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Zeit des Aufbruchs - KRITIKEN - FE-Filmdatenbank
 

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Filmkommentare (1)


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29.10.20 - 11:22
Virginie Sauveur hat einen beeindruckenden und in den Details gut ausgewählten Film über die Problematik von Einwanderern in Frankreich gemacht. (Es könnte überall in Europa sein!) Die Darsteller sind alle absolut authentisch. Anhand von verschiedenen Einzelschicksalen packt sie die Übel dieses Phänomens an der Wurzel und haut sie dem Zuschauer ungeschönt aber mit leichtem emotionalem Nachdruck um die Ohren.
Auf der einen Seite der Schranke stehen u.a. Sira (Claudia Tagbo), eine Dolmetscherin, die den Migranten gegen Bezahlung glaubhafte Geschichten vorschlägt. Sie kam selbst vor Jahren nach Frankreich und weiß wie das System funktioniert. So rät sie den Hilfesuchenden ‘Du musst nicht die Wahrheit sagen, sondern nur glaubwürdig lügen.‘ Sie begegnet der kleinen Assa (Hadja Traore), die vorübergehend bei ihr eine Zuflucht findet. Ihr Vater Modibo (Azoul Dembélé ist aus Mali geflohen um eine Genitalverstümmlung seiner Tochter zu vermeiden. Sira kann die Juristin Louise (Alice Belaïdi), die auf der anderen Seite steht, für Assas Fall interessieren. Das kleine Mädchen hat leider kein Geld. Nur ein Bonbon in der Hand. Abdul (Amer Alwan), der Literaturprofessor aus dem Iran, der dort seine ganze Familie verloren hat, will keinen professionellen Verteidiger und wird als Asylbewerber erst einmal abgelehnt, obwohl er fließend französisch spricht und die Kultur des Landes sehr schätzt.
Den offenen Ausgang dekoriert Virginie Sauveur mit einem in Zeitlupe umherfliegenden Geldscheinregen um Sira herum. Ein Hinweis auf das System, das Licht und Schatten hat und nach festen Regeln funktioniert. Manchmal muss man einfach etwas nachhelfen und dann ist auch noch Glück im Spiel. Ein Dauerbrenner, der immer wichtiger wird.

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