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3 Kommentare

Still Alice - Mein Leben ohne Gestern

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Filmkommentare (3)


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kurenschaub
28.05.17 - 17:40
Wow, da legst dich echt nieder, viel besser geht es wohl wirklich nicht. Das berührt immens, da lebt man total mit und ist begeistert von Julianne Moore die hier eine echte Glanzleistung abliefert. Ich habe diese Frau schon immer für unheimlich gut gehalten - hier hat sie aber mit ihrer Darstellkunst ihren bislang besten Film abgeliefert. Oscar und Golden Globe an diese große Mimin, darunter noch 32 weitere Auszeichnungen für " Still Alice - mein Leben ohne Gestern" - da fehlen mir irgendwie die Worte - sind aber auch keine mehr nötig.

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MarcosFilmblog
19.03.15 - 17:57
Auf Grundlage von Lisa Genovas gleichnamigem Roman drehten der gerade erst verstorbene Richard Glatzer und seine Ehefrau Wash Westmoreland das anrührende Drama über die Krankheit Alzheimer und bringen damit eine Art thematisches Pendant zu Til Schweigers Honig im Kopf in die Kinos. Die Kinocharts sprechen eine durchaus fragwürdige Sprache und machen Schweigers Film zu seinem bisher erfolgreichsten, während Still Alice in die deutschen Programmkinos und Großstädte abgeschoben wird.
Was tun, wenn einem essentielle Grundzüge der Persönlichkeit genommen werden? Mit dieser Frage sieht sich die 50-jährige Alice Howland (Julianne Moore) schlagartig konfrontiert, als sie erste Symptome und die Diagnose der Alzheimerkrankheit bekommt. Ihr Intellekt, ihre Intelligenz, Sprachgewandtheit, prägende Erinnerungen: All das soll sie in Zukunft verlieren. Für die Linguistikprofessorin und ihre Familie stellt sich eine unüberwindbar erscheinende Hürde. Erst sind es einzelne Wörter und Absprachen, dann Orientierungssinn, Namen und Gesichter. Langsam aber sicher muss Alice versuchen, mit ihrer Krankheit zu leben.

Ergreifend inszeniert von Richard Glatzer und Wash Westmoreland sowie herzzerreißend gespielt von Julianne Moore, wurde vor allem Letztere für die Rolle der Alice bereits mit einer Reihe von namenhaften Auszeichnungen überhäuft. Erst letztes Jahr gewann die Amerikanerin bei den Filmfestspielen in Cannes den Preis für die beste Hauptdarstellerin in David Cronenbergs Hollywoodsatire Maps to the Stars. Still Alice bot nun die perfekte Oscarrolle, das beweist die Academy nahezu jährlich mit der Vergabe der Hauptdarstellerpreise an biografische sowie körperlich oder geistig eingeschränkte Rollen. Typisch, aber verdient: Moore legt hier ihr geballtes Talent an den Tag und trägt damit den gesamten Film. Gekonnt jongliert sie mit Verwirrung, Bewusstsein und Verzweiflung und macht den instabilen Zustand von Alice sichtbar. Gerade Alices schlimmsten Momente bringt Moore so authentisch rüber, dass sie damit zu Tränen rührt und niemand anders für diese Rolle vorstellbar scheint. Dann greifen auch der Einsatz von subjektiver Kamera und Ton, sowie die geringe Schärfentiefe in die Umsetzung ein und paraphrasieren Alices Leiden sowie die Sprunghaftigkeit ihrer Krankheit. Erinnerungen an die Vergangenheit werden dagegen in dokumentarischer Form mit unscharfen Bildern ausgedrücktt, die zeigen, dass Alice sich immer mehr im Kreis dreht und traumatische Augenblicke und Sehnsüchte ihrer Jugend wieder auf sie einstürzen.

Die One-Woman-Show wird ausgesprochen gut dank der gelungen besetzten Nebenrollen mit Alec Baldwin, Kristen Stewart, Kate Bosworth und Hunter Parrish in der Funktion von Familie Howland, die sich nachsichtig und liebevoll um Alice kümmert, unterstützt. Gerade Baldwins und Stewarts Rollen werden hervorgehoben und die Konflikte zwischen den beiden Ehepartnern sowie Mutter und Tochter vermitteln, dass bei allem Verständnis auch nicht immer Harmonie im Familienleben herrscht, wie es so oft den Anschein hat. Sie lassen Alice noch einmal anders sehen, worum es wirklich im Leben geht. Als Sprachwissenschaftlerin analysiert sie stets die Form, während Tochter Lydia ihr den Inhalt nahezubringen versucht. Ein Inhalt, welcher doch immer nur um ein Thema kreist: Liebe. Diese lässt auch in der schwärzesten Nacht einen Funken Hoffnung aufleuchten, was in all seiner kitschigen Melancholie jedoch fast schon ein bisschen zu utopisch erscheint.

Konventionelle Inszenierung trifft auf großes Schauspielkino und ein ergreifendes Thema. Das ist nichts wirklich Neues aber hier durchaus gelungen.

Bewertung: 7/10
Genre: Drama
FSK: Ab 0 Jahren
Laufzeit: 101 Minuten
Joana Müller

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8martin
13.03.15 - 11:00
Was für ein wunderbarer Titel für einen wunderbaren Film. Natürlich ist Alice ‘immer noch‘ Alice. Sie ist immer noch da, aber wie? In was für einem Zustand lebt sie? Die Regisseure Glatzer (†) und Westmoreland zeigen den graduellen physischen und psychischen Verfall eines Menschen. Sie gehen fast dokumentarisch ans Werk, ohne den üblichen Schmus, der sonst um dieses Thema gemacht wird. Dabei geht es natürlich nicht ohne Emotionen ab. Doch die sind so dezent gesetzt, mal mit entwaffnender Ehrlichkeit, dann wieder mit liebevoller Hilflosigkeit, auch mal kantig oder sexy, dass die Rührung steigt, bis die Träne quillt. Besonders bewegend, wenn in klaren Schüben, Alice die Erkenntnis kommt über den Verlust der geistigen Kapazität.
Erst fehlen nur Begriffe im Vokabular, dann kommt es zu motorischen Störungen, schließlich gibt es Orientierungsschwierigkeiten und in der Endphase nur noch fast unverständliche Laute. Das letzte Wort von Alice ist ‘LIEBE‘. Und so findet der Film auch noch einen genialen Schluss.
Julianne Moore in eine ihrer größten Rollen, als Mutter, Ehefrau und Wissenschaftlerin. Sie rührt buchstäblich die besagten Steine. Aber auch John (Alec Baldwin) – erst in letzter Zeit in diesem Genre anzutreffen – schafft den Spagat zwischen Karriere (Leben geht weiter!) und liebevollem Ehemann. Manchem mag er nicht liebevoll genug sein. Die Kinder sind gut in Szene gesetzt, ihre Probleme passend in die Handlung eingebaut. Dieses ‘natürliche Umfeld‘ hält auch in gewisser Weise die Emotionen in Schach und umrahmt einen ganz großen Film, mit einer ganz großen Hauptdarstellerin.

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