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Jane Got a Gun

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8martin

8martin


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12.09.20 - 13:51
Spätes Glück
Wieder ein Beispiel dafür, dass sich der Neowestern emanzipiert. In den Hauptrollen Natalie Portman (Titel) und Joel Edgerton (Dan). Regisseur Gavin O’Connor hat mit Brutalitäten nicht gegeizt und Jane benutzt ihre Knarre wie ein Mann. Die Retros machen den Plot gelegentlich etwas unübersichtlich (ein Ballonflug z.B.), aber am Ende klärt sich alles auf.
Wieder spukt der Bürgerkrieg in den Köpfen der Beteiligten herum und zwingt sie in Situationen, die sie so nicht geplant hatten. Jane war mal mit Dan verlobt. Krieg! Sie heiratet Bill, wird Mutter und gerät in die Fänge von Bösewicht Tom Bishop (Ewan McGregor), der sie zur Prostitution zwingt.
Als Bill angeschossen bettlägerig wird, macht sich Jane auf um Tom zu finden, der ihre Tochter hat. Gemeinsam mit Dan, jetzt als Geschäftspartner erwartet sie Tom und die Bishop Bande. Packendes Finale bei Nacht mit fulminantem Feuerwerk und Pyroeffekten. Viel Dunkel im Licht der Fackeln.
Jane ist das Opfer, das sich in der Männerwelt behauptet. Viele Männer sind einfach Schweine, denen Jane das Hirn wegballert oder genau da hin schießt, wo es den Jungs weh tut.
Das bleihaltige Finale macht aus Bretterwänden Küchensiebe und die, die sich dahinter verstecken, ergeht es nicht besser. Das Ensemble überzeugt durchaus und Natalie Portmann glänzt in einer für sie seltenen Rolle. Ewan McGregor gibt den süffisanten Fiesling – auch für ihn eine ungewohnte Rolle.
Familienfreundliches Happy End versöhnt die Geschlechter.

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