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Amadeus
76.8/100

6 Bewertungen

Amadeus

FILM • 1984 • 2 Std. 53 Min.


Regie: Milos Forman

Darsteller/-innen: Jeffrey Jones, F. Murray Abraham, Roderick Cook, Kenny Baker, Tom Hulce, Kenneth McMillan, Roy Dotrice, Simon Callow, Elizabeth Berridge, Christine Ebersole, Charles Kay, Barbara Bryne, Martin Cavina, Milan Demjanenko

Genre: Biographie, Drama, Musik



Am Wiener Hof von Kaiser Joseph II. wird man schon früh auf das Wunderking Mozart aufmerksam. Doch die Begeisterung ist nicht ungeteilt: Dem verhärmten Hofkomponisten Salieri ist das lebensfrohe Genie ein unerträglicher Dorn im Auge. Und während Mozart zur musikalischen Sensation des Jahrhunderts aufsteigt, reift in seinem verbitterten Konkurrenten ein mörderischer Plan...


Filmkommentare (2)


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Joone

Joone


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21.10.10 - 13:11
Großartige Musik, großartige Sets, großartige Schauspieler, großartige Erzählung - Sowas nennt man gerne Kunst.

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Filmosoph

Filmosoph


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09.12.08 - 15:17
Milos Forman hat es also wieder allen gezeigt. Nach "Einer flog über das Kuckucksnest" legte er den nächsten Klassiker für die Ewigkeit vor. Das Leben eines Genies zu verfilmen - das ist eine enorme Herausforderung; eine der Richtlinien waren dabei, einzig die Musik von W. A. Mozart im Film zuzulassen. Andererseits bediente er sich bei der Zeichnung einer unkonventionellen Methode: Er biographierte Mozart indirekt über eine andere Figur, namens Antonio Salieri!
Die zweite Auffälligkeit im Film ist der von Tom Hulce gespielte Charakter Mozarts: So wird er als kindisches, manchmal dümmliches, derbes Genie dargestellt - im Gegensatz zum gesellschaftlich enorm angepassten Salieri, mit seinen dunklen Gedanken.
Eine Kontrastzeichnung, die anfangs irritiert - so haben wir uns Mozart aber wirklich nicht vorgestellt. Doch im Laufe des Filmes, sieht man sich ihn zweimal an funktioniert es von Beginn weg, gewöhnt man sich in gewisser Weise an diesen ungewöhlichen Stil.
Man kann sich richtiggehend hineinversetzen in die zunehmende Bitternis von Salieri; seinen Kampf mit "Gott"; seinen Kampf gegen die im Vergleich zu Mozart natürlich Durchschnittlichkeit; - all das gelang Forman brilliant zu inszenieren, denn gerade hier steckt auch der Witz des Filmes: Die Widersprüchlichkeit, wo Salieri die Oper aufgrund seiner Kontakte abesetzen lässt, aber dennoch zu jeder Vorstellung geht, weil die Musik eben "himmlisch" sei, ist köstlichst anzusehen!
Noch dazu besitzt der Film eine der bemerkenswertesten Schlussszenen, die ich je sah: Der Film endet dort, wo er begann. Daher kann ich das ruhig schreiben: Wie Salieri in der Anstalt, zwischen den geistig ärmsten, durch den Gang geschoben wird um das Frühstück einzunehmen - dabei erteilt er "allen Mittelmäßigen auf diesem Planeten" die Absolution. Balsam auf der Seele, ein Trostpflaster, vielleicht schon Loblied auf die "Mittelmäßigkeit"! Man ist ja mit weniger zufrieden, der Vergleich mit Genies muss immer hinken.

Ein Must-See des zurecht mit 8 Oscars ausgezeichneten Films.

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