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8martin
11.09.18 - 17:37
Der schwer verständliche Titel ist aber auch das Einzige, was man an diesem Film von Jim Jarmusch auszusetzen haben könnte.
Klar gegliedert in drei Akte und mit einem märchenhaften Schluss beginnt es zunächst atmosphärisch düster im Gangstermilieu. Wir sehen wie Zack (Tom Waits, auch Songs) nach Problemen mit seiner Freundin – starker Auftritt von Ellen Barkin - unschuldig im Gefängnis landet, wo er mit Jack (John Lurie, auch Musik) eine Zelle teilen muss. Es kommt zu Hahnenkämpfen. Bis der sprachlich unermüdliche Roberto (Benigni) hinzukommt (2.Teil), der zwar nur wenige Brocken Englisch spricht, aber dafür mit einem herrlichen italienischen Akzent, was allein schon die Hälfte der Kultmiete ausmacht. Klar, dass er Zack mit Jack verwechselt und seine Berufsbezeichnung ‘cheater‘ (Falschspieler) eher wie ‘shitter‘ klingt. Dafür kennt er im Gegensatz zu seinen Zellengenossen Walt Whitman und dessen wichtiges Werk, das in Amerika mal jedes Kind kannte und singt sinngemäß ‘screama screama iceecreama‘. Der dritte Teil ist die Flucht der sympathischen Ganoven wider Willen durch die Everglades. Sie landen in einem einsamen Gasthaus, wo Roberto seine große Liebe Nicoletta Braschi (seine Frau fürs Leben in echt) findet.
Sprachliche Raffinesse – jeder versuchte 1986 so italienisches Englisch wie Roberto zu sprechen (z.B. ‘It’s verrry diffikuult tuu cätsch a räbbitah!) und für an sich harte Jungs das Erfahren von menschlicher Wärme durch einen Sprachclown machen den Film zum Sympathieträger unter den Kultfilmen. Für mich der beste Jim Jarmusch. Unheimlich witzig, warmherzig, märchenhaft. Und von Robby Müller in s/w veredelt.

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