Eine Mischung aus knallharter Action, die man so der Hauptdarstellerin Scarlett Johansson gar nicht zugetraut hätte und einer netten Grundidee aus der Science Fiction Schublade. Hier trifft sich Lucy mit dem Vertreter der Wissenschaft Morgan Freeman.
Jeder weiß, dass wir nur einen kleinen Prozentsatz unseres Gehirns nutzen. Man sieht, wie weit wir es damit vom Affen bis zur Weltraumtechnik gebracht haben. Bebilderte Humanentwicklung mit Parallelen aus Tierwelt und Kunst (Assoziation zur Erschaffung Adams) verdeutlichen das. Die Evolution im Schnelldurchlauf.
Die etwa 10% werden hier weitergedacht bis zu 100%. Dies ist aber nur mittels einer speziellen Superdroge möglich. Optisch effektvoll umgesetzt: man sieht, Gedanken, die wie eine amorphe Masse den Rechner überwuchern bis am Ende der Mensch (Johansson) verschwindet und nur als Gedanke existiert in Form von einem USB Stick. Dabei ist die Zeit die einzige Konstante. Neben diesem Aspekt gibt es natürlich wieder die böse Mafia, diesmal aus Korea, mit viel Blutvergießen und Brutalitäten bis zum Abwinken. Die Mafia ist hinter der Droge her und killt und quält was das Zeug hält.
Dem Publikum hat’s gefallen. Da wurde bei jeder Massenballerei gejubelt wenn z.B. die Gangster wie hilflose Käfer an der Decke hingen, weil sie durch die Kraft von Lucys Gedanken aus dem Weg geräumt werden. Dabei kracht es, dass der Boden vibriert und das Trommelfell bis an die Schmerzgrenze malträtiert wird.
Es wird in diesem Ein-Frau-Film die Schwelle von der reinen Action teilweise zum Klamauk überschritten und die Killerei zum Volksfest. Unterhaltung ist wenn es laut kracht und blitzt.

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