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4 Kommentare

From Hell

DEINE MEINUNG?


2001

Genre: Horror, Mystery, Thriller

Spieldauer: ~ 122 Minuten

Regie: Albert Hughes, Allen Hughes

Cast: Johnny Depp, Heather Graham, Ian Holm, Robbie Coltrane, Ian Richardson, Jason Flemyng, Katrin Cartlidge, Terence Harvey, Susan Lynch, Paul Rhys, Lesley Sharp, Estelle Skornik, Nicholas McGaughey, Annabelle Apsion, Joanna Page


Trailer:

Kurzbeschreibung: London, 1888. Eine Serie mysteriöser Morde an Prostituierten versetzt das Londoner Armenviertel Whitechapel in Angst und Schrecken. Der Mörder nennt sich Jack the Ripper, er mordet lautlos, unerkannt und ungesehen. Inspektor Abberline (Johnny Depp) und sein Assistent Godley (Robbie Coltrane) werden mit der Klärung des Falles beauftragt, der längst auch die feine Gesellschaft beunruhigt. Abberlines unkonventionelle Vorgehensweise führt ihn bald zur Erkenntnis, dass der Wahnsinnige mit Methode mordet. Seine Opfer stammen alle aus dem Freundeskreis der irischen Prostituierten Mary Kelly (Heather Graham). Und diese Frauen hüten ein gefährliches Geheimnis, das das gesamte Königreich zum Einsturz bringen könnte ...


Filmkommentare (4)


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8martin
21.05.13 - 19:18
Von den zahllosen Filmen die Jack the Ripper thematisieren ist der hier von den Brüdern Hughes der gelungenste, den ich kenne und zwar aus zwei Gründen: Sie begegnen dem bisher nicht aufgeklärten und wahrscheinlich nie aufzuklärendem Kriminalfall mit der richtigen Einstellung. Der Film bleibt bewusst so unklar wie nötig und doch so genau wie möglich. Dabei greift er mehrere in der Kriminalistik dieses Falles auftretende Deutungen auf. Es werden die üblichen Verdächtigen benannt: die Gangster, die die Nutten kontrollieren, der königliche Leibarzt (Ian Holm), die Freimaurer, bis hin zu einem Mitglied der Royals. Auch rassistische Äußerungen, die einen Juden als Täter vermuten, werden kurz in Betracht gezogen.
Dass man sich auf eine Graphic Novel stützt, muss ja kein Nachteil sein. Man merkt es halt am glutroten Londoner Himmel oder am blutroten Beefsteak. Aber man hat gut recherchiert. Und so entsteht eine düstere Atmosphäre von Englands Hauptstadt Ende des 19. Jahrhunderts, (inklusive Queen Vicky) wo Mr. Abbeline (Johnny Depp), der opiumsüchtige, Absinth trinkende Inspektor ermittelt. Das passt ebenso ins ungewöhnliche Bild, wie seine Liebe zur Hure Mary Kelly (Heather Graham). Und über allen schwebt, trotz seiner Körperfülle, Sergeant Godley als Mädchen für alles, vor allem für die Komik zuständig. Selbst das Ende ist sonderbar gelungen.
Gut gemacht, spannend, stimmungsvoll und allumfassend in der Sehweise.

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kurenschaub
16.09.10 - 09:50
Johnny Depp jagt als Inspektor den Hurenmörder Jack the Ripper im zumeist düsteren Dekor (90 % der Aufnahmen sind im halbdunkeln gedreht), der wahnsinnige Mörder kommt aus den elitären Kreisen der Freimaurerei und Chirugenmeisterschaft und raubt seinem Opfer nach dem Gemetzel auch noch die Vagina.
Ungustiös und brutal in manchen Szenen und auch nicht wirklich spannend.

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AmanRu
09.06.09 - 21:58
From Hell

London im Jahre 1888, kurz vor der nächsten Jahrhundertwende, treten in dem Armenviertel Whitechapel immer mehr Morde an Prostituierten auf. Inspektor Abberline soll diesen Morden auf den Grund gehen, mit seinen Visionen die er oft bei dem Konsum von Drogen bzw. Gift (Laudanum) bekommt, wird er schnell fündig und entdeckt ein Komplott der mit dem Königshaus Englands zu tun hat. Nun befindet er sich in Gefahr und muss auch noch für die restlichen überlebenden Prostituierten sorgen.

Johnny Depp ist mein Lieblingsschauspieler, da beißt die Maus kein Faden ab. Jeden seiner Filme verschlinge ich viele Male und bin immer wieder begeistert, wie gut er sich in seine Rolle hineinversetzen kann. Als Abberline spielt er einen introvertierten Inspektor, der das schlechte im Leben gesehen und gefühlt hat. Mit Hilfe von Drogen versucht er die Gefühle zu beseitigen und in den Schlaf zu gelangen, dort hat er dann auch seine Visionen. Ein Lächeln kommt selten auf seine Lippen, die Zeit ist hart und sein Schicksal noch härter, doch wenn eines erscheint dringt es zu hundert Prozent zum Zuschauer durch.

