1 Kommentar

Vom Ende einer Geschichte

DEINE MEINUNG?


2017

Genre: Drama

Spieldauer: ~ 108 Minuten

Regie: Ritesh Batra

Cast: Charlotte Rampling, Jim Broadbent, Emily Mortimer, Michelle Dockery, Harriet Walter, Andrew Buckley, Oliver Maltman, Freya Mavor, Edward Holcroft, Leigh Dent, Nick Mohammed, Attila G. Kerekes, Billy Howle, Charles Furness, Joe Alwyn, James Wilby, Bron James, Gregor Babic, Laraine Dix, Manjinder Virk, Timothy Innes, Marco Staines, Marcus Payne, Charlie Richards, Lachlan Moyle, Jack Loxton, Mark Brent, Paul Croft, Kelly Price, Tashann Barnett


Trailer:

Kurzbeschreibung: Tony Webster (JIM BROADBENT) ist glücklich geschieden und lebt ein zurückgezogenes, ereignisloses Leben. Vor vielen Jahren waren er und die schöne Studentin Veronica ein Paar, bis sie sich damals überraschend für seinen besten Freund Adrian entschied. Was nach dessen Selbstmord aus seiner großen Liebe wurde, hat er nie herausgefunden. Doch die unerwartete Erbschaft von Adrians Tagebuch, das sich im Besitz von Veronicas Mutter Sarah (EMILY MORTIMER) befand, stellt plötzlich sein ganzes Leben auf den Kopf und weckt ungeahnte Zweifel an den vermeintlich sicheren Tatsachen der eigenen Biografie. Als er sich nach all den Jahren mit Veronica (CHARLOTTE RAMPLING) trifft, erhofft er sich Aufklärung über das, was damals tatsächlich geschah. Und je tiefer Tony in seiner Vergangenheit gräbt, desto mehr beginnt er, sein bisheriges Leben infrage zu stellen…


Filmkommentare (1)


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8martin
16.06.18 - 10:10
Ritesh Batra hat versucht den tiefschürfenden Roman von Julian Barnes zu verfilmen. Ein Glück, dass er als Hauptdarsteller Jim Broadbent (als Tony Webster) verpflichten konnte. Der trägt den ganzen Film und vermeidet so, dass man das Ganze in die Schublade “Ärgerlich, weil kryptisch“ versenken muss.
Im Roman werden zwei Teile klar getrennt, im Film werden sie zerschnitten und gemischt. Hier erhält der antiquierte Titel ‘Cutter‘ wieder seine ursprüngliche Bedeutung.
Der geschiedene Tony Webster wird durch äußere Ereignisse gedrängt sein Leben zu überdenken. Das tut er auf zwei Ebenen, die nicht leicht zu durchschauen sind. Alle Figuren, die um ihn herum auftauchen sind kalt, unfreundlich und distanziert. Dabei ist Tony jetzt eine Seele von einem Alten. (War vielleicht früher einmal ein junger Grantler!) Weil er in Cambridge studiert hat, gibt es noch philosophische Einblendungen in die Dialoge.
Die Ex (Harriet Walter, trocken und gefühllos) macht ihn fertig, wo sie nur kann. Seine Tochter Susie (Michelle-DowntonAbbey-Dockery) findet erst nach der Geburt ihres ersten Kindes nette Worte für den geburtshelfenden Opa. Und die mysteriöse Veronica (Charlotte Rampling) trifft sich mit Tony, läuft davon, taucht als Betreuerin auf und verschwindet wieder. Verwirrspiel ist angesagt. Das können die Zuschauer beim Verlassen des Kinos im Gespräch klären. Das sollte aber nicht das übliche Verhalten sein. Man kann über den tieferen Sinn interpretatorische Gespräche führen, nicht aber über den banalen Inhalt. Ich verließ das Kino mit den Fragen ‘Wer war nochmal die Sarah?‘ und in welchem Verhältnis stand das Schnittchen als junge Veronika (Freya Mavor) zum jungen Tony? Und wo kommt der behinderte Sohn her? K.V.

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