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Trumbo
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Trumbo

FILM • 2015 • 2 Std. 4 Min.


Regie: Jay Roach

Darsteller/-innen: John Goodman, Bryan Cranston, Elle Fanning, Alan Tudyk, Stephen Root, Christian Berkel, Helen Mirren, Roger Bart, David James Elliott, Diane Lane, Michael Stuhlbarg, Louis C.K., Madison Wolfe, Dean O´Gorman, Justin Lebrun, Joseph S. Martino, Jason Bayle

Genre: Biographie, Drama




Copyright: Paramount Pictures. All rights reserved.

In den 40er-Jahren läuft es grandios für Dalton Trumbo: Er ist einer der bestbezahlten Drehbuchautoren Hollywoods. Es ist keine Frage, dass er einen Oscar bekommen wird, die Frage ist nur – wann? Doch mit dem Kalten Krieg und dem Aufstieg des Kommunistenhassers Senator McCarthy endet Trumbos Aufstieg. Doch Trumbo wäre nicht Trumbo, würde er sich unterkriegen lassen. Unter einem Pseudonym schreibt er weiter – und dabei entstehen seine besten Bücher.



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8martin

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20.04.19 - 13:52
Ein Biopic, an dem hauptsächlich Filmfreaks ihre Freude haben. Die Titelfigur (Bryan Cranston) ist ein renommierter Drehbuchautor und Kommunist. Er wurde in der McCarthy Ära vom ‘Komitee für unamerikanische Umtriebe‘ um 1950 auf die ‘Schwarze Liste‘ gesetzt, diskriminiert, und war zweitweise arbeitslos.
Weil sein Talent so umwerfend gut war und aus dem Umfeld nur Schrott kam, rannten ihm bekannte Regisseure wie Otto Preminger (Christian Berkel) oder Leinwandgrößen wie Kirk Douglas trotzdem die Hütte ein. Dalton Trumbo schrieb unter Pseudonym weiter und führte so das System an absurdum. Das ging bis hin zur Oscarverleihung.
Auch seine Familie mit Ehefrau Cleo (Diane Lane) und vor allem seine älteste Tochter Nikola (Elle Fanning) setzen sich mit dem Schreibgenie ernsthaft auseinander und stoßen dabei an ihre emotionalen Grenzen. (Ehekrise, Familiennotstand).
Freunde und Bekannte aus dem Kollegenkreis werden vor den Ausschuss zum Verhör geladen. Manche stehen dabei ihren Mann und riskieren Berufsverbot, andere knicken ein und werden zu Denunzianten wie Edward G. Robinson (Michael Stuhlbark). John Wayne (D.J. Elliott) hingegen ist klarer Patriot und grenzt sich gegen die ‘Rote Gefahr‘ aus Moskau klar ab. Denn es ist klar, ein Kommunist kann Amerika nicht lieben. Trumbos größte Erfolge, die jeder kennt, waren ‘Ein Herz und eine Krone‘, ‘Exodus‘ und ‘Spartakus‘. Mit diesem Wissen im Hinterkopf muss man die Schlussszene mit dem Helden am Kreuz und Jean Simmons, die ihm seinen Sohn entgegenstreckt, ganz anders sehen. Die letzten Sätze betonen den Antagonismus zwischen Freiheit und Kommunismus. In seiner letzten Rede nachdem er rehabilitiert war, zieht Trumbo Resümee über die 50er Jahre: ‘Es gab weder Helden noch Bösewichter. Es gab nur Opfer.‘ Wie recht er hatte. Bei dieser Problematik fällt Helen Mirren als Anti-Kommunistin lediglich durch ihre ausgefallene Hutmode auf. Ein wichtiger Film über die Auswüchse von Amerikas Kommunistenphobie.

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