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2 Kommentare

Jurassic Park

DEINE MEINUNG?


1993

Genre: Familie, Abenteuer, Sci-Fi

Spieldauer: ~ 121 Minuten

Regie: Steven Spielberg

Cast: Sam Neill, Laura Dern, Jeff Goldblum, Richard Attenborough, Bob Peck, Martin Ferrero, Joseph Mazzello, Ariana Richards, Samuel L. Jackson, , Wayne Knight, Gerald R. Molen, Miguel Sandoval, Cameron Thor, Christopher John Fields

Kurzbeschreibung: Steven Spielberg präsentiert Jurassic Park. Ein vollendetes Meisterwerk, das aufgrund seiner virtuosen Phantasie, atemberaubender Spannung, wissenschaftlicher Detailtreue und höchster Regiekunst weltweit zum größten Filmerfolg aller Zeiten wurde. Ein reicher Unternehmer errichtet auf einer einsamen Insel heimlich einen Erlebnispark, der für seine Gäste außergewöhnliche Attraktionen bereithält. Es ist gelungen, aus einer urzeitlichen DNA leibhaftige Dinosaurier ins Leben zu rufen. Bevor der Park für das Publikum geöffnet wird, lädt er einen führenden Paläontologen, dessen Freundin, eine Paläobotanikerin, einen berühmten Mathematiker und seine beiden wißbegierigen Enkel ein, um die besorgten Investoren zu beruhigen. Aber der Besuch seiner ersten Gäste verläuft alles andere als nach Plan. Die urzeitlichen Monster brechen aus, entziehen sich jeder Kontrolle und starten eine mörderische Jagd auf ihre Schöpfer...


Filmkommentare (2)


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kurenschaub
12.04.10 - 20:10
Großartiges Schauspielerteam, großartig an Ideen und überwältigend getrickst.
Steven Spielbergs meisterhafte Regie in einem unglaublichen
bahnbrechenden Kinospektakel.

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Filmosoph
15.01.09 - 17:48
Steven Spielberg ist mit diesem Film eine perfekte Umsetzung des Michael Crichton Romans gelungen. Sam Neill und vor allem Jeff Goldblum sind absolute Glücksgriffe in diesem Film. Während Neill denn ernsthaften Wissenschaftler mimt, stellt Goldblum den perfekten Gegenpart dar: Sprachlich gewandt, wortwitzig, sarkastisch, realistisch. Da auch Lord Richard Attenborough mit von der Partie ist, gewinnt der Film auch etwas an »klassischer Größe«.
Der Film selbst basiert auf einer moralisch sehr fragwürdigen Idee: Man erzeugt Saurier-Klone und möchte damit einen »Streichelzoo« aufmachen, der Personen aller Welt anziehen soll. Erst um 1993 hatte man wirklich auch die computertechnischen Mittel dafür, die Dinos auch realistisch aussehen zu lassen – und die Effekte im Film können sich auch heute noch sehen lassen. Jurassic Park schlug damals ein wie eine Bombe – und hat meiner Meinung nach auch heute noch nichts von seinem einstigen Reiz verloren. Nur betrachtet man heute den Film schon fast aus der »Klassiker-Perspektive«, wenngleich der Film sehr modern – also flott und spannend, mit schnellen Schnitten inszeniert wurde. Und einige Szenen sind auch in die Filmgeschichte als solche eingegangen – etwa als Neill vor dem Brachiosaurus treffend bemerkt »Das.. das ist ein Dinosaurier«. Das dachten sich wohl auch viele im Kino 1994, als hätten sie tatsächlich das erste Mal einen »echten« Dinosaurier zu Gesicht bekommen. Neill spricht hier letztlich zum und für den Zuseher. Auch wenn wir heute allerorts mit solchen Effekten in Kontakt kommen, hat diese Szene nichts an Faszination verloren.
Jurassic Park ist von Anfang bis Ende straight erzählt und kann enorme Spannungsspitzen aufwarten, wobei man dazwischen nur selten zum Durchatmen kommt. Dies ist nach den Effekten, den tollen Schauspielern wohl der größte Pluspunkt des Filmes: Der Film überzeugt auf allen Linien als Thriller.
Auch wenn man den Film vielleicht nur einmal gesehen hat und nicht absichtlich auf die Musik geachtet hat, werden sich die Themen ins Gehirn einbrennen; denn John Williams schaffte mit dem Soundtrack einen seiner besten überhaupt, der sich durchaus mit seinen »Großen« wie Star Wars oder Indiana Jones messen kann. Die Musik spiegelt nämlich perfekt die Stimmung des Filmes wider, welche zwischen Faszination für die Tiere und einem ganz schnellen Thriller schwankt. Gleichzeitig gibt es auch Spannungsmomente, wo eigentlich »nichts« passiert, etwa als Goldblum frägt, »was bekommen wir hier eigentlich zu sehen? King Kong?«. Hier ist dann v. a. die Musik dafür verantwortlich, dass die Szene trotzdem Spannungsspitzen erreicht.
Neben diesen Spannungsmomenten bringt der Film auch eine gewisse ethische Debatte vor, aus dem Mund von Goldblum. Die Metapher ist genial: Bei einem offenbar künstlichen Essen wird über die Entscheidung dieser gewissermaßen künstlichen Dinosaurier debattiert; Attenborough greift vom Grundgedanken her zur modernsten Technik (»ich habe kein Kosten gespart!«), um eine Urgewalt von Natur zu beherrschen. Dass dies nur zum Scheitern verurteilt sein kann, wird spätestens hier klar, gerade weil davor die Faszination für die Tiere so riesig ist. Attenboroughs Figur ist letztlich tragisch, wenn auch uneinsichtig (wie in Teil 2 gut zu sehen). »Ein Mann mit den besten Absichten« würde er wohl über sich selbst sagen, lediglich die Umsetzung wäre zu mangelhaft, aber nicht grundfalsch. Dennoch stammt aus diesem Mund eine der bemerkenswertesten Sätze des Films: »Das Leben findet immer einen Weg«.
Kurz: Jurassic Park ist ein ganz großer Klassiker des Science-Fiction Genres, welcher mit enorm hohen Spannungsspitzen fesselt; tritt Goldblum vor die Kamera, ist sogar leichtes Schmunzeln angesagt – ein Meisterwerk in jeder Hinsicht und auch bei genauem Hinblicken ganz ganz stark.

Fußnote: Samuel L. Jackson schaffte mit diesem Film den eigentlichen Durchbruch, bevor er mit Pulp Fiction zum Weltstar aufstieg.

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