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Garp und wie er die Welt sah
83.0/100

5 Bewertungen

Garp und wie er die Welt sah

FILM • 1982 • 2 Std. 11 Min.


Regie: George Roy Hill

Darsteller/-innen: Glenn Close, Robin Williams, Swoosie Kurtz, Mary Beth Hurt, Jessica Tandy, Hume Cronyn, John Lithgow, James McCall, George Ede, Mark Soper, Nathan Babcock, Ian MacGregor, Warren Berlinger, Susan Browning

Genre: Drama, Komödie, Romanze, Sport



Eigentlich wollte Garp immer nur ein berühmter Schriftsteller werden. Aber schon die Umstände seiner Zeugung sprachen gegen eine große Karriere. Eine resolute Krankenschwester und ein schwerverletzter Soldat, der von dem Akt nichts mitbekam, weil er im Sterben lag, waren seine Eltern. George Roy Hill ("Der Clou", "Die Libelle") verfilmte John Irvings Weltbesteller meisterlich. "Garp" ist gefühlvoll, leidenschaftlich, exzessiv, aufrührerisch und vor allem verrückt.


Filmkommentare (2)


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kurenschaub

kurenschaub


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07.09.13 - 19:25
Wer den jungen, erst 30 jährigen Robin Williams (wahnsinnig beseelt aufspielenden Mimen) in diesem Film sehen wird - ist begeistert.
Eine phantastische Tragikkomödie nach dem gleichnamigen John Irvin Bestseller, sie bietet alles was ein Cineast braucht.
Pure Dramatik, geschliffenen, spöttelnden Witz, ein anspruchsvolles Gesamtbild und viele wirklich außergewöhnlich schräge Szenen, denn T.S. Graps (Williams) wurde von Jenny (Glenn Close) mit einem sterbenden Soldaten gezeugt.
Das Bürschlein bekommt ständig Troubles, um danach wieder und wieder den Sonnenschein zu verspüren - darstellerisch und inszenatorisch echt eine Wucht.
Leben - Liebe und Tod mal heiter dann wieder melancholisch serviert, alles köstlich, ziemlich rund und makellos trotz der langen, aber kurzweiligen 131 Minuten.

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8martin

8martin


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05.09.13 - 14:32
Die Lebensgeschichte dieses Garp (Robin Williams) stammt voll aus dem prallen Leben. Nur dass dieses Mal der Romanautor John Irving viele autobiographische Details mit eingewoben hat. Und der Film ist neben den ernsten Absichten sehr amüsant. Dabei werden sexuelle Probleme recht offenherzig abgehandelt. Die zentrale Botschaft klingt ganz schön progressiv: Mutter Jenny (Glen Close) wollte ein Kind, aber nicht heiraten. Beide werden Schriftsteller. Sie verfasst ein politisches Manifest und ist viel erfolgreicher als ihr Sohn. Gegen Ende wird es dann nochmal dramatisch und spannend. Die kinderreiche Ehe von Garp verläuft wie viele; wird aber nach Problemen wieder gekittet. Es gibt fatale Zusammenstöße, aber auch Mord und Totschlag.
Der ironische Blickwinkel macht die Handlung unterhaltsam ohne sich thematisch zu verbeißen. Achtziger Jahre Kino, ein bunter Strauß aus Problemchen, Tränen und munteren Späßen, musikalisch eingerahmt von den Beatles und Nat King Cole. Wer John Irving mag, wird den Film lieben. Man kann ihn sich immer wieder mal antun.

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