1 Kommentar

Vom Fliegen und anderen Träumen

DEINE MEINUNG?


1998

Genre: Komödie, Drama, Romanze

Spieldauer: ~ 101 Minuten

Regie: Paul Greengrass

Cast: Helena Bonham Carter, Ray Stevenson, Kenneth Branagh, Gemma Jones, Sue Jones-Davies, Holly Aird, Gwenyth Petty, Ruth Jones, Robert Blythe, Natasha Williams, Dilys Price, Aneirin Hughes, Jill James, Sian Naiomi

Kurzbeschreibung: Richard, ein erfolgloser Maler, steht vor dem Scherbenhaufen seiner Existenz. Nach einem waghalsigen Flugversuch von einem Dach wird er wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses zu 120 Stunden Sozialarbeit verurteilt - und trifft auf die todkranke, unkonventionelle Jane, die an den Rollstuhl gefesselt ist. Jane verbirgt genau wie Richard ihre Gefühle hinter Sarkasmus, doch spüren beide, dass jeder den Schlüssel zur Rettung des anderen in der Hand hat. Sie hat den Wunsch, vor ihrem Tod von ihrer Jungfräulichkeit befreit zu werden, und bei der Suche nach dem geeigneten Mann soll er ihr helfen. Ihre langsam wachsende Freundschaft wird dabei auf die Probe gestellt. Aber auch Richard hat einen Traum, zu dessen Umsetzung Jane ihn ermutigt: Er will seine selbstgebaute Flugmaschine zum Fliegen bringen...


Filmkommentare (1)


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8martin
29.11.14 - 17:58
Eine Tragikomödie mit einem Hang zum Märchenhaften. Unbestritten großartig sind die beiden Hauptdarsteller: Richard (Kenneth Branagh) und Jane (Helena Bonham Carter). Er spielt sich selber, sie bietet eine darstellerische Extraklasse: im Rollstuhl mit ALS im Endstadium, spastisch verkrampft mit Sprachproblemen. Aber auch die beiden Nebenrollen sind beeindruckend besetzt. Anne (Gemma Jones) spielt die aufopferungsvolle Mutterrolle recht gefühlvoll und Richards Freundin Julie (Holly-Wakingthedead-Aird) die undankbare Rolle seiner verschmähten Freundin.
Jane hat trotz ihrer Behinderung ganz normale Bedürfnisse einer jungen Frau und sie nimmt kein Blatt vor den Mund. Sie erklärt Richard die Welt: ‘Sex ist wichtiger als das Geld. Geld ist nur Mittel zum Zweck und Sex ist der Zweck.‘
Die Parallelschaltung von dem Versuch ihre Unschuld durch einen Callboy zu verlieren mit seinem Banküberfall lässt sogar noch etwas Spannung aufkommen. Der Ausgang beider Unternehmen ist allerdings vorhersehbar Richards Tränen ebenso wenig wie das Denkmal, das er aus dem schrottreifen Flieger auf dem Hügel für Jane errichtet. Die Doppelbedeutung des Wortes ‘Fliegen‘ erfüllt sich am Ende. Und zwar in jeder der beiden Richtungen: erst das eine, dann das andere. Das kann man nur ertragen, wenn man von den beiden Hauptdarstellern begeistert ist. So nimmt man ihnen auch den schmonzettenhaften Schluss ab. Vielleicht die einzige Lösung. Richard und Jane finden sie. Jeder für sich allein und beide gemeinsam. Na ja!?

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