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Das Geheimnis der dunklen Kammer

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8martin

8martin


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03.09.20 - 13:16
Der Regisseur mit dem berühmten Namen, mit dem er nicht verwandt ist, hat einen Film gemacht, der sich im Grenzbereich zwischen Realität und Traum, zwischen Erinnerung und Wunschvorstellungen bewegt. Er dringt dabei optisch sogar in metaphysische Bereiche vor. Unentschieden, ob Mystery oder Fantasy, auf alle Fälle ein sanfter Gruselfilm.
Oberflächlich betrachtet erzählt sich der Plot gradlinig von A nach B. Man übersieht dabei allerdings die Zwischentöne, eingeschobene Blickwinkel und die Möglichkeit von mehreren Optionen, die das bisher Gesehene in Frage stellen.
Der alte Künstler Stéphane (Olivier Gourmet) praktiziert noch die erste Form der Fotographie die Daguerreotypie. Dazu ist eine riesige Apparatur mit einer überdimensionalen Kamera nötig sowie eine komplizierte Konstruktion, die das Model stützt. Seine Tochter Marie (Constance Rousseau), das einziges Objekt vor der Kamera muss diese Tortur stundenlang ertragen. Als Jean (Tahar Rahim) ein junger Gehilfe auftaucht, gibt es Probleme: die Alten gegen die Jungen, Vater gegen Tochter, Mann gegen Frau und sogar Kunst gegen Natur, denn das Verfahren benutzt Quecksilber.
Makler (Vincent: Mathieu Amalric und Thomas: Malik Zidi) tauchen auf und wollen Stéphane das Anwesen abkaufen.
Stéphanes Frau hatte sich umgebracht. Er redet mit ihr, sieht sogar. Marie stürzt und verschwindet in einen ominösen Zwischenbereich: Vater Stéphane glaubt sie sei tot, droht den Verstand zu verlieren. Jean holt sie zurück. Hausverkauf ist perfekt, Marie und Jean besiegeln das in einer Hotelnacht. Stéphane erschießt sich, Jean tötet den Makler Thomas. Eine Frau erscheint immer wieder auf Treppen oder in halbdunklen Kellern (wie bei Wilkie Collins oder Henry James). Wir sehen sogar eine improvisierte Hochzeit von Jean und Marie. Danach fährt er mit ihr davon, doch der Beifahrersitz, mit dem er spricht, ist leer. Sein letzter Satz lautet ‘Die Reise war wirklich schön.‘
Man muss sich drauf einlassen.

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kurenschaub

kurenschaub


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31.08.20 - 19:44
Ein recht solides Mysterydrama, welches auch einige schaurige Momente bieten kann. Alles in Allem aber doch nicht in Schwung kommend, die 130 Spielminuten vergehen keinesfalls wie im Flug.

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