HIDE
Die Taschendiebin
86.0/100

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Die Taschendiebin

FILM • 2016 • 2 Std. 24 Min.


Regie: Chan-wook Park

Darsteller/-innen: Jung-woo Ha, Jin-woong Jo, Min-hee Kim, Tae Ri Kim, Hae-suk Kim, So-ri Moon

Genre: Drama, Romanze



Korea in den 1930er Jahren. Die schöne, aber unnahbare Lady Hideko lebt mit ihrem dominanten Onkel Kouzuki und ihrem ererbten Vermögen in einem abgelegenen Anwesen, dessen Herzstück eine hingebungsvoll gepflegte und bewachte Bibliothek ist. Kouzuki sammelt und verkauft Bücher voll schonungsloser Erotik, die Hideko zahlungskräftigen Herren vorlesen muss, um so den Preis der Bücher in die Höhe zu treiben. Eines Tages kommt ein neues Dienstmädchen, die junge und naive Sookee, ins Haus von Lady Hideko. Doch das Mädchen hat ein Geheimnis: Sookee ist eine Taschendiebin und Betrügerin, engagiert, um Hideko dem gerissenen Grafen Fujiwara in die Hände zu spielen, der sie nach der Hochzeit um ihr Vermögen bringen will. Doch zwischen den beiden jungen Frauen entwickelt sich etwas Unerwartetes: ein ganz eigenes Begehren, eine ungeahnte Zuneigung, die die Karten der Macht neu verteilt.


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8martin

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21.01.20 - 14:49
Ein optisch wunderschöner Lesben - Hetero Porno, den Regisseur Park Chan-wook aus drei unterschiedlichen Blickwinkeln erzählt. Drei Figuren kämpfen gegen und miteinander um Reichtum und Liebe.
Ausgangspunkt ist der Hochstapler Graf Fujiwara (Ha Jung-woo). Der schleust seine Komplizin, das Dienstmädchen Sook hee (Kim Tae-ri) bei der reichen Erbin Hideko (Kim Min-hee) ein. Der Plan ist, dass der Graf Hideko heiraten und sie dann in eine Anstalt einweisen lassen will, um an ihr Erbe zu gelangen.
Erste überraschende Wende: die beiden Frauen werden über den Tisch gezogen: Sook hee wird eingewiesen und Hideko zieht mit dem Grafen davon.
Zweite Variante: die beiden Frauen verlieben sich, was in ausgiebigen Szenen dokumentiert wird. Onkel Kouzuki will ebenfalls Hideko heiraten. Der Graf schlägt ihr vor, bei Teilung des Vermögens sie vor der Heirat zu bewahren.
Letzten Endes revanchieren sich die beiden verliebten Lesben und die Männer haben das Nachsehen. Zuvor wurde gefoltert und mit Rauch vergiftet.
Die abwechslungsreichen Varianten machen den Plot durchaus unterhaltsam. Die Hinweise auf Charles Dickens haben die Rezensenten immer wieder von einander abgeschrieben, was sie aber keineswegs der Wahrheit näherbrachte. Der Plot hat mit den Romanen des guten alten Charly so viel zu tun wie Ping Pong mit Synchronschwimmen. Da bekommt der internationale Titel The Handmaiden glatt einen doppeldeutigen Sinn.

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