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Das Krumme Haus

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Ein Haus. Ein Mord. Viele Verdächtige.Das Krumme Haus

2017

Genre: Mystery

Spieldauer: ~ 115 Minuten

Regie: Gilles Paquet-Brenner

Cast: Gillian Anderson, Max Irons, Glenn Close, Terence Stamp, Christina Hendricks, Roger Ashton-Griffiths, Julian Sands, Preston Nyman, Christian McKay, David Cann, Stefanie Martini, Amanda Abbington, Honor Kneafsey, Gino Picciano, Jenny Galloway, John Heffernan, Tina Gray, Andreas Karras, Jacob Fortune-Lloyd, Lauren Poveda, Ani Nelson, David Kirkbride, Petros L. Ioannou, Madeleine Hyland, David Seddon, Ricky Gabbriellini


Trailer:

Kurzbeschreibung: Als Charles (Max Irons) nach Ende des Krieges endlich nach England zurückkehrt und offiziell um die Hand seiner Sophia (Stefanie Martini) anhalten will, kommt den beiden eine Familientragödie dazwischen: Sophias Großvater Aristide wurde vergiftet. Sophia, durch den Vorfall völlig verstört, möchte erst in die Ehe einwilligen, wenn der Mord aufgeklärt und der Täter gefunden ist. Charles beginnt somit auf eigene Faust zu ermitteln und findet bald heraus, dass nur ein Mitglied der Familie der Mörder sein kann. Doch wer hätte ein Motiv, den Familien-Tyrann ins Jenseits zu befördern? Eines Tages findet Charles ein kleines Notizbuch. Plötzlich dämmert ihm eine schreckliche Erkenntnis…


Filmkommentare (1)


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8martin
06.12.18 - 12:22
Der Titel von Agatha Christies Roman ist im Deutschen etwas unglücklich übersetzt. Das Original stützt sich auf ein Kinderlied, in dem es heißt … ‘There was a crooked man and he bought a crooked cat, which caught a crooked mouse, and they all lived together in a little crooked house.’
Nur dass das schlossähnliche Gebäude der wohlhabenden Familie Leonides alles andere als ‘krumm‘ ist. Drum sollte hier wohl auch eher die Bedeutung ‘Schurke oder Gauner‘ zutreffen. Regisseur Paquet-Brenner ist die Dramaturgie etwas verrutscht. Er hat an ihrer Stelle die Symmetrie eingesetzt. Dreiviertel des Films belauern und beschimpfen sich die Angehörigen des Clans gegenseitig und jeder hätte sowohl ein Motiv als auch die Möglichkeit den Tycoon Aristides zu vergiften, indem er oder sie ihm seine Augentropfen in die Blutbahn gespritzt hat, anstatt dorthin zu träufeln, wo sie hingehören. Diese fast zehn Personen sorgen für Unübersichtlichkeit. Und es ist ein äußerst dialoglastiger Plot, bei dem den Zuschauer nur die bombastische Ausstattung des großen Hauses bei Laune hält. (Gucken und Staunen!). Am Ende kommen nur die jüngste, die kleine Josephine (Honor Kneafsey) und die älteste Bewohnerin, Lady Edith (Glen Close), des Anwesens als Täter in Betracht. Genaugenommen eigentlich nur eine der beiden Mädels.
Rein symmetrisch gesehen rahmen außerdem zwei Figuren die ganze Mörderbande ein: Sophia (Stefanie Martini), die ihren Ex-Lover Charles (Max Irons, hat es schwer sich gegen seinen übergroßen Vater Jeremy durchzusetzen) mit den Ermittlungen beauftragt. Beide sind wieder bei der finalen Explosion dabei. Die letzte Viertelstunde kann das bis dahin gesehene nicht aufwiegen. Zumal die Darsteller keineswegs grottenschlecht sind, nur zu selbstverliebt agieren. Da hätte die Regie mehr aus ihnen rauskitzeln müssen.

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