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1 Kommentar

Adaption.

DEINE MEINUNG?


2002

Genre: Komödie, Drama, Krimi

Spieldauer: ~ 114 Minuten

Regie: Spike Jonze

Cast: Nicolas Cage, Meryl Streep, Tilda Swinton, Chris Cooper, Stephen Tobolowsky, Doug Jones, Gregory Itzin, Peter Jason, Gary Farmer, Cara Seymour, Jay Tavare, Curtis Hanson, Litefoot, Roger Willie

Kurzbeschreibung: Der Drehbuchautor Charlie Kaufman wird von Selbstzweifeln geplagt. Als er den Auftrag annimmt, den auf Tatsachen basierenden Roman "Der Orchideendieb" zu adaptieren, ist er echt überfordert - und kommt auch mit der Roman-Autorin Susan Orlean nicht klar. Zu allem Übel nistet sich auch noch sein Zwillingsbruder Donald bei ihm zu Hause ein. Begeistert versucht Donald, seinem Bruder nachzueifern und schüttelt mal eben ein Skript über einen Serienkiller mit multipler Persönlichkeit aus dem Ärmel. Zudem hat sein Bruder auch noch regelmäßig Sex, während Charlie nicht einmal ein erstes Date gelingt. Eines Tages jedoch hat Charlie eine folgenreiche Inspiration. Er bricht die goldene Regel: Er wird sein eigenes Dilemma als Rahmenhandlung in das Drehbuch einbauen! Damit setzt Charlie unbeabsichtigt eine Kettenreaktion von Ereignissen in Gang, die das Leben aller Beteiligten auf verrückt-verwirrende Weise miteinander verknotet.


Filmkommentare (1)


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8martin
15.06.15 - 16:16
Eine äußerst clevere Verknüpfung von mehreren Ebenen und Genres. Auf das Wesentliche reduziert spielt Nicholas Cage zwei Zwillingsbrüder Charlie und Donald. Beide schreiben. Donald mit Erfolg, Charlie ohne. Das ergibt eine gut differenzierte Charakterzeichnung mit einem äußerst sensibel agierenden Hauptdarsteller. (Endlich mal wieder zwei Rollen mit Format!). Susan (Meryl Streep) hat einen titelgebenden Roman geschrieben, den Charlie zu einem Drehbuch adaptieren soll. (Titel!) Dabei verarbeitete sie die Informationen vom Orchideendieb John Laroche (mal ganz anders Chris Cooper mit schiefem, lückenhaftem Fressbrett) und verliebt sich in ihn. Beide Handlungsstränge laufen in der Verlegerin Valerie (Tilda Swinton) zusammen, die mal in echt, mal in der Männerfantasie ihre ‘Schreiberlinge‘ vernascht. Hinzu kommen noch shakespearische Verwechselungsspielchen: Donald, der alte Draufgänger und Frauenfänger, agiert als Charlie für seinen Bruder. Susan folgt John ins Kifferparadies auf der Grundlage von Orchideen. Charlie und Donald beobachten beide. Nach zwei schockierenden Autounfällen wechselt das Genre von der schreibenden Zunft zum Krimi. Zuvor wird noch die zweite Adaption durch Kommentar und Bild erläutert mit einem Hinweis auf Darwin (‘Anpassung als Überlebenshilfe).
Wie alle vier zusammentreffen und wer dann noch überlebt ist intelligent und sogar spannend gemacht. Ebenso wenn Charlie im Fahrstuhl Susan trifft. Er erkennt sie und ist sprachlos, sie kennt ihn gar nicht und geht. Und wer erkennt die beiden Cameos von Brian Cox und Curtis Hanson? Der Zuschauer geht beschwingt mit dem Turtles Song ‘Happy Together‘ beswingt von so viel Cleverness, die sogar Spannung verbreitet.

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