3 Kommentare

Die Schwester der Königin

DEINE MEINUNG?


2008

Genre: Biographie, Drama, Romanze, Geschichte

Spieldauer: ~ 110 Minuten

Regie: Justin Chadwick

Cast: Natalie Portman, Jim Sturgess, Scarlett Johansson, Benedict Cumberbatch, Eddie Redmayne, Eric Bana, Kristin Scott Thomas, Juno Temple, Ana Torrent, Michael Smiley, David Morrissey, Mark Rylance, Oliver Coleman, Montserrat Roig de Puig, Tom Cox

Kurzbeschreibung: „Die Schwester der Königin“ erzählt die Geschichte der schönen Geschwister Anne und Mary Boleyn, zu einer Zeit, in der in Europa Geschichte geschrieben wurde. Getrieben vom blinden Streben ihrer Familie, kämpfen die Schwestern um die Liebe zum attraktiven wie leidenschaftlichen König Henry VIII. Während sich letztlich beide das Bett des Königs teilen, kann nur eine den Thron erklimmen. Für eine stürmische Regentschaft, die schon nach kurzer Zeit ihr tragisches Ende nimmt … durch das Schwert des Henkers.


Filmkommentare (3)


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Jason
08.08.09 - 14:34
Die Handlung von Die Schwester der Königin dürfte jedem einigermaßen geläufig sein, der sich zumindest ein wenig für das Mittelalter interessiert. Um 1520 war König VIII (Eric Bana) das, was man heutzutage wohl einen Frauenheld nennt: Sein Gemach wurde von unterschiedlichsten Frauen heimgesucht. Erst als er sich in die frisch zum Hofe gekommene Mary Boleyn (Scarlett Johansson) verliebt, enden seine Liebschaften zu anderen Hofdamen mehr oder weniger - und zu seiner eigenen Frau endgültig. Als Mary von ihm schwanger ist, kehrt ihre Schwester Anne (Natalie Portman) aus ihrem Exil in Frankreich zurück, um den König bei Laune zu halten. Natürlich bleibt es nicht dabei.

Damit beginnt zunächst ein eher harmloser Kampf zwischen den Geschwistern um die Gunst des Königs, der von den Scheidungsabsichten Heinrichs übertrumpft wird. Der nämlich möchte die Ehelichung mit seiner Frau Katharina von Aragón (Ana Torrent) für Unrecht erklären lassen; insbesondere deswegen, weil sie ihm bisher keinen männlichen Nachfahren bescherte. Allerdings geht der Film, obwohl die Annulierung wesentlich für den Verlauf der Geschichte ist, eher mäßig ein. Zum Beispiel fehlt die Begründung, weswegen die Königin das ansässige Gericht nicht akzeptiert, völlig. Man könnte dabei aber getrost ein Auge zudrücken, denn betrachtet man Die Schwester der Königin historisch, hielte der Film keiner Kritik auch nur ansatzweise stand. Denn er bedient sich oftmals Fiktion und nur allzu selten wahren Begebenheiten - und wenn, dann kratzt er nur an der Oberfläche. Schade!

Was gibt es noch zu sagen? Natürlich, Natalie Portman spielt ihre Rolle fabelhaft und interpretiert die ehrgeizige, teilweise rücksichtslose Anne glaubhaft. Ihre Kollegin Scarlett Johansonn als Mary hat da schon mehr Probleme. Oftmals wirkt sie zu melodramatisch und weinerlich, was unweigerlich zur Folge hat, dass sie von der Leistung Portmans überrollt wird. Schwer auch, Eric Bana als König für voll zu nehmen. Das aber liegt nicht allein an ihm, sondern an der Interpretation seiner Rolle. Schwer vorstellbar beispielsweise, dass ein Mann seines Ranges durch den Hof spaziert als wäre er ein niemand und nicht einmal Diener hat. Schön dagegen die Kostümierung und die musikalische Untermalung.

Zusammengefasst gehört die filmische Umsetzung des gleichnamigen Buches gerade noch so ins Mittelfeld. Wer die Geschichte Heinrichs, Annes und des englischen Hofes um 1500 atmosphärisch, packend und mit durchweg passender Besetzung ansehen möchte, sollte sich Die Tudors ansehen - dagegen nämlich verblasst Die Schwester der Königin.

