Preis des Verlangens
74.0/100

Filmkommentare (1)


Beitrag schreiben


8martin
30.10.18 - 19:32
Der Film erfordert die ganze Aufmerksamkeit des Zuschauers, vor allem in der Endphase. Da werden recht flott Namen in Formularen an ihm vorbeigereicht. Es beginnt als Affäre Schwiegervater-Schwiegertochter behandelt dann etwas kryptisch ein literarisches Plagiat und kurz vor der Aufklärung aller Geheimnisse gibt es noch zwei faustdicke Überraschungen. Der Titel bewahrheitet sich hier mehrfach. Der Schriftsteller Boltanski (Daniel Auteuil) zahlt einen hohen Preis für sein Verlangen: er verliert Ehefrau (Greta Scacchi), seine Familie, seinen guten Namen als Schriftsteller und letztendlich muss er auch noch den höchsten Preis zahlen, den es überhaupt für einen Menschen gibt. Das wird sehr cool und distanziert geschildert und so knapp, dass zusätzliche Überlegungen notwendig sind, um alle Umstände (gesehene und nicht gesehene) nachzuvollziehen. Dabei regnet es fast unentwegt. Anspruchsvolle, interessante Unterhaltung inklusive Denksportaufgabe.

Antwort abgeben