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Accident - Zwischenfall in Oxford
80.0/100

1 Bewertung

Accident - Zwischenfall in Oxford

FILM • 1967 • 1 Std. 45 Min.


Regie: Joseph Losey

Darsteller/-innen: Michael York, Freddie Jones, Maxwell Caulfield, Harold Pinter, Terence Rigby, Alexander Knox, Dirk Bogarde, Stanley Baker, Delphine Seyrig, Vivien Merchant, Ann Firbank, Jacqueline Sassard, Brian Phelan, Jill Johnson, Jane Hillary, Carole Caplin, Nicholas Mosley, Steven Easton

Genre: Drama




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8martin

8martin


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09.01.20 - 12:20
Solche filigranen Meisterwerke können nur von Meistern des Faches geschaffen werden und das sind hier Regisseur Joseph Losey und sein Drehbuchautor Harold Pinter. Sie vermitteln einen einfühlsamen Einblick in die englische Gesellschaft der 60er Jahre, hier speziell in das Unimilieu des altehrwürdigen Oxfords.
Hier sind die Profs auch nur Menschen und nicht unempfänglich für die Reize ihrer Studentinnen. Der Titel bildet den Rahmen für dieses Gesellschaftsbild durch einen Autounfall mit tödlichem Ausgang. Zwischendurch wird ein komplexes Beziehungsgewebe entwickelt, in dem sich alle Beteiligten mehr oder weniger an den Normen der gesellschaftlichen Moral abarbeiten.
Eine zentrale Figur ist Stephen (Dirk Bogarde), verheiratet, zwei Kinder, das dritte ist unterwegs. Seine Frau Rosalind (Vivien Merchant, die in Frenzy ihrem Ehemann den Appetit verderben wird, ist hier noch ganz cool drauf.) Stephen hat ein Auge auf die Studentin Anna (Jacqueline Sassard) geworfen, die eigentlich mit dem adeligen Kommilitonen William (Michael York) verlobt ist. Stephen verkneift sich seine Lust und muss zusehen, wie Kollege Charley (Stanley Baker), der ebenfalls verheiratet ist (Laura) und Kinder hat, bei Anna landet.
In diesem Moment kracht der Autounfall ins Milieu und verändert das soziale Umfeld.
William kommt ums Leben, Anna geht zurück nach Österreich, die Ehefrauen Rosalind und Laura zeigen Verständnis und schweigen. Charley ist sowieso der Gelackmeierte. Da Stephen als erster am Unfallort war, konnte er die geschockte Anna in sein Haus geleiten und ihre Situation ausnutzen.
Am Ende hören wir wieder einen Autounfall, wieder vor Stephens Haus… etc. etc.
Drei harte Schnitte portionieren den Plot durch Zeitsprünge und beleuchten die weitere soziale Umgebung. Äußerlich ändert sich nicht viel, alles bleibt schön unter dem Teppich.

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