2 Kommentare

Ein Dorf sieht schwarz

DEINE MEINUNG?


2016

Genre: Biographie, Komödie, Drama

Spieldauer: ~ 96 Minuten

Regie: Julien Rambaldi

Cast: Aissa Maiga, Edith Le Merdy, Mata Gabin, Jonathan Lambert, Marius Yelolo, Riton Liebman, Tatiana Rojo, Marc Zinga, Narcisse Mame, Rufus, Marie-Philomène Nga, Stéphane Bissot, Diogène Ntarindwa, Jean-Benoît Ugeux, Stéphanie Crayencour, Micheline Dieye, Frédérick Bukolé, Jean Bediebe, Bwanga Pilipili, Christophe Lambert, Maya Boelpape, Jean-Michel Balthazar, Sylvestre Amoussou, Thomas Vandenberghe, Vincent Martin, Caroline Safarian, Bayron Lebli, Jean-Marie Barbier, Stéphane Brodzki, Médina Diarra


Trailer:

Kurzbeschreibung: Frankreich 1975: Seyolo Zantoko ist Arzt und stammt aus dem Kongo. Als er einen Job in einem kleinen Kaff in Nordfrankreich angeboten bekommt, beschließt er, mit seiner Familie umzuziehen. Sie erwarten Pariser Stadtleben, treffen aber auf Dorfbewohner, die zum ersten Mal in ihrem Leben einem afrikanischen Arzt begegnen und alles tun, um den „Exoten“ das Leben schwer zu machen. Aber wer mutig seine Heimat verlassen hat und einen Neuanfang in einem fremden Land wagt, lässt sich so leicht nicht unterkriegen...


Filmkommentare (2)


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8martin
19.12.18 - 19:28
Der Titel besitzt mehrdeutige Qualität und beides trifft den Kern der Geschichte, die auf einer wahren Begebenheit beruht. a) Die Dörfler erwarten nichts Gutes und b) sie sehen einen Schwarzafrikaner.
Es ist gottseidank keine reine Komödie mit Schenkelklopfer Wirkung, es gibt durchaus ernste Momente. Diese ernste Komödie beeindruckt ohne große spektakuläre Momente. Und anstatt auf den erwarteten Integrationserfolg zu warten, blickt der Abspann auf das restliche Leben der Familie Zantoko aus Zaire (Kongo). Der Vater Seyolo (Marc Zinga) hat in Frankreich sein medizinisches Examen abgelegt und tritt eine Stelle in Marley-Gomont in der tiefsten Provinz an, mit dem Hintergedanken französischer Staatsbürger zu werden. Eine angebotene Stellung beim korrupten Diktator Mobutu in seiner Heimat anzutreten lehnt er ab.
Es wird durchaus realistisch geschildert, durch welche mutigen Aktivitäten Dr. Zantoko das Vertrauen der Dorfbewohner erlangt, die noch nie - wir sind in der 70er Jahren - einen farbigen Afrikaner aus der Nähe gesehen hatten. (z.B. Geburtshelfer bei einer Einwohnerin von Marley-Gomont, Tochter Sivi wird zum Fußball Star der Dorfmannschaft). Seyolos Frau Anne (Aissa Maiga) tut sich da viel schwerer. Ihre Telefonrechnung mit Zaire dokumentiert ihr Heimweh.
Und wenn die Verwandtschaft, die in Brüssel wohnt Weihnachten zu Besuch kommt und die Christmette mit Gospelsongs und lautstarkem Tanz aufmischt, ist ihm das peinlich, die Dörfler schauen mit offenem Mund zu und staunen.
Ein Highlight ist die Schulaufführung, die Seyolos Geschichte in kindliche Bilder umsetzt.
Die Klischees von beiden Seiten liegen auf der Hand, werden aber nicht breitgetreten.

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Chev
05.08.18 - 16:46
Vielleicht waren meine Erwartungen zu hoch.
Ich hatte auf eine Art "Willkommen bei den Schti's" gehofft. Es ist aber eher ein Abklatsch. Nicht sonderlich lustig und berührt - trotz des wichtigen Themas - hat es mich auch nicht wirklich.
Naja... bid auf das Theaterstück der Kinder.

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