Die Anspielung auf Jack the Ripper und den Morden ist sehr gut in Szene gesetzt. Mir persönlich gefällt die Thematik hinter dem Film sehr gut und was ich sehr spitze fand, sind die Effekte der Wetterbedingungen. Schwarz/dunkel blaue Wolken, eine Stadt die wie blutrot eingefärbt scheint, hier wird mit einer gigantischen Farbpalette gearbeitet. Alles wirkt düster und geheimnisvoll, man merkt das hier das abgrundtief böse lauert.

Diesen Film muss man als Depp-Fan gesehen haben und oder auch in seiner Sammlung haben.

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Filmfreak
20.01.09 - 12:13
Es gab ja schon einige Verfilmungen zu einem der blutrünstigsten Serien-Killer aller Zeiten namens Jack the Ripper.
Diese Verfilmung bezieht sich auf die höchst umstrittene Theorie von Stephen Knight:
Demnach wurden die Ripper-Morde von einem königlichen-britischen Chirurgen namens William Gull im Auftrag der britischen Krone ausgeübt.
Der Anlass sollte demnach ein uneheliches Verhältnis zwischen Albert Victor,der Herzog von Clarence (Prinz Edward) und eben eine Frau eines niederen Standes,sowie eben das daraus resultierende Kind.
Die Verfilmung schildert also parallel das Leben der Mordopfer als Dirnen im veruchten und düsteren England,sowie eben jene Vorgehensweise des Täters,sowie die Bemühungen des mit der Lösung beauftragen Inspektors Abberline (Johnny Depp).
Ein weiteres wichtiges Merkmal in diesem Film spielen die Londoner Bauten des Architekten Nicholas Hawksmoor,eben jene Freimauer-Verschwörung sowie die dazugehörigen archaischen Symbole,Weihestätten und magisches Denken.
Dabei führt der Täter Gull nicht nur den Auftrag der Königin Victoria aus,sondern arrangiert die Morde zu einem magischen Ritual,das ihme eben jene Überwindung zeitlicher und räumlicher Schranken gestattet und seine Ansicht des 20.Jahrhunderts einläutet.

Der hier beschriebene Film weicht sehr stark in vielen Punkten von der Vorlage ab.Dem Film wird außerdem eine Liebesgeschichte von Inspektor Abberline (Johnny Depp) und Mary Kelly (Heather Graham) die sich ihr Geld als Dirne verdient hinzugefügt und eben hinter ihr ist auch Jack the Ripper her,da diese für immer Schweigen soll und ein Geheimnis für sich behalten soll.
Aus diesem besagten Grund stellt sich eben eine andere Motivation Inspektor Abberlines zur Aufklärung dieses Falles heraus,wie man dies ursprünglich kennt.
Vor allem aber das Ende unterscheidet sich wesentlich;darüber hinaus opfert der Film eben die komplexe Rahmenhandlung und konzentriert sich auf die Aufklärung des Falles.

Der Titel bezieht sich ebenfalls auf die gleichlautende Überschrift eines Briefes,der von vielen Jack the Ripper zugeschrieben wurde.
Es handelt sich auch bei diesem Film wieder um eine Graphic Novel von Alan Moore,Eddie Campell und Pete Mullins.

Wie ich schon erwähnte wurde der Film recht düster,rauchig und dunkel gehalten,wie ich finde eine gelungene Ambiente für diese Thematik,das eben jenes Leben von damals wieder spiegeln und so dem Zuschauer näher bringen soll.
Langeweile kam mir bei diesem Film nie auf.Johnny Depp als rauchender Inspektor Abberline gefiel mir auch sehr gut,der Mann ist für mich eine Ikone und kann so viele unterschiedliche Rollen interpretieren und darstellen,ein Genuß diesem Mann zuzusehen.
Heather Graham wusste ebenfalls zu überzeugen.
Das Ende schmeckte mir zwar nicht so ganz,es war zwar logisch aber dennoch hätte ich es mir gerne anderst gewünscht.
Wer also kein Problem damit hat,sich mit einer abweichenden Vorlage dieser Geschichte auseinanderzusetzen dem kann ich eben diese Verfilmung ans Herz legen,schon alleine wg.der höchst umstrittenen Theorie von Stephen Knight.

Für mich bekommt der Film ein "Sehenswert" trotz wünschenswertem anderem Ende.

Anmerkung:
Jack the Ripper soll zwischen August und November 1888 im East End von London vermutlich 5 Prostituierte emordet haben und 4 von ihnen verstümmelt.Der Täter wurde niemals gefasst und bis heute wird über seine wahre Identität spekuliert.

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