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Magnolia
78.9/100

15 Bewertungen

Magnolia

FILM • 1999 • 3 Std. 0 Min.


Regie: Paul Thomas Anderson

Darsteller/-innen: Orlando Jones, Patton Oswalt, William H. Macy, Melora Walters, Michael Bowen, Alfred Molina, Julianne Moore, Philip Seymour Hoffman, Jason Robards, Neil Flynn, Ricky Jay, Philip Baker Hall, Tom Cruise, Melinda Dillon, Felicity Huffman, April Grace, John C. Reilly, Jeremy Blackman, Luis Guzmán

Genre: Drama



Magnolia ? das ist der Name eines großen Boulevards, der mitten durch das San Fernando Valley führt. An einem ereignisreichen Tag kreuzen sich hier die Wege von neun empfindlich verletzten Seelen. So liegt Familienpatriarch und Fernsehmagnat Big Earl Partridge (JASON ROBARDS) im Sterben. Und während seine Frau Linda (JULIANNE MOORE) an dem bevorstehenden Verlust zu zerbrechen droht, möchte Partridges Pfleger Phil (PHILIP SEYMOUR HOFFMAN) den letzten Wunsch des alten Mannes erfüllen: Er will dessen verlorenen Sohn Frank ausfindig machen. Aber Frank T.J. Mackey (TOM CRUISE), ein berühmter und egozentrischer Sex-Guru, hat ein für alle Mal mit dem Vater gebrochen. Auch Jimmy Gator (PHILIP BAKER HALL), Moderator von Partridges erfolgreichster Game-Show, weiß, dass er nicht mehr lange zu leben hat - und seine entfremdete Tochter Claudia (MELORA WALTERS) will ebenfalls nichts von einer Aussöhnung wissen. Dafür merkt die junge kokainabhängige Frau, dass sie ihr Herz an den unsicheren L.A.-Cop Jim Kurring (JOHN C. REILLY) verliert. Währenddessen hadert auch das Gameshow-Wunderkind Stanley Spector (JEREMY BLACKMAN) mit seinem ehrgeizigen Vater. Und Donnie Smith (WILLIAM H. MACY), einst wie Stanley als Kindergenie gefeiert, findet sich vor den Trümmern eines verkorksten Lebens wieder. Dann beginnt es zu regnen...


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Filmosoph

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22.04.14 - 19:21
Drei Stunden und acht Minuten lang zieht einem dieses Werk von Paul Thomas Anderson in seinen Bann. So wie ich diese Zeilen schreibe, habe ich den Film zweimal gesichtet. Es ist unglaublich, wie viele Dinge mir beim zweiten Mal neu aufgefallen sind – ein Kennzeichen aller Filme von Anderson.
Gerne rückt man Magnolia, mit einigem Recht, in das Genre des "Episodenfilms". Das ist er aber dennoch nur bedingt. Andersons Versuch ist es ja gerade, aufzuzeigen, dass alles irgendwie miteinander zusammenhängt, und dass es so etwas wie die klassischen Zufälle gerade nicht gibt. Zumindest lässt er dies seinen Figuren denken. Und dem Erzähler. Also den wesentlichen Protagonisten des Films.
Tom Cruise hätte für diesen Film einen Oscar bekommen müssen. Nie sah ich diesen Strahlemann besser, er bringt eine unglaubliche Intensität auf den Bildschirm. Die andere Besetzung kennt man größtenteils bereits aus dem ebenfalls grandiosen Boogie Nights. Anderson weiß also, was er an ihnen hat.
Magnolia ist für mich ein großer, reifer Film, kaum glaublich, wenn man das Alter des Regisseurs bedenkt. Gleichzeitig erweist er sich auch als überaus spontan und bringt so die nötige Frische über die lange Laufzeit. Zu guter Letzt ist noch die Musikauswahl hervorzuheben, fast ununterbrochen läuft musikalische Untermalung, Filmmusik, Popmusik, Hits. Das könnte stören, tut es aber nicht; es ist bei Anderson ein Stilmittel, das er perfekt beherrscht.

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