Valdez kommt
75.5/100

Valdez kommt

FILM • 1971 • 1 Std. 30 Min.


Regie: Edwin Sherin

Darsteller/-innen: Phil Brown, Barton Heyman, Hector Elizondo, Susan Clark, Richard Jordan, Ralph Brown, Frank Silvera, Burt Lancaster, Jon Cypher, Maria Montez, Lex Monson, Werner Hasselmann, Sylvia Poggioli, José García García, Juanita Penaloza

Genre: Western



Der Stadtpolizist Bob Valdez ist gezwungen, einen Schwarzen zu töten, den Frank Tanner des Mordes bezichtigt hat. Valdez bittet Tanner um finanzielle Unterstützung für die Frau des Ermordeten, wird aber verlacht und beinahe von den Männern Tanners getötet. Valdez, ehedem ausgebildet in der US-Kavallerie, erholt sich und beschließt zurückzuschlagen. Er verletzt einen der Männer von Tanner und schickt ihn mit einer Botschaft zurück: "Valdez kommt!"


Filmkommentare (2)


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8martin
24.02.19 - 17:25
Ein ungewöhnlicher Klassiker unter den Spätwestern, mit einem überzeugend agierenden Titelhelden: Burt Lancaster als Bob Valdez und einem zur Diskussion auffordernden, weil offenen – irgendwie fast unfertigen - Schluss. Ganz nebenbei geht es auch um den Sinn der Todesstrafe und um den Mut sich einem verwerflichen Befehl zu widersetzten.
Ein Farbiger wird aus Versehen von einem Postkutschenbegleitkommando erschossen, das von dem reichen Frank Tanner (Jon Cypher) angeführt wird. Der will seiner neuen Freundin Gay (Susan Clark) einen Gefallen tun und behauptet, der Getötete, der eine Squaw bei sich hat, sei der Mörder von Gays Mann gewesen. Valdez versucht für die Frau des Getöteten von den Anwesenden eine Spende einzusammeln. Tanner lehnt ab. Rassistische Sprüche und machohaftes Getue machen die Runde. Valdez wird gefoltert, kann fliehen, bis er Tanner eine Botschaft zukommen lässt: Originaltitel: ‘Valdez is Coming!‘
Die Details zu dem Mord, um den es hier geht, und wer genau ihn verübt hat, werden im Laufe des Films genannt. Valdez entführt Gay, die dann freiwillig bei ihm bleibt. Eine Verfolgungsjagd durch eine karge Landschaft führt zur finalen Konfrontation von Valdez und Tanner. Gay sagt sich von Tanner los. Soviel wird deutlich, aber von dem Duell zwischen den Kontrahenten sehen wir nichts. Nur so viel, dass Tanners Leute das Gewehr senken und dem Schießbefehl nicht nachkommen…Schüsse fallen aber…
Regisseur Edwin Sherin kommt vom Theater. Da nennt man solch ein Ende einen ‘dramatischen Schlussvorhang‘. Ein Auslöser für Gespräche…Mal was anderes.

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kurenschaub
20.10.14 - 13:01
Ein ordentlicher Western, mit dem guten Burt Lancaster als Valdez in der Titelrolle. Theaterregisseur Edwin Sherrin hatte hier Premiere mit seinem ersten Film und zeichnete darin das wahre Bild des wirklich alten Westens, durchaus einfach und unverblümt. Der Western hat eine solide Story zu bieten und
bringt das Aneinandertreffen von Rassen, Gesellschaftsschichten und Mentalitäten gut zur Geltung - Materialismus der Reichen trifft auf den Idealismus
der verfolgten Minoritäten, und so einer ist auch Valdez, der aber mit seinen Häschern fertig wird!

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