HIDE
Tombstone
82.5/100

2 Bewertungen

Tombstone

FILM • 1946 • 1 Std. 37 Min.


Regie: John Ford

Darsteller/-innen: Victor Mature, Henry Fonda, Ruth Clifford, Walter Brennan, Jane Darwell, Tim Holt, John Ireland, Ward Bond, Alan Mowbray, Linda Darnell, Grant Withers, J. Farrell MacDonald, Russell Simpson, Roy Roberts, Hank Bell, Danny Borzage, Cathy Downs, Robert Adler, C.E. Anderson, Don Barclay, Frank Conlan, Tex Cooper, Jack Curtis, William B. Davidson, James Dime, Tex Driscoll, Frank Ellis, Francis Ford, Earle Foxe, Don Garner

Genre: Drama, Western




Filmkommentare (1)


Beitrag schreiben


8martin

8martin


FILME
1.298

NEWS
3

FORUM
0
22.01.20 - 09:56
Der Western Klassiker, den John Ford direkt nach dem 2. Weltkrieg gedreht hat, ist gut ausgewogen in seiner Vielseitigkeit, er steigert die Spannung bis zum Ende, ist gespickt mit leisem, charmantem Witz und dabei voller menschlicher Tragik.
Der Hauptstrang der Handlung besteht aus dem Treffen zweier Western Legenden: Wyatt Earp (Henry Fonda), der Sheriff von Tombstone wird und Doc Holliday (Victor Mature) ein tuberkulosekranker Leichtfuß und Spieler.
Wie die beiden miteinander umgehen, wobei Feindschaft und Respekt sich die Waage halten, bis gemeinsam gemachte Erkenntnisse sie sich annähern lassen, bevor sie sich im Duell gegenüberstehen, ist schauspielerisch vom Feinsten.
Die wichtigste Nebenbaustelle ist der Clanton Clan unter dem Alten (Walter Brennan) und seinen vier Söhnen. Sie sind die Prolls vom Lande, immer auf Streit gebürstet.
And Ende werden die beiden Handlungsstränge am legendären O.K. Corral zusammenlaufen, wo immer schon ‘abgerechnet‘ worden ist.
Zwei Frauen spielen hier noch eine entscheidende und auch teils tragische Rolle: die Sängerin Chihuahua (Linda Darnell), die der Doc sich vom Leibe zu halten versucht und Clementine (Kathy Downs) die Stalkerin aus alten Zeiten, von der er auch nichts mehr wissen will, die aber dank ihres Namens den Originaltitel plus Song festmacht.
An der angeschossenen Chihuahua muss der Doc seine etwas eingerosteten ärztlichen Fähigkeiten beweisen. Leider ohne Erfolg. Der ist nur Wyatt Earp beschieden, sogar mit späterem Liebeerfolg, wenn er zurückkehren würde.
Oft wird die Tragik oder auch die Dramatik durch Komik aufgefangen. Das macht den Charme des Films aus und unterstreicht gleichzeitig die Nähe zur Realität mit starker Tiefenwirkung. Und es gibt sogar Platz für ein Shakespeare Rezitativ im Saloon. Einziges Manko ist der reißerische Titel, den der deutsche Verleiher dem Film verpasst hat. Ansonsten top!

Antwort abgeben