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4 Kommentare

In die Wildnis

DEINE MEINUNG?


2007

Genre: Abenteuer, Biographie, Drama

Spieldauer: ~ 142 Minuten

Regie: Sean Penn

Cast: Emile Hirsch, Marcia Gay Harden, William Hurt, Jena Malone, Brian Dierker, Catherine Keener, Vince Vaughn, Kristen Stewart, Hal Holbrook, Bart the Bear, John Jabaley, Thure Lindhardt, Robin Mathews, Kathleen Mattice, Parris Mosteller, Susan Spencer

Kurzbeschreibung: Der Traum vom Aussteigen, ein Leben in absoluter Freiheit: Atemberaubend verfilmte OSCAR-Preisträger SEAN PENN den Bestseller-Roman INTO THE WILD - IN DIE WILDNIS von JON KRAKAUER. INTO THE WILD ist ein modernes Abenteuer - brisant, aktuell und packend bis zum dramatischen Ende! Nach seinem Collegeabschluss entscheidet sich der 22-jährige Chris (herausragend: Emile Hirsch), seine bisherige Existenz hinter sich zu lassen. Anstatt an der renommierten Harvard Universität sein Jurastudium zu absolvieren, spendet er alle Ersparnisse, verbrennt sein letztes Bargeld, zerschneidet Kreditkarten und Ausweise. Ohne einen Cent in der Tasche trampt er quer durch die Staaten - Richtung Alaska, in die Wildnis. Unterwegs trifft er auf andere Aussteiger, erfährt menschliche Nähe, schließt Freundschaften. Doch es zieht ihn weiter, bis das Abenteuer in Alaska ein jähes Ende findet...


Filmkommentare (4)


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kurenschaub
16.11.10 - 11:25
Ja was soll man dazu noch schreiben. Es ist tatsächlich ein Meisterwerk, welches Sean Pean mit unglaublich gefühlvoller Hand entstehen hat lassen.
Der junge Rebell Chris Mc Candless (Emile Hirsch) sagt sich tatsächlich von seinem gut situierten Elternhaus und deren Lebenslügen los und beginnt seine zweijährige Reise in die unberührte und unendlch weite Natur Alaskas, um dort als Vagabund und Lebenskünstler, fernab weltlicher Genüsse
seine freiwillig gewählte Freiheit zu leben.
Eine tragisch schöne Geschichte, bewegend, sanft, poetisch und ruhig dahinfließend zieht sie an mir vorbei.
Chris quartiert sich in einem "Magic Bus" ein, ein übergebliebenes Schrottfahrzeug aus vergangensten Tagen.
Inmitten herrlichster Naturaufnahmen lebt er seinen eigenen Traum aus,verbrennt seine letzten Dollar und so bleibt es über 2 Stunden und Zwanzig Minuten lang eine Demonstration von
" was braucht ein Mensch wirklich" und "ich bin dankbar was mir die Erde zu geben bereit ist ohne jeden materialistischen Begehr."
Melancholisch und berührend das Ende dieses Kunstwerkes, welches nach einer wahren Story von Jon Krakauer mit unheimlich ausdrucksstarker Bilderkraft entstanden ist.
Immer wieder tauchen Spuren und Versatzstücke aus der einstigen Hippieideologie auf und der feine Soundtrack mit John Fogerty, Canned Heat,Kristen Stewart, Michael Brook, Eddie Vedder und Roger Miller schwimmt im wunderbarsten Bob Dylan Fahrwasser und ist genauso eine Wucht, wie "Into The Wild" selbst.

