Hosted by World4YouMittwoch, 18. Juli 2018 35 Filme 1 Serie 87 Poster
Amazon Prime Filme
 

1 Kommentar

Portrait of a Lady

DEINE MEINUNG?


1996

Genre: Drama, Romanze

Spieldauer: ~ 138 Minuten

Regie: Jane Campion

Cast: Christian Bale, Viggo Mortensen, Nicole Kidman, John Malkovich, Mary-Louise Parker, Barbara Hershey, Roger Ashton-Griffiths, Martin Donovan, Shelley Winters, Shelley Duvall, Richard E. Grant, John Gielgud, Catherine Zago, Valentina Cervi, Alessandra Vanzi

Kurzbeschreibung: 1872 kommt die selbstbewusste, emanzipierte Amerikanerin Isabel Archer auf den Landsitz ihrer englischen Familie, um in die Gesellschaft eingeführt zu werden. Obwohl zahlreiche angesehene Männer ihres Standes um sie werben, besteht sie auf ihre Unabhängigkeit und weist ihre Verehrer zurück. Die feine Gesellschaft ist empört. Aber dann lässt sich die junge Frau ausgerechnet von dem selbstgefälligen Blender Osmond verführen, der in der folgenden Ehe nichts unversucht lässt, ihren Willen zu brechen. Erst nach Jahren erkennt Isabel, dass sie Opfer einer teuflischen Intrige wurde ...


Filmkommentare (1)


Beitrag schreiben


8martin
26.08.14 - 12:13
Mit seiner großen Dialoglastigkeit ist der Film ein echter Henry James. Isabell Archer (Nicole Kidman) ist von Männern umschwirrt wie eine Lichtquelle von Motten. Neben Richard E. Grant, Viggo Mortensen und Cousin Martin Donovan umwirbt sie auch noch John Malkovich, der als ungeliebter Gatte das Rennen macht. Es entsteht ein Gesellschaftsbild des ausgehenden 19. Jahrhunderts, in dem die geschliffene Rede die Kommunikation bestimmt hat. Wenn dann noch Lücken in der Handlung dazukommen, vermisst man einiges. So z.B. Isabells Hochzeit oder Barbara Hersheys Fehltritt.
Und so bleibt nur die Begeisterung für die Darsteller. Ich glaube Jane Campion ist hier bewusst nebulös geblieben. Und wenn dann noch ein sonderbarer Schluss angehängt wird, hat man das Gefühl, sich umsonst bemüht zu haben. Es bleibt unglaubwürdig, dass Isabell am Ende mit Cousin Ralph im Bett liegt. Einziger Lichtblick ist der junge Christian Bale, der im Gegensatz zu den anderen pomadigen Zeitgenossen als frisch Verliebter Heißsporn daherkommt. Die anderen müssen ja verklemmt sein, auch wenn mit Barbara Hersheys Enthüllung hier eine sexuelle Bombe platzt. Da haben viele schon gedanklich abgeschaltet, weil sie inzwischen im höchst artifiziellen Wortdschungel ertrunken sind. Bleibt die pompöse Ausstattung und eine tränenreiche Isabel. Das Ganze ist zu dicht an Henry James, zu komplex im Detail und daher zu unverständlich. Die wenigen s/w Retros sind eine unbedeutende optische Spielerei. Ein Anspruch, der abschreckt.

Antwort abgeben


Angemeldet bleiben?
Amazon Prime Unbegrenzter Seriengenuss