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Die Entdeckung der Unendlichkeit
82.8/100

13 Bewertungen

Die Entdeckung der Unendlichkeit

FILM • 2014 • 2 Std. 3 Min.


Regie: James Marsh

Darsteller/-innen: David Thewlis, Emily Watson, Simon McBurney, Eddie Redmayne, Harry Lloyd, Thomas Morrison, Felicity Jones, Michael Marcus, Tom Prior, Sophie Perry, Finlay Wright-Stephens, Alice Orr-Ewing, Gruffudd Glyn, Paul Longley, Guy Oliver-Watts

Genre: Biographie, Drama, Romanze



Das Drehbuch basiert auf Jane Hawkings Memoiren Die Liebe hat elf Dimensionen: Mein Leben mit Stephen Hawking, die das gemeinsame Leben des ehemaligen Ehepaars schildern: Das Schicksal des genialen Physikstudenten Stephen schien besiegelt, als der 21-Jährige mit einer tödlichen Krankheit diagnostiziert und ihm eine Lebenserwartung von zwei Jahren gegeben wurde. Doch die Liebe zu seiner Cambridge-Kommilitonin Jane Wilde gab ihm neuen Lebensmut – die beiden heirateten, bekamen drei Kinder und bald nannte man ihn Einsteins legitimen Nachfolger. In dem Maße, wie Stephens Körper durch seine Krankheit geschwächt wurde, schwang sich sein Geist zu immer neuen Höhenflügen auf. Doch sein Schicksal erwies sich auch für die Ehe mit Jane als dramatische Zerreißprobe, die beider Leben nachhaltig veränderte.



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kurenschaub

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16.03.18 - 12:36
Stephen Hawking ist nicht mehr unter uns. Dieser grandiose Film setzte ihm schon zu Lebzeiten ein würdiges Denkmal, blickte tief in sein privates Leben und in seinen Leidensweg. Wer ganz große Gefühle ohne triefenden Kitsch mag, ist hier richtig.
Unheimlich gut ist die Darstellung von Paradeschauspieler Eddie Redmayne, der derart authentisch in die Figur des Genies Hawking schlüpft, man zweifelt keine Minute daran, das hier der echte Hawking im Bild ist.
Dafür gab es 2015 den wohlverdienten Oscar, zusätzlich wurde er auch noch mit jeder Menge anderer Preise für die derartige Glanzleistung überschüttet. Filicity Jones als Hawking`s erste Ehefrau war auch echte Extraklasse, leider wurde ihr ein Oscar verwehrt.
Ein faszinierende Romantik Drama mit einfühlsamer Note und starkem rundum Ensemble. Sehenswert , traurig und beeindruckend .

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just

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just
26.01.16 - 17:10
der Film ist super

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bones

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23.05.15 - 11:15
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich persönlich mit Eddie Redmayne immer nicht so viel anfangen konnte, obwohl er zweifellos ein grandioser Schauspieler ist. Bisher ist er mir nur als Jack Jackson in "Die Säulen der Erde" in Erinnerung geblieben, in der einfach die emotionalsten Momente des Films spielt, doch nach "Die Entdeckung der Unendlichkeit" hat sich das jetzt geändert, denn seine Leistung hier ist absolut meisterhaft und völlig zurecht den Oscar gewonnen hat.
Redmayne verkörpert hier Stephen Hawking mit einer unglaublichen Natürlichkeit, ist glaubhaft in jeder Minute und überzeugt dann noch in vielen Momenten mit tollem Humor. Handwerklich ist der Film auch überaus ordentlich gemacht, wobei auch der Soundtrack sehr gelungen ist, der aber in meinen Augen jetzt auch nicht so außergewöhnlich ist.
Bei der Optik muss ich jedoch sagen, dass der Film mit seiner Farbgebung, der Ausleuchtung und der Atmosphäre fast schon ein wenig zu übertrieben kitschig und teils beinahe märchenhaft wirkt, was hier nicht hätte sein müssen und dann manchmal auch nicht zur Thematik passt. Inhaltlich ist "Die Entdeckung der Unendlichkeit" stark geschrieben, hat tolle Dialoge und man erfährt viel über die Hintergründe dieses Mannes bzw. dessen Forschung, die hier aber auch nicht so sehr in den Vordergrund tritt. Nichts desto Trotz muss ich aber auch hier sagen, dass der Film in den 2 Stunden doch den ein oder anderen (leider letzteres mehr) Durchhänger hat, denn es gibt einige Szenen, in denen der Film krampfhaft emotional wirken will, aber mich persönlich nicht wirklich berühren konnte.
Wirklich sehenswertes Biografie!