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Kiddow
28.09.10 - 21:44
Die Menschheit fesselt sich sehr gern an materielle Besitztümer und misst daran den Wert des Lebens. Nur "Frei" sind die Menschen dadurch nicht. Sie behaupten es gern, dieses Gefühl zu kennen, aber letztendlich will der Mensch sich diesen Zwang unterziehen.
Aber ab und an gibt es eine Ausnahme. Chris verabschiedet sich von seinem bisherigen beengten Leben und löst sich von all seinen Habseligkeiten um das Gefühl von Freiheit zu spüren und zu Leben. Auf seiner Reise trifft er viele Leute, die auch eine sehr interessante Persönlichkeit besitzen und auch wenn sie nur eine kurze Lebenszeit miteinander teilen, sind die Bindungen sehr durchdringend.
Das Bild das sich dem Zuschauer hier bietet zeigt oftmals wunderschöne Naturaufnahmen in beachtenswerten Landschaften. Die Filmmusik ist sehr klangvoll und wurde perfekt eingesetzt um das Bild zu untermalen.
Dieser Film hinterlässt ein Fernweh Gefühl und die Sehnsucht nach mehr Freiheit! Allerdings wird einem zum Schluss auch bewußt:
"Glück ist nur echt, wenn man es teilt!"
Das waren mit die letzten Zeilen, die Chris hinterlassen hatte....
Ein packendes und nachhaltiges Meisterwerk der Filmkunst!

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Jason
10.07.09 - 17:46
Was ist Freiheit? Unsere Freiheit wird maßgeblich von Gesetzestexten bestimmt und eingeschränkt. Von Arbeit, von festen Terminen. Unser Drang, einfach das zu tun, was wir tun wollen ohne Konsequenzen zu fürchten, kommt dabei oftmals sehr kurz. Chris (Emile Hirsch), ein 22-jähriger Collegeabsolvent, möchte nicht so enden. Lang genug hat er sich dem zivilen Leben untergeordnet, sich brav in Blazer und Anzughosen stecken lassen und getan, was andere, allerdings nicht ihn zufriedenstellt. Er packt seinen Rucksack, verbrennt all sein Geld, steigt in sein Auto und fährt in die Freiheit.

Bald schon wird sein Fahrzeug während eines Unwetters zerstört und er ist gezwungen, fortan Zufuß durch die Welt zu streifen. Das ist eine ideale Rahmenkonstruktion, um seine Geschichte zu erzählen. Denn so skizziert Into The Wild neben traumhaft schönen Naturbildern auch gekonnt die Beziehungen, die Chris während seiner Wanderung eingeht - die zwar schnell enden, jedoch (oder deshalb) an Intensität kaum zu übertreffen sind und ins Zuschauerherz gehen.

Regisseur Sean Penn hat es geschafft, Chris' Antrieb nicht nur darzustellen und zu erzählen, sondern den Zuschauer Teil des Ganzen werden zu lassen. Ich konnte nachvollziehen, warum der junge Mann diesen Weg gewählt hat und es hat mich gar dazu gebracht, die Überlegung anzustellen, ob das nicht vielleicht genau die Art von Freiheit ist, die wir alle brauchen. Das ende ist tragisch und wundervoll zugleich - auch wenn es nicht ganz unvorhersehbar kommt.

Ein weiterer Pluspunkt: Die Handlung beruht auf wahren Begebenheiten. Chris gab es tatsächlich einmal und er hat das getan, was in dem Film erzählt wird: In Freiheit gelebt, sich von der Zivilisation getrennt, sein Geld verbrannt. Keine Frage: Ansehen!

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22.02.08 - 11:20
Wenn man schon weiß worum es in dem Film geht, wie er enden wird und dann noch die Laufzeit von 140min sieht, kommt man schon etwas ins Grübeln was einen da erwartet.
ABER der Film war richtig richtig klasse. Die Zeit verflog rasend schnell und obwohl der Film keinen Spannungsbogen aufweisen kann, ist er einfach sehr interessant und unterhaltsam ausgefallen.
Das liegt zum einen an Emile Hirsch der hier ein wirklich sehr gute Leistung abliefert und zum anderen an Sean Penn der es schafft diese Charakterstudie äußert gekonnt und mitfühlend umzusetzen.
Der Soundtrack ist auch gelungen und untermalt die teilweise schönen Aufnahmen hervorragend. Auch das Ende weiß zu begeistern so dass ich dem Film nur meine Empfehlung aussprechen kann.
Einfach klasse! Danke

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