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The Homesman
84.0/100

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The Homesman

FILM • 2014 • 2 Std. 2 Min.


Regie: Tommy Lee Jones

Darsteller/-innen: Hilary Swank, Miranda Otto, William Fichtner, Barry Corbin, Tim Blake Nelson, Evan Jones, Tommy Lee Jones, James Spader, Caroline Lagerfelt, Jesse Plemons, John Lithgow, Jo Harvey Allen, Sonja Richter, David Dencik, Grace Gummer

Genre: Drama, Western




Copyright: Universum Film GmbH

Nebraska, Mitte des 19. Jahrhunderts. Mary Bee Cuddy (Hilary Swank) lebt gottesfürchtig und allein in einer kleinen Grenzstadt in den endlosen Weiten des Wilden Westens. Der Kampf gegen die unerbittliche Natur und die Einsamkeit ist für die Frauen der Pioniere hart. Als die drei Farmersfrauen Arabella (Grace Gummer), Theoline (Miranda Otto) und Gro (Sonja Richter) aus unterschiedlichen Gründen den Verstand verlieren, beauftragt die ärmliche Gemeinde Mary, die drei Frauen zurück in die Zivilisation im Osten zu begleiten, wo sich eine Methodistengemeinde um sie kümmern kann. Gleich zu Beginn ihrer Reise trifft sie auf den Gesetzlosen Briggs (Tommy Lee Jones), dem sie das Leben rettet und gegen Geld das Versprechen abnimmt, sie den kompletten Weg zu begleiten und zu beschützen. Auf dem entbehrungsreichen Treck gen Osten trotzen sie Stürmen und lebensgefährlichen Begegnungen mit Siedlern und Indianern und beginnen langsam sich einander anzunähern. Obwohl Briggs Mary davon überzeugen will, dass er ein bindungsloser, schlechter Mensch ist, sprechen seine Taten eine andere Sprache. Als Mary ihm schließlich die Ehe anbietet, muss er eine folgenschwere Entscheidung treffen…


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8martin

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28.01.15 - 11:27
Der Mann, der die Frauen wieder nach Hause begleitet; so die Titelfigur. Und die hat Raubein Tommy Lee Jones gleich selber übernommen. T.L.J. spielt das großartig. Zum Teil knallhart, aber auch sehr gefühlvoll. Die drei Frauen (Grace Gummer, Sonja Richter und Miranda Otto) sind ebenso ganz große Klasse. Sie verdeutlichen wie das erlittene Leid im Wahnsinn enden kann. Man kann das förmlich spüren. Das sind ausdrucksstarke Psycho-Rollen, zu denen Hilary Swank als Mary Bee Cuddy, eine sehr fromme Methodistin, hervorragend passt. Der von ihr erzwungene Beischlaf und ihr Ende sind zwei des sonst an Höhepunkten keineswegs armen Films. Diese vier Frauen tragen den Film und geben T.L.J. (alias George Briggs) Gelegenheit sein ganzes schauspielerisches Potential voll auszuspielen. Da wäre noch seine Racheaktion am Hotel ‘Lonsome‘ zu nennen. Hier kommt der Gerechtigkeitssinn voll auf seine Kosten. George Briggs verabschiedet sich von seiner anfänglichen Geldgier und übernimmt Verantwortung, er durchläuft eine Entwicklung vom Gauner zum Helden. Deshalb ist das Entscheidende an diesem Film, dass man sich von der Zuschauerperspektive, die wir kennen und die uns bisher so an den Western gefesselt hat, verabschieden müssen, denn eigentlich ist hier alles anders. Dazu gehört vor allem die Schilderung der zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen Briggs und Cuddy. Wäre noch die hervorragende Kameraarbeit von Rodrigo Prieto zu nennen, dem es gelingt, die Weite der Landschaft mit ihrer feindseligen Trostlosigkeit, zum sechsten Hauptdarsteller zu machen. Eine Weiterentwicklung des Westerns, ein wahrer Gewinn.

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