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MarcosFilmblog

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21
17.01.15 - 21:54
Der junge Stephen Hawking (Eddie Redmayne) promoviert gerade in Physik an der renommierten Cambridge Universität, als er auf einer Party die gläubige Sprachwissenschaftsstudentin Jane (Felicity Jones) kennenlernt. Zwischen beiden funkt es sofort und sie verlieben sich ineinander. Für Stephen könnte es nicht besser laufen. Er beschäftigt sich vor allem mit der Entstehung des Universums und der Zeit, wird von seinen Professoren in den Himmel gelobt – als er plötzlich auf dem Campus zusammenbricht. Die Diagnose: ALS und eine nur zweijährige Lebenserwartung. Der Student schottet sich von Jane ab, doch diese beharrt auf ihre Liebe. Das Paar heiratet, bekommt Kinder. Der mittlerweile im Rollstuhl sitzende Stephen wird immer mehr von seinen motorischen Fähigkeiten verlassen, trotzdem ist ein relativ normales Familienleben möglich. Jane fasst eines Tages den Entschluss, in den Kirchenchor zu gehen, wo sie den Chorleiter Jonathan (Charlie Cox) kennenlernt, einen Witwer, der fortan der Familie Hawking unter die Arme greift. Die Dreiecksbeziehung spitzt sich zu, Tränen fließen und Entschlüsse werden gefasst. Am Ende bleibt Stephen ein Wissenschaftsrockstar im Rollstuhl mit Robot-Stimme, der mit der Frau seines Lebens im Buckingham Palace von der Queen geehrt wird.

Dass Jane Hawkings Biografie „Die Liebe hat elf Dimensionen – Mein Leben mit Stephen Hawking” von den großen Studios der Filmindustrie nicht lange unbeachtet bleibt, ist keine Überraschung. Tragische Geschichten großer Helden stellen seit jeher ein gefundenes Fressen und einen Erfolgsgarant für Regisseure und Verleiher dar, denn genau das wollen die Leute sehen. Im Stil von „A Beautiful Mind” ist „The Theory of Everything” ein emotionales Spektakel, eine Liebesgeschichte, die von Tragik und Komik durchgezogen ist und die es einem schwer macht sie zu verurteilen. Wie soll man über eine konventionelle Erzählweise, stilistische Eintönigkeit und fahrlässige Maskenbildner meckern, wenn der Film diese in den Hintergrund stellt? Die wahre Kunst des Films ist nämlich das Schauspiel. Eddie Redmayne bewies sein Potential bereits in Filmen wie „Les Miserables” und „My Week With Marylin”, wo er als steter Sunnyboy in Erscheinung trat, den er mit der Darstellung Stephen Hawkings auf den Gipfel treibt. Der 33-jährige Brite gibt Hawking ein verschmitztes Lächeln und lässt ihn vor Lebensfreude sprühen, sodass Mitleid nur am Rande mitschwingen kann. Hawkings Krankheit wird nicht ausgebeutet oder bloßgestellt. Regisseur James Marsh lässt ihn Witze reißen, zeigen, dass hinter dem entstellten Körper ein wacher, junger und hochintelligenter Geist steht, der es geschafft hat, der Unendlichkeit einen Namen zu geben. Einblicke in Stephens Leid bekommt der Zuschauer nur in Form von Ausschnitten, zum Beispiel in kurzen Szenen, die mit subjektiver Kamera und Ton angereichert sind oder in einer Traumsequenz, in der die Fassade des Strahlemanns bröckelt.

Das Motiv des unendlichen Kreises, welches für das Schwarze Loch und Stephens Entdeckung steht, zieht sich durch den Film und wird an mehreren Stellen visualisiert. Die Unendlichkeit richtet sich allerdings nicht nur auf das Universum, natürlich wird das Motiv auch auf die Liebe projiziert. Janes Liebe zu Stephen sieht über dessen Krankheit hinweg. Eine zweijährige Lebenserwartung schreckt sie nicht ab, sie bleibt bei ihm, solange sie kann. Im ersten Drittel des Films ist Jane so voller Fürsorge und Zuversicht, dass man sich unweigerlich zu Fragen beginnt, ob Marsh hier eine glattgebügelte Wahrheit präsentiert – oder wie selbstreflexiv Mrs. Hawking selbst in ihrer Buchvorlage war. Ist ein Moment des Zweifels in Janes Situation nicht normal? Der Fokus liegt im zweiten Filmdrittel jedoch auf Stephens besserer Hälfte, die nun zu einer dem Genie gleichgestellten Protagonistin und zugleich zum fehlbaren Menschen wird.

Marshs Inszenierung setzt auf eine britische 60er Jahre Kulisse, verwaschene Farben und Studenten in blassen Anzügen, während er diese mit der aufblühenden Liebe der Hauptfiguren und des herzzerreißend schönen, symphonischen Soundtracks kontrastiert. Verwackelte Aufnahmen, die wie Erzeugnisse einer Super 8-Kamera aussehen, dokumentieren zwischendurch zeitraffend das Familienleben der Hawkings und brechen mit der Konvention der unauffälligen Kameraarbeit. Abgeschlossen wird der Film von einer Art rückwärtslaufender Rückblende, die die wichtigsten Ereignisse in Stephens Leben paraphrasiert. Es ist ein Leben, vor welchem man nur den Hut ziehen kann, ebenso wie vor Redmaynes Performance. Der Golden Globe für den besten Hauptdarsteller in der Vitrine des Briten wird sicherlich nicht lange allein bleiben.
•Bewertung: 6/10
•Genre: Biografisches Liebesdrama
•FSK: Ab 0 Jahren
•Laufzeit: 123 Minuten

Joana Müller

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