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Wicker Man - Ritual des Bösen
53.4/100

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Wicker Man - Ritual des Bösen

FILM • 2006 • 1 Std. 38 Min.


Regie: Neil LaBute

Darsteller/-innen: Nicolas Cage, Aaron Eckhart, Ellen Burstyn, Diane Delano, James Franco, Leelee Sobieski, Erika-Shaye Gair, Emily Holmes, Tania Saulnier, Simon Longmore, Jason Ritter

Genre: Horror, Mystery, Thriller



Nicolas Cage in einem packenden Kampf gegen verschwörerische okkulte Mächte! Der Police Officer Edward Malus (Nicolas Cage) wird auf die kleine Insel Summersisle gerufen, um hier das mysteriöse Verschwinden eines jungen Mächens aufzuklären. Dort trifft er auf eine seltsam reservierte Gemeinde, die offenbar vorchristlichen Naturkulten anhängt und behauptet, dass das Mädchen namens Rowan dort nie gelebt hätte. Bald kommt Edward zu der schrecklichen Vermutung, dass die Kleine als menschliches Opfer für heidnische Gottheiten gedient haben könnte, und gerät immer tiefer in den gefährlichen Sog okkulter Mächte und Bräuche. Jeder Schritt näher an das verlorene Kind bringt ihn auch einen Schritt weiter in Richtung der größten Bedrohung der Insel: des Wicker Man.


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8martin

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10.06.18 - 13:02
Der Korbmann
Eigentlich halte ich Neil LaBute für einen ernstzunehmenden Regisseur. Aber was er sich hierbei gedacht hat, erschließt sich mir nicht. Will er die Welt der Esoteriker als eigenes Universum karikieren, in dem eigene Gesetze gelten, dazu braucht’s mehr bissige Satire. Da reicht es nicht, wenn John Cage als ermittelnder Cop mal so ganz plötzlich einer ‘Schwester‘ einen Schwinger versetzt oder sich mit ‘Schwester‘ Honey (Leelee Sobiesky) prügelt.
Oder aber soll hier wieder einmal ein alter keltischer Brauch dokumentiert werden? Das Verbrennen eines Mannes als Opfergabe an die Götter in einem Weidengeflecht, das die Form eines Menschen hat? Dann passen die Rückblenden in s/w ebenso wenig wie unrealistische Einblendungen, wenn auf einem Schiff ein Zug durchs Bild fährt.
Vielleicht ist es ja der emanzipatorische Aspekt, der hier zum Tragen kommt: ein Frauenstaat, ähnlich dem der Bienen, angeführt von Schwester Summersisle (Ellen Burstyn), der die Männer als stumme Drohnen bezeichnet und sie nur zur lieblosen Fortpflanzung braucht. Dazu fehlt die nötige Konsequenz und die Vater-sucht-Tochter-Story wirkt etwas daneben.
Man kann eventuell darüber schmunzeln, dass diesmal der edle John-Tempelritter-Cage als Opfer im geflochtenen Manderl sitzt und dass seine Ex auf den Namen Weidenbaum hört. Versatzstücke aus ‘Killerbienen‘, dem ‘Fog‘ und den ‘Trauernden Gondeln‘ werden erkennbar eingesetzt und so entsteht eine kryptisches Gemisch aus Horror, Cop-Thriller, Folklore Doku und ein bisschen Mystery. Nicht aus einem Guss, sondern ganz schön viel verschüttet. K.V.

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