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3 Kommentare

Und täglich grüßt das Murmeltier

DEINE MEINUNG?


1993

Genre: Komödie, Drama, Romanze, Fantasy

Spieldauer: ~ 97 Minuten

Regie: Harold Ramis

Cast: Bill Murray, Willie Garson, Stephen Tobolowsky, Ken Hudson Campbell, Andie MacDowell, Chris Elliott, Rick Overton, Brian Doyle-Murray, Angela Paton, Rick Ducommun, Marita Geraghty, Rod Sell, Les Podewell, Robin Duke, Carol Bivins

Kurzbeschreibung: TV-Wetterfrosch Phil (Bill Murray), der Berufszyniker, hasst diesen Tag: Jahr für Jahr muss er hinaus in die tiefste Provinz, ins unaussprechliche Punxsutawney reisen. Um dann von Murmeltieren als den ersten Frühlingsboten am "Groundhog Day" zu berichten. Schauderhaft! Nicht einmal die aparte Produzentin Rita (Andie MacDowell) kann Phil aufmuntern. Doch dieses Jahr ist alles anders. Der "Groundhog Day" wird so oft wiederholt, bis Griesgram Phil ein für allemal geläutert wird ...


Filmkommentare (3)


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Chev
23.07.10 - 17:05
Als ich diesen Film vor ein paar Jahren zum ersten Mal sah, fand ich ihn nicht so gut. Diese ständigen Wiederholungen von ein und demselben Tag fand ich irgendwann nervend. Ich fing an eher auf Filmfehler zu achten als auf die Handlung oder den Film.

Vor einem Jahr habe ich den Film dann noch einmal gesehen und ich muss sagen - ich habe keine Ahnung warum ich diesen Film eingehens nicht mochte.
Ich würde heute diese Produktion jederzeit empfehlen. Ich bin auch ein großer Bill Murray Fan geworden.

Ich kann mich den beiden vorherigen Kommentaren nur anschliessen.

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kurenschaub
27.01.10 - 13:23
Unglaublich lockere, flockig flotte Komödie mit einer blendenden Andy MacDowell und einem starken Bill Murray.
Die Zeitschleife in der er seit dem Murmeltiertag hängen geblieben ist, erweist sich für ihn als irrsinnig befruchtend und er läutert sich auf Grund seiner Verliebtheit zu Andy Mac Dowell vom Egoisten und abgefuckten Grantler immer mehr zum einfühlsamen
Gutmenschen.
Die Story ist einfach umwerfend toll gelungen und man unterhält sich so gut wie selten .
Ein feines Stück Filmgeschichte und echtes Komödienhighlight.

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Filmosoph
13.01.09 - 17:20
Goundhog Day ist ein sehr warmherziger und gleichzeitig ebenso sarkastischer Film. Im Making Of wird angedeutet, dass Ramis gewissermaßen »unfähig« wäre, einen wirklich sarkastisch (manchmal bösen) Film zu drehen. Und tatsächlich - der Film wird in keiner Szene wirklich schwarz. Aber keine Frage, Ramis (oder ein anderer Regisseur) hätte einen wirklich schwarzen Film drehen können, denn das Potential dazu wäre riesig. Die Geschichte ist genauso einfach wie originell. Phil Connor (»so wie das Murmeltier Phil?« »Ja wie das Murmeltier Phil – Schwachsinnige – euer Bus fährt gleich«) wacht Tag für Tag am (bei uns nur durch den Film bekannten) Murmeltiertag auf.
Dies könnte im ersten Moment langweilig klingen – ist es aber dank des (in seiner besten Rolle!) bestens aufgelegten Bill Murray nicht. Durch seine Gestik, durch seine Stimme (auch auf deutsch köstlich) und seinen Ausdruck wird der Film zu einem witzigen Highlight. Und noch dazu ist der Film einer (eben wegen der Story), den man sich immer wieder ansehen kann (dann gewinnt man umso besser ein Gefühl für die Situation von Phil).
Der Film ist bemerkenswert fehlerfrei. Denn jeder Tag ist derselbe – und beobachtet man die Menschenmenge in Punxsatawney am Morgen, wo Phil jeden Tag »das Wetter vorhersagen soll«, so findet man kaum Fehler. Unstimmigkeiten sind eher zeitlicher Natur – etwa wo Phil von der netten Misses Lancester jeden Tag unterschiedlich lang aufgehalten wird, trifft er trotzdem wieder auf Nadelnasekopf Ned Ryersen. Aber das stört aber wirklich nicht und fällt erst bei oftmaligem ansehen auf. (Alle Szenen, die im Film doppelt oder öfters vorkommen, wurden gleich hintereinander gedreht, damit sich jeder einzige Statist seine Bewegung gut merken konnte.)
Und täglich grüßt das Murmeltier ist ein Film, der nie langweilig wird, trotz – oder gerade deswegen – weil immer etwas ähnliches passiert.
Man leidet auf der einen Seite doch etwas mit dem Charakter von Murray – aber gleichzeitig belustigt man sich liebend gerne mit und über seine Person. Gerade dies ist auch beabsichtigt vom Regisseur. Denn obwohl der Charakter von Murray zu Anfangs höchst unsympathisch ist (was nicht ausschließt, dass er trotzdem komisch ist), leidet man mit ihm, im Laufe des Films immer mehr.
Das zweite, aber weitaus schwächere »Opfer« (nach Rita) in diesem Film ist Larry“ der für die Belustigung von Phils Gemeinheiten herhalten muss (»wow Larry sehen sie heute aber wieder sexy aus« – oder: »Wollen sie mit mir und Larry essen?« – »Nein danke, ich habe Larry schon essen gesehen«).
Zu Ende gleitet der Film leider etwas in einen kitschigen Liebesfilm ab, der uns alle als Gutmenschen verkaufen will. Aber wie der Drehbuchautor klar macht, war gerade dies seine Intention: Die Wandlung zum besseren zu zeigen.

Fußnote: Es wird im Film nicht aufgelöst, warum es zu dieser »metaphysischen« Wiederholung des Tages kommt. Deshalb meinen manche, der Film sei tief »religiös«. Es wird auch nicht klar, wie oft sich der Tag wiederholt. Der Drehbuchautor spricht von mehreren tausend Mal.
Ursprünglich war es auch geplant, direkt bei der Wiederholung ins Geschehen einzusteigen, dann hätte man einen Mann gesehen, der alles weiß – nur der Zuseher hätte anfangs nicht gewusst, warum. Wie ich meine, ist die Kino/DVD-Fassung gut so wie sie ist, da man einen Bezug zu den Figuren aufgebaut hat und sich nur Phil wirklich verändert.

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