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Die Kinder des Fechters

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8martin
04.10.18 - 12:59
Ein kleiner Film, der nicht nur für das Baltikum von Bedeutung ist. Er setzt einem für Estland bedeutenden Mann ein Denkmal. Endel Nelis (Märt Avandi) ist ein Fechttalent und bringt es Kindern bei. Diese Sportart galt damals in der SU der 50er Jahre als bourgeoises Überbleibsel des Feudalismus. Endel taucht unter, weil er sich vor Stalins Geheimpolizei verstecken muss. Auf einem Turnier in Leningrad wird er verhaftet. Die Fechtschule besteht bis heute, Endel wurde inzwischen rehabilitiert. Der Umgang mit den Kindern ist warmherzig geschildert. Leise, langsame Bilder beeindrucken und halten die Emotionen unter der Decke. Neben dem Fechtunterricht läuft ganz unaufdringlich und vorsichtig eine Liebesgeschichte zwischen Edel und Kollegin Kadri (Ursula Ratasepp), die ihre Erfüllung erst nach Stalins Tod und Edels Entlassung findet. Seine Schüler siegten und er wurde verhaftet. Völlig unspektakulär wird hier die sowjetische Fremdherrschaft in Estland an einem praktischen Beispiel beleuchtet. Sympathische Darsteller und erstaunlich wache Kinder bringen menschliche Wärme in diese politische und klimatische Eiszeit, des Kalten Krieges. Endel ist kein Held, nur ein gradliniger Mensch, der fechten will und als solcher ist er auch irgendwo ein Kämpfer, denn Mut beweist er allemal.

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