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1 Kommentar

Bunny and the Bull

DEINE MEINUNG?


2009

Genre: Komödie

Spieldauer: ~ 101 Minuten

Regie: Paul King

Cast: James Fox, Veronica Echegui, Richard Ayoade, Edward Hogg, Madeleine Worrall, Sylvia Syms, Julian Barratt, Simon Farnaby, Noel Fielding, Rich Fulcher, Stephen Foster-hunt, Gus Brown

Kurzbeschreibung: Stephen Turnbull hat seine Wohnung seit Monaten nicht mehr verlassen. Jede Aktivität - vom Zähneputzen bis zur Einnahme sämtlicher Mahlzeiten - erfolgt nach einem straffen, bis ins kleinste Detail durchorganisierten Ablaufplan. Nicht zu erwartende Störfälle wie eine Mäuseplage, die praktisch über Nacht sämtliche Vorräte aufgefressen hat, sind da nicht einkalkuliert. Völlig aus seiner Alltagsroutine gerissen ist er gezwungen, sich seiner größten Angst zu stellen und zwecks Nahrungsbeschaffung wieder in Kontakt mit der Außenwelt zu treten.Todesmutig bis an die Wohnungstür vorgedrungen, lässt die unmittelbar bevorstehende Konfrontation mit der Welt da draußen, längst verdrängte und vergessen geglaubte Erinnerungen in ihm hochkommen: Eine Reise durch Europa, die er vor langer Zeit mit seinem einzigen Freund Bunny (Simon Farnaby) unternommen hat. Kurios-beängstigende Landschaften, schmerzvolle Begegnungen und eine verlorene Liebe katapultieren den autistischen Nerd urplötzlich vom sicheren, heimischen Wohnzimmer mitten in eine Odyssee voller Gefahren und Abenteuer.


Filmkommentare (1)


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8martin
27.01.15 - 11:13
Diese Komödie ist tief schwarz, fürchterlich skurril und unglaublich anders. Dabei ist sie in Wort und Situation stets wahnsinnig witzig. Die Vielfalt der Gags ist abwechslungsreich und zielt immer auf die zwölf, das Makabre der Scherze kann nahtlos an die Monty Pythons anknüpfen.
Dabei sind die beiden Helden keine Dumpfbacken, nur ehrlich und wortgewandt. Und das Größte an der ganzen Sache ist, dass Bunny (Simon Farnaby) und sein Freund Steven (Edward Hogg) diese Reise durch Europa nur in Gedanken machen. Alle Figuren sind ein Produkt ihrer Einbildung. Das bieten sich Regisseur Paul King viele Möglichkeiten. Er kann die Erzählebenen wechseln: Trickfiguren in einer Schneekugel agieren lassen, Steven und Eloise auf einem riesigen Karussell aus Zahnrädchen fahren oder der Kuckuck kommt aus der Uhr raus und sagt ‘Hey Alter!‘. Stephen dreht sich im Bett rum, sein Laken ist eine Tür zu einer spanischen Fiesta oder nach einem Schnelldurchlauf taucht Steven ins Klo und kommt auf seinem Sofa wieder raus. Die Kulissen sind aus Pappe und gemalt, was einen eigenen Reiz bietet. Sogar unter Wasser geht was ab. Ihre Reisebegleiterin ist Eloisa (Veronika Echegui), bei der sich erst Bunny ‘die Eier leerpumpt’ ehe sich dann Steven in sie verliebt. Wenn sie sich verarscht fühlt fragt sie ganz unumwunden ‘Willst du mir ins Hirn ficken?‘ Der O-Ton enthält vielleicht noch krassere Jokes, aber z.B. ‘Pimmeltüte‘ für eine Kondom ist auch nicht schlecht. Ihr bisschen Bildung kratzen die zwei zusammen, wenn sie über die Schweiz und die Nazis philosophieren. Das ist so daneben, dass es schon wieder gut ist.
Einer der unvergesslichen Höhepunkte ist Bunnys Stierkampf.
Die abgefahrenste Komödie der letzten Jahre!

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