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8martin
10.06.18 - 13:13
Einer der beeindruckend zeitlosen Klassiker von Costa-Gavras, dem Politfilmer unter den Regisseuren der 70er und 80er Jahre.
Es gelingt mittels eines preisgekrönten Drehbuchs innerhalb der ersten 15 Minuten eine atmosphärisch Dichte entstehen zu lassen, in der Angst und Unsicherheit in diesem sudamerikanischen Land herrschen: Übergriffe des Militärs auf Passanten, Schüsse, Verfolgungsjagden…die durchwühlte Wohnung von Beth (Sissy Spacek) und Charly Horman (John Shea) und als treibende Kraft Ed Horman (Jack Lemon), der seinen verschwundenen Sohn Charles sucht. (Mir hat besonders der Schimmel gefallen, der durch die Straßen von Santiago läuft. Ein Symbol der nicht zu bremsenden Freiheit.)
Man muss den historischen Hintergrund in Chile in den 70er Jahren nicht unbedingt kennen, um das Drama zu verstehen. Die USA waren für den Sturz es sozialistischen Präsidenten Allende mit verantwortlich und unterstützten die Putschisten, gegen die Ed Horman ankämpft.
Beeindruckend vor allem Jack Lemon in einer für ihn unbekannten Rolle. Er durchleidet Höllenqualen als Vater und muss sich auf der Suche nach seinem Sohn auch noch mit der Schwiegertochter auseinandersetzen, deren politische Einstellung er anfangs überhaupt nicht teilt. Doch Ed und Beth kommen sich näher. Klar, dass es hier kein Happy End geben kann. Es gelingt Costa-Gavras die Betroffenheit der Zuschauer mit diesem Ende in Wut und Zorn zu verwandeln. Für viele westliche Politiker war das Regime von Pinochet damals oft ein Indikator für ihr Verhältnis zur Demokratie. (‘Wie hältst du’s mit Pinochet?‘). Der tritt nicht auf, aber man spürt ihn.
Der Film bezieht klar und eindeutig Stellung. So war es in den 80er Jahren nötig, diese demokratiefeindliche Militärdiktatur in die Öffentlichkeit zu zerren und an einem wahren Fall zu zeigen, wie sie wirklich tickte. Da passt es auch ins Bild, dass Ed Horman, die Überführung seines Sohnes nach den USA auch noch bezahlen musste.
Beim wiederholten Anschauen kann man auch noch die filmtechnischen Highlights genießen. Kino für die Ewigkeit.

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