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Rebellinnen
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Rebellinnen

FILM • 2019 • 1 Std. 27 Min.


Regie: Allan Mauduit

Darsteller/-innen: Simon Abkarian, Yolande Moreau, Audrey Lamy, Eric Godon, Pierre Nisse, Beatrice Agenin, Alain Bellot, Cécile De France, Hervé Mahieux, Patrick Ridremont, Samuel Jouy, Martine Vandeville, Tom Lecocq, Valentin Papoudof, Michel Masiero, Georges Kelessidis, Franck Muon, William Prunck, Audrey Chapon, Elléonore Lemattre, Eric Beauchamp, Emmanuelle Fernandez, Manu Layotte

Genre: Komödie



15 Jahre lebte die Provinz-Schönheitskönigin Sandra (Cécile de France) an der Côte d'Azur, jetzt kehrt sie nach Nordfrankreich zurück und zieht wieder bei ihrer Mutter ein. Arbeit findet die Ex-Miss in der ortsansässigen Fisch-Konservenfabrik und unter den Kolleginnen auch gleich zwei neue Freundinnen - die einsame, aber scharfzüngige Hausfrau Nadine (Yolande Moreau) und Marilyn, eine hysterische, alleinerziehende Mutter (Audrey Lamy). Weniger gut kommt sie mit ihrem Chef zurecht, der immer wieder zudringlich wird, bis sie ihn eines Tages, als sie sich mal wieder zur Wehr setzen muss, ausversehen tötet,. Während die drei Freundinnen noch überlegen, was nun zu tun ist, stoßen sie im Schließfach des Toten auf eine Tasche voller Geld. Spontan beschließen sie, den unerwarteten Reichtum unter sich aufzuteilen. Ein todsicherer Plan? Kann man so sagen. Denn plötzlich ist ihnen nicht nur die Polizei auf den Fersen, sondern auch ein örtlicher Gangster und die halbe belgische Unterwelt…


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8martin

8martin


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12.07.19 - 16:55
Endlich mal ein Film, der einen Vergewaltiger so bestraft wie es der feministische Stammtisch immer wieder gerne fordert: Schnippschnapp!
Das geniale Debüt von Alan Mauduit ist eine Komödie, die in einen Krimi übergeht. Drei Mädels (hervorragend gecastet: Sandra (Cécile de France), Nadine (Yolande Moreau) und Marilyn (Audrey Lamy) werden durch ein Verbrechen der besonderen Art zusammengeführt. Ihr gemeinsamer Arbeitsplatz ist eine Fischfabrik des Ortes. Sandra, der heimgekehrten Schönheit von einst, gelingt es Jean-Mi (Patrick Ridremont) beim Versuch sie zu vergewaltigen den Schnüdel mit der Kante des Garderobenspinds abzutrennen. Als sie bei ihm eine Tasche mit Geld findet, helfen ihr die Kolleginnen, die Leiche via Fischkonservendosen zu entsorgen. Sie müssen erst in die Fabrik dann in die örtliche ‘Tafel‘ einbrechen. Und Jean-Mis abgetrennte Kronjuwelen vom Schreibtisch de Chefs mitgehen lassen. Komödiantisch!
Das Geld gehört der Mafia und die wollen es wiederhaben. Der Plot verzweigt sich in sehr persönliche Bereiche und hält so die Spannung hoch: der Zwischenhändler und Drogendealer Simon (Simon Abkarian), entpuppt sich als Sandras Vater, dem die Mafia im Nacken sitzt und der Typ, den Sandra in der Disco aufreißt ist ein Bulle (Samuel Jouy), der auch Dreck am Stecken hat und in die Provinz strafversetzt wurde. Die drei Mädels werden die Ganoven los mit viel Ballerei, Autounfällen und Prügel. Sie alle brauchen das Geld und es geht weißgott dabei nicht zimperlich zu: die Mädels schießen, verteilen Kinnhaken und entkommen gekonnt aus allen noch so ausweglos erscheinenden Situationen. Am Ende treffen sich alle Beteiligten mit gezogenen Pistolen bei Nadine. Es gibt eine Riesenballerei! Die Gangster sind nicht wie so oft strunz blöd, sondern echt gefährlich, doch die Girls sind cleverer und schlagen gekonnt zurück.
Ein langgezogener Schluss beschließt diesen Klassefilm, der auch noch überraschende Wendungen enthält. Ein neuer Stern am französischen Filmhimmel, den man sich merken sollte. Diesen Film kann man sich mehrmals anschauen.

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