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Kein Userbild
01.08.08 - 09:02
Diesen Film hab ich mir erst gekauft! Und ich fand ihn absolut genial!!!! Überhaupt bin ich ein Fan von Scarlett Johansson und Natalie Portman und ich muss sagen, die beiden spielen ihre Rollen wirklich gut!

Besonders beeindruckt hat mich auch der Soundtrack zum Film - ein wahnsinn!!!

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lilly
13.03.08 - 13:30
England im Jahre 1521: Zwischen der Königin Katherine von Aragón und Heinrich VIII. sind die Fronten verhärtet, denn die Königin kann ihm keinen männlichen Thronfolger schenken. Auch sonst herrscht keine Liebe zwischen den beiden. Howard, ein Vertrauter des Königs, erkennt, dass der König bald Trost in einer Mätresse suchen wird und will die zwei Töchter seiner Schwester an den königlichen Hof holen. Wenn eine von den beiden Boleyn Schwestern den König lang genug bezirzen kann, kommt die ganze Familie und natürlich auch er zur Macht und zum Reichtum. Mary Boleyn ist die jüngere von den beiden Schwestern. Sie steht ihr Leben lang im Schatten ihrer älteren Schwester Anne. Doch das alles stört sie nicht, da sie ihre Schwester über alles liebt. Da Mary eigentlich mit William Carey verheiratet ist, will die Familie Boleyn Anne in die Arme des Königs treiben. Tatsächlich verliebt sich der König in das bodenständige und schöne Mädchen Mary. Auf Wunsch ihrer Familie und sogar ihres Ehemanns zieht sie auf den Hof des Königs und wird seine Geliebte. Mary schafft es, den König glücklich zu machen und schenkt ihm einen Sohn. Inzwischen hat jedoch ihre Schwester Anne mit Hilfe weiblicher Verführungskünste dem König den Kopf verdreht. Von Rache getrieben, will sie die alte Königin vertreiben und ihren Platz einnehmen. Das Volk ist gespalten, denn es liebt seine alte Königin und will die „Hexe“ Anne nicht akzeptieren. Der König muss sich sogar von Rom trennen und eine eigene Kirche gründen, weil der Papst keine Scheidung akzeptiert. Durch die ganzen Umstände ist der König nicht mehr von Anne überzeugt und als sie ihm auch noch „nur ein Mädchen“ schenkt eskaliert die ganze Sache…

Die Schwester der Königin ist die Verfilmung des „historischen“ Romans von Philippa Gregory. Der Film weicht an einigen Stellen vom Buch ab und natürlich sind nicht alle Dinge, die im Film vorkommen, historisch belegt. Der Film fesselt einen von Anfang bis zum Schluss. Schwesternliebe, Intrigen, Verrat, Eifersucht, Liebe, Rache, Machtgier – alles gepackt in einem Film. Besonders einige Ausdrücke dieser Zeit sind lustig anzuhören: man schläft nicht mit jemanden, sondern wohnt ihm bei, oder schläft ihm bei. Was mich ärgert, ist die Art, wie man früher die Frauen behandelt hat. Sie waren Marionetten ihrer Väter und wurden schon kurz nach ihrer Geburt jemanden versprochen. Nach der Heirat mussten sie dann dem Mann dienen und wurden zu Gebärmaschinen umfunktioniert. Einerseits hasst man Anne für das, was sie ihren Geschwistern antut, andererseits bewundert man sie, weil sie die Willenstärke hat und für ihr „Glück“ kämpft. Sie verliert sich jedoch in dem, was sie begonnen hat und das kostet sie im Endeffekt ihr Leben. Mit Mary hat man Mitleid, weil sie immer nur das tut, was ihr auferlegt wird. Sie hat ein gutes Herz und trotz allem, was ihr ihre Schwester antut, steht sie hinter ihr. Natalie PORTMAN, Scarlett JOHANSSON, Eric BANA kommen in ihren Rollen sehr authentisch rüber. Alles in allem: großartige Schauspieler, fesselnde Geschichte, tolle Kostüme!

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