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Silence
82.0/100

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Silence

FILM • 2016 • 2 Std. 41 Min.


Regie: Martin Scorsese

Darsteller/-innen: Liam Neeson, Yoriko Douguchi, Andrew Garfield, Yoshi Oida, Tadanobu Asano, Yosuke Kubozuka, Adam Driver, Issei Ogata, Shin´ya Tsukamoto, Ciarán Hinds, Michié, Kaoru Endô, Diego Calderon, Rafael Kading, Matthew Blake, Benoit Masse, Tetsuya Igawa, Shi Liang, Panta, Takuya Matsunaga, Miho Harita, Hairi Katagiri, Masayuki Yamada, Hiroko Isayama, Yutaka Mishima, Yasunari Takeshima, Yuri Ishizaka, Ryo Sato, Ruo Satô, Kisetsu Fujiwara

Genre: Drama, Geschichte




Copyright: 2015 Kerry Brown, Courtesy FM Films

1638 brechen Pater Sebastião Rodrigues (Andrew Garfield) und Pater Francisco Garrpe (Adam Driver) von Portugal ins für die westliche Welt völlig abgeschottete Japan auf, um der Wahrheit hinter den undenkbaren Gerüchten nachzugehen, dass ihr berühmter Lehrer Cristóvão Ferreira (Liam Neeson) seinem Glauben abgeschworen habe. Nach ihrer Ankunft erleben sie die brutale und unmenschliche Verfolgung der Christen durch die japanischen Machthaber. Angesichts der Ereignisse in einer Gesellschaft, die keine Toleranz kennt und in der der Tod an der Tagesordnung ist, stellt sich Sebastião auf seiner Reise durch das von der Gewaltherrschaft der Shogune zerrissene Land die immerwährende Frage: Wie kann Gott zu all dem Schweigen?



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8martin

8martin


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15.10.19 - 14:00
Regisseur Scorsese muss wohl ein religiös sehr interessierter Mann sein. Sonst hätte er diesen Film nicht gemacht. Neben einigen Folterszenen nehmen die Dialoge über grundlegende Unterschiede zwischen Christentum und Buddhismus breiten Raum ein. Zeitweise fühlt man sich wie in einem theologischen Proseminar.
Die Gespräche zwischen den Mönchen untereinander oder mit der religiösen Konkurrenz hinsichtlich des Abschwörens vom christlichen Glauben kommen oftmals an Punkte, die an Bergmann Schweigen erinnern. (Da schwieg Gott auch. Hier: ‘Tief in seinem Schweigen hörte ich seine Stimme.‘) oder wie kann der gütige Gott es zulassen, dass die Menschen so leiden müssen.
Mitte des 17. Jahrhunderts reisen zwei Missionare, Sebastiao (Andrew Garfield) und Franzisco (Adam Driver) nach Japan, um Pater Ferreira (Liam Neeson) zu suchen. Im Land herrschen Christenverfolgung und Inquisition.
Ihnen droht das gleiche Schicksal wie dem verschollenen und letztlich umgepolten Kollegen Ferreira. Am Ende des Films diskutieren sie mit ihm, der dem christlichen Glauben abgeschworen und einen japanischen Namen angenommen hat nebst einer einheimischen Frau, über die Frage, warum das Christentum in Japan nicht Wurzeln schlagen kann. Für die Japaner ist die Sonne ihr Gott (siehe Flagge!) und das Christentum kann hier nicht gedeihen, denn Japan ist ein Sumpf. Bildlich gibt es Hinweise auf die Kreuzigung, die Grablegung und die 30 Silberlinge für den Verräter, den Einzug in eine Stadt auf einem Pferd statt einem Esel etc.
Das Drehbuch ist um Ausgewogenheit bemüht, endet aber auf quasi neutralem Gelände: Sebastiao und Ferreira suchen beim japanischen Zoll nach christlichen Symbolen. Landschaft und Action zeigen Scorseses Meisterschaft, die Dialoglastigkeit sein Faible.
Außerdem hat mich noch die übertriebene Exaltiertheit etwas gestört. Aber sonst ganz OK.

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