HIDE
Der falsche Mann
71.0/100

1 Bewertung

Der falsche Mann

FILM • 1956 • 1 Std. 45 Min.


Regie: Alfred Hitchcock

Darsteller/-innen: Charles Cooper, Nehemiah Persoff, Henry Fonda, Vera Miles, Anthony Quayle, Harold J. Stone, Esther Minciotti, Dayton Lummis, Charles Aidman, Henry Beckman, John Heldabrand, Doreen Lang, Laurinda Barrett, Norma Connolly, Kippy Campbell, Robert Essen, Richard Robbins, Peggy Webber, Sammy Armaro, Michael Ann Barrett, John C. Becher, Ray Bennett, Harry Bergman, Sherman Billingsley

Genre: Drama




Filmkommentare (1)


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8martin

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03.12.19 - 11:33
Das ist nicht Alfs stärkster Film, obwohl er eine Schlussszene hat, die nachdenklich stimmt. Geschönt und falsch!
Ein Unschuldiger wird verhaftet und natürlich wissen wir, dass am Ende die Unschuld des unbescholtenen Familienvaters Manny Balestrero (Henry Fonda) ans Licht kommen wird. Ein Allerweltsthema, so wie es jedem zu jeder Zeit passieren könnte.
Die prekären Verhältnisse der Familie sprechen nicht gerade für Manny. Er wollte nur wissen, wie hoch ein Kredit auf die Versicherungspolice seiner Frau wäre. Die Polizei glaubt, er habe das Büro überfallen und um $71 erleichtert. Als die Zeugensuche erfolglos bleibt, ist die logische Folgerung von Mannys Frau Rose (Vera Miles): ‘Alle haben sich gegen uns verschworen.‘ Vera Miles verleiht dem Film aus der dritten Reihe der Hitchcock-Filme einen gewissen Tiefgang, der ihn zu einer kleinen Perle macht.
Den äußeren Schaden der schlampigen Polizeiarbeit kann man beheben, die sich widersprechenden Aussagen vergessen, aber den seelischen nicht. Vera Miles spielt die Rose überzeugend in logischer Konsequenz: vom ersten unkontrollierten Lachanfall, über den emotionalen Ausraster, als sie ihren Mann schlägt, dann mit Schlaf- und Appetitlosigkeit reagiert und sich letztendlich in eine Welt träumt, die mit der Realität nichts mehr zu tun hat. Einziger technischer Schnickschnack am Rande ist die Überblendung der Gesichter von Manny und dem wahren Täter. Und Rose bleibt in der Anstalt in tiefe Depression versunken. Den lapidaren Satz von der Heilung von Rose nach Jahren im Abspann kann man getrost vergessen, denn er geht am Problem vorbei und stimmt einfach nicht. Es ist ein zu Recht völlig humorloser Film, der den psychischen Verfall einer Frau schildert.

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