World4You - Internet Services GmbH
 

2 Kommentare

Corpse Bride - Hochzeit mit einer Leiche

DEINE MEINUNG?


2005

Genre: Musik, Zeichentrick, Romanze, Fantasy

Spieldauer: ~ 74 Minuten

Regie: Tim Burton

Cast: Johnny Depp, Helena Bonham Carter, Emily Watson, Tracey Ullman, Albert Finney, Christopher Lee

Kurzbeschreibung: Corpse Bride - Hochzeit mit einer Leiche ist das neue Meisterwerk des Kult-Regisseurs Tim Burton, welches die düster-romantische Tradition seiner Fantasy-Klassiker Sleepy Hollow und The Nightmare before Christmas erfolgreich fortsetzt. Im viktorianischen Zeitalter des 19. Jahrhunderts steht der schüchterne Victor Van Dort kurz vor der Vermählung mit der reichen und anmutigen Victoria Everglot. Als er jedoch durch Zufall eine geheimnisvolle Leichenbraut zum Leben erweckt und diese sich prompt in ihn verliebt, steht Victor vor einer schweren Wahl. Entweder ein Leben in der grauen und tristen Welt der Lebenden oder ein Dasein voller Spaß und Frohsinn im unerwartet bunten Totenreich. Hin- und hergerissen zwischen der Liebe zu Victoria und seiner Treue zur modrigen Leichenbraut Emily, muss Victor letztendlich eine Entscheidung treffen...


Filmkommentare (2)


Beitrag schreiben


Filmfreak
10.05.10 - 14:18
Es handelt sich hierbei um einen Stop-Motion Film aus dem Jahre 2005. AmanRu erläuterte den Inhalt schon sehr schön in seiner Rezension, dazu möchte ich nur noch folgendes hinzufügen:
Die Geschichte beruht auf einer alten russischen Sage, in der ein junger Mann für seine Hochzeit übt und dabei aus Versehen einer Leichenbraut die Ehe verspricht.

Mit diesem Film gelang Tim Burton aus meiner Sicht ganz klar der Spagat zwischen einem beunruhigenden Zauber aus dem Reich der Toten, ohne dabei billige Scherze zu machen und dem Reich der Lebenden, der eben die Hierarchien der Trickwelt auf den Kopf stellt.
Für mich ist es ein erfrischend gut inszenierter etwas anders gearteter Film seines Genres. Die Bewertung würde wahrscheinlich noch etwas höher ausfallen, wenn wie schon im dritten beschriebenen Abschnitt die Musikeinlagen etwas weniger häufig zum Einsatz gekommen wären.
Wer allerdings als Filmfan gut damit klar kommt, dem lege ich dieses Werk von Tim Burton eindeutig ans Herz, für alle anderen gilt:
Erst einmal den Gang in die örtliche Videothek, sich diesen Titel ausleihen und nach Sichtung entscheiden ob dieser in die heimische DVD-Sammlung wandern soll.

Im folgenden Abschnitt möchte ich nun ein wenig auf die Stilmittel eingehen, die bei diesem Werk von Tim Burton Verwendung fanden:
Wie der Filmkenner sehr schnell feststellen wird, ist dieser hier dem Film Nightmare Before Christmas nicht unähnlich. Leicht zu erkennen an den vielen Gesangseinlagen, welche auch dieser Titel hier bietet, ehrlich gesagt für meinen Geschmack ein wenig zu viel, aber dies sei nur ein subjektives Empfinden am Rande. Die Gesangseinlagen bei diesem Werk bilden allerdings etwas revuehaftes.
Den klaren Unterteilungen von Arien, Chöre, Melodramatik weichen hier z.T. den plötzlichen Einlagen aus Tanz und Gesang.
In dem Lied Remains of the Day wurde von dem Sänger Danny Elfman dazu eine sehr (ba)rockige Partitur inszeniert, die dann ins Opernhafte übergeht.
Die Erschaffung der Welten wurde ebenfalls gegenüber Nightmare Before Christmas verdreht. Bei Nightmare Before Christmas war die Darstellung noch klar, wenn auch überkontrastiert:
Hier, die düstere Welt des Halloween, dort die umso mehr schillernde und grellbunte Weihnachtswelt
Bei dieser Verfilmung hier ist die Welt der Lebenden eine der Tristesse. Das Jenseits der Toten hingegen leuchtet in den Farben einer Weihnachtswelt.

Des Weiteren gehe ich nun ein bisschen auf die Technik und Puppen ein:
Die im Film verwendeten Figuren (20-25cm) groß wurden aus Stahl gefertigt und mit einer Haut aus Silikon überzogen.
Es handelt sich hierbei um die erste Stop-Motion-Produktion, die mit der Software Final Cut Pro von Apple erstellt wurde. Dabei wurden keine Filmkameras verwendet, sondern Spiegelreflexkameras mit denen in 55 Wochen 109.440 individuell animierte Szenen fotografiert wurden.
Damit dieser Film in kürzerer Zeit entstehen konnte wurden von Emily und Victor ganze 14 Puppen gebastelt.

Im Film selbst ist auf dem Flügel der Schriftzug Harryhausen zu sehen, zu Ehren des Animators Ray Harryhausen. Außerdem wurde in diesem Film für die vorkommende Made die Stimme, das Aussehen sowie das Verhalten von Peter Lorre (einem Filmschauspieler, Drehbuchautor, Filmregisseur) verliehen.

Der Film wurde von der Filmbewertungsstelle Wiesbaden mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ ausgezeichnet.
2006 war dieser Film für den Oscar in der Kategorie Bester animierter Film nominiert, musste sich am Ende aber dem Titel Wallace & Gromit: Auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen geschlagen geben.

Antwort abgeben

AmanRu
18.08.08 - 14:31
Corpse Bride - Hochzeit mit einer Leiche:

Dies ist der neue Film im Stil von The Nightmare before Christmas, vom Starregisseur Tim Burton. Natürlich fehlt in seinen Filmen nicht der ebenso talentierte Schauspieler Johnny Depp, der dem Protagonisten Victor in diesem Film, seine Stimme verleiht.

Victor Van Dort ist auf dem Weg zur Hochzeitsprobe mit der unbekannten Victoria Everglot. Diese Hochzeit findet rein aus Gesellschaftlichen Gründen statt, doch die Victor und Victoria scheinen sich auf anhieb ineinander zu verlieben. Pech nur, das Victor ausversehen nach der vermasselten Hochzeitsprobe eine Leiche zum Leben erweckt die sich prompt in diesen verliebt. Der Ärger ist vorprogrammiert und Victor muss sich für eine Frau entscheiden.

Dieser Film ist ein absoluter Must-Have-Titel für alle Tim Burton Fans. Er präsentiert die Welt der lebenden als Totenreich und das der Toten als wahren Partyzirkus. Was dieser Mann an Ideen und Erfahrungen hat grenzt schon fast an das unmögliche. Corpse Bride ist einmal mehr eine gigantisch gute Referenz auf seinem Konto. Mir persönlich gefällt der Stil von diesen Puppen-Slow-Motion Filmen sehr gut und ich habe vor kurzen angefangen mir eine Sammlung mit Filmen dieser Art anzulegen. Tim Burton führt in diesem Film, das was wir von Leben und Tod kennen ad absurdum.

4 - Sehenswert (fast ein Meisterwerk)

Antwort abgeben