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1 Kommentar

Summer of Sam

DEINE MEINUNG?


1999

Genre: Drama, Romanze, Thriller, Krimi

Spieldauer: ~ 136 Minuten

Regie: Spike Lee

Cast: Adrien Brody, John Leguizamo, Jennifer Esposito, Anthony LaPaglia, Mira Sorvino, Roger Guenveur Smith, Mike Starr, Michael Rispoli, Patti LuPone, Ben Gazzara, Saverio Guerra, Bebe Neuwirth, Brian Tarantina, Ken Garito, Al Palagonia

Kurzbeschreibung: Während der Hitzewelle des Sommers von 1977 versetzt eine Serie von bestialischen Morden die Stadt New York in Angst und Schrecken. Ein Killer, der sich "Son of Sam" nennt, treibt sein grausames Spiel mit Bewohnern und Polizei. Als ein Mafia-Boss ein hohes Kopfgeld auf den Killer aussetzt, macht sich Joey T. mit seiner Gang auf die Suche nach dem Mörder und dabei machen sie gnadenlos Jagd auf jeden, der ihnen verdächtig vorkommt...


Filmkommentare (1)


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8martin
25.06.15 - 13:02
Spike Lee zeigt wieder einmal ein Bild seiner Heimat: Brooklyn. Dass er sich auskennt, belegen die authentischen Figuren. In einer Atmosphäre, die geprägt ist von Gangs, Nutten, Tunten und Drogen, erzählt er schier unglaubliche Geschichten. Zeitgemäß riskieren die Jungs eine ganz schön lockere Lippe. Dass die Cops oft gemeinsame Sache mit der Unterwelt machen (hier vertreten durch ein Cameo von Ben Gazzara) ist nicht neu, dass sie aber einen Serienkiller fangen wollen, weil die ‘Bullen‘ dazu nicht in der Lage sind, überrascht schon.
In diese Ausgangssituation stell Lee zwei ganz unterschiedliche Pärchen: der Bandenchef Vinny (John Leguizamo), ein Machogockel, der alles bumst, was nicht bis drei zählen kann, kleinwüchsig, dominant und verheiratet. Offiziell liebt er Dionna (Mira Sorvino). Und der Punker Richie (Adrien Brody, hier mal mit gegelter Igelfrisur oder auch blondem Irokesenschnitt), ein eher ruhiger Typ, der Probleme mit seinem Stiefvater hat. Er freundet sich mit Ruby an (Jennifer Esposito). Die kommt zwar aus dem horizontalen Gewerbe, fällt hier aber weiter nicht auf. Vinny durchlebt einen religiös begründeten Sinneswandel mit fortan keuschem Lebensstil. Doch Dionna durchschaut ihn und geht. Richie ist anders als die Gang. Er macht Musik und nicht jeden Unfug mit. So eignet er sich idealerwiese als Prügelknabe in einer aufgeladenen Atmosphäre, die zusätzlich noch von einer Hitzewelle heimgesucht wird. Stromausfall, Plünderungen, Bürgerwehr: alle suchen den Son of Sam.
Höhepunkt dieser Entwicklung ist der sprechende Black Dog, der befiehlt ‘Töte!‘ So weit kann Hysterie gehen.
Am Ende werden durch eine gute Schnittfolge, viele Handlungsstränge parallel gezeigt. So entsteht ein abgerundetes Bild, nicht unbedingt ein vollständiges.
Sinatra singt ‘New York‘ und wir erfahren, dass Elvis 1977 gestorben ist. Sehenswert.

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