HIDE
High-Rise
74.5/100

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High-Rise

FILM • 2015 • 1 Std. 59 Min.


Regie: Ben Wheatley

Darsteller/-innen: James Purefoy, Sienna Guillory, Jeremy Irons, Elisabeth Moss, Julia Deakin, Enzo Cilenti, Sienna Miller, Keeley Hawes, Kenneth Hadley, Reece Shearsmith, Tony Way, Neil Maskell, Luke Evans, Augustus Prew, Tom Hiddleston, Stacy Martin, Leila Mimmack, Emilia Jones, Peter Ferdinando, Patrick FitzSymons, Dan Renton Skinner, Dylan Edwards, Bill Paterson, Louis Suc, Alexandra Weaver, Victoria Wicks, Joseph Harmon, Toby Williams, Siobhán O'Kelly, Maggie Cronin

Genre: Drama




Copyright: DCM

1975. Zwei Meilen westlich von London bezieht Dr. Robert Laing auf der Suche nach Anonymität sein neues Appartement, nur um bald feststellen zu müssen, dass seine Mitbewohner gar nicht daran denken, ihn in Ruhe zu lassen. So ergibt er sich schließlich in sein Schicksal, freundet sich mit den neuen Nachbarn an und wird dadurch zunehmend in das komplexe soziale Gefüge hineingezogen. Während er so seine Probleme damit hat, seinen Platz inmitten dieser Gesellschaft zu finden, bekommen Laings gute Manieren und sein Verstand ebenso deutliche Risse wie das Gebäude selbst. Die Lichter gehen aus, die Aufzüge halten an, aber die Party geht weiter. Die Menschen sind das Problem. Der Alkohol die Währung. Sex ist das Allheilmittel. Erst sehr viel später, als er auf dem Balkon sitzt und den Hund des Architekten verspeist, fühlt Laing sich endlich zu Hause.



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8martin

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03.10.19 - 15:06
Im Mittelpunkt steht ein riesiges Gebäude, in dem alles vorhanden ist, was man zum Leben braucht. Je nach Status wohnt man stockwerkmäßig ‘straßenerdig‘ oder ‘mittig‘ oder man gehört zur plutokratischen Elite und bewohnt die oberen Etagen. In diesen Riesenturm ist gerade der junge Arzt Dr. Laing (Tom Hiddleston) eingezogen. Er wohnt noch im 27. Stock, wird sich aber weiter nach oben vorarbeiten. Konzipiert hat das Projekt der Penthouse Bewohner Anthony Royal (Jeremy Irons).
Alles läuft in geordneten Bahnen, bis es erste Ausfälle von Strom, Wasser und Lebensmitteln gibt. Dann bricht das Chaos aus, es herrscht das Faustrecht. Schwere Zeiten für eine Spaßgesellschaft, die gewohnt ist zwischen Kindergeburtstag und Party zu leben. Ebenso verschwinden Moral und Anstand. Es herrscht Promiskuität. Es bilden sich drei Klassen heraus, die sich gegenseitig bekämpfen.
Dr. Laing ist der einigermaßen ‘normale‘ in dieser Dystopie. Aber auch er muss sein Mütchen kühlen mit Charlotte (Sienna Miller) der flotten Mutter von Toby, dem kleinen Professor oder mit Richards schwangerer Ehefrau Helen (Elisabeth Moss). Richard Wilder (Luke Evans), der Mann vom Fernsehen, versucht einen Film über die Situation des Projektes zu drehen, scheitert aber privat und beruflich.
Geburt und Suizid liegen hier dicht beieinander, die Zwischenzeit verbringt man mit orgiastischen Partys. Die oberen Stockwerke planen die ‘Balkanisierung‘ des Mittelteils bevor man dann zur Kolonialisierung des ganzen Gebäudes übergeht.
Der Pool wird zum Waschhaus, Richard Wilder erschießt Anthony Royal wegen seiner Frau. Man isst Hundefutter und vegetiert in Räumlichkeiten für Messis. Aber alles in allem, sagt Dr. Laing, ist das Leben im Hochhaus gut. Dabei ist er ‘die beste Annehmlichkeit hier‘.
Einer optionalen Utopie, die durchaus denkbar wäre, wird als Score der Abba Song SOS in einer völlig anderen Interpretation unterlegt und verstärkt den wilden Horror von Schmerz, Lust und Leid